Wenn Musiker zum Jahresauftakt spontan die Kirche rocken

3. Muckertreffen im Mindener BÜZ rief zum Jahresauftakt 2014

Wenn Klaus zum Open Stage ruft, kommen sie alle - Fotos: OctoberNews
Wenn Klaus Fuhse zum Muckertreff nach Minden ruft, kommen sie alle – Fotos: onm

Am Sonntag, den 5. Januar 2014, trafen sich Musiker aus den Regionen Minden, Porta Westfalica und Schaumburg im BÜZ zum „3. Muckertreffen“, um spontan zusammen auf offener Bühne ihr Können unter Beweis zu stellen, sich kennenzulernen und auszutauschen zu können.

Umgeben von technischem Equipment zeigt sich der Innenraum der ehemaligen St. Johannis Kirche, ein Kirchengebäude aus dem 12./13. Jahrhundert in Minden (Nordrhein-Westfalen), seit 1983 als Kulturzentrum BÜZ, wobei die weißen Steinmauern und abgehängten Zeltstoffe zur Decke hin einen Blick auf den ehemaligen Kirchenraum und das Deckengewölbe gestatten. Versehen mit einer großen Bar und mehreren Sitzgelegenheiten ist die Umwandlung zu einem professionell und stilvollem Konzertsaal gut gelungen – gemütlich geräumig und dezent beleuchtet. An den Wänden hängen exklusive Fotografien der norwegischen Fotografin Anne Gundersen, die ihre Werke zum ersten Mal in Deutschland veröffentlicht und für rd. 470 Euro pro Bild zum Verkauf anbietet.

Aufgerufen zu der Veranstaltung „Muckertreffen“ hatte Klaus Fuhse, „der Boss“, wie er vonseiten des irischen Musikers Viwwy genannt wird. Der aus Belfast stammende Sänger gesellte sich gegen 17 Uhr dazu, wurde herzlichst von Klaus begrüßt, man kenne sich ja aus dem Great Britain Club, und schwang das Mikrofon zu dem bekannten irischen Volkslied „Whiskey in the Jar“ in klassischer Manier. Der 65-jährige gebürtige Hannoveraner Klaus Fuhse, Rechtsanwalt und Notar der Anwaltsgemeinschaft David & Kollegen GbR, gleichzeitig begabter Gitarrist und Sänger, kommt sportlich daher und ruft seit 1995 zum dritten Mal am ersten Sonntag des neuen Jahres Musiker aller Genres aus der Region zusammen, um mit ihnen zu „mucken“ und zu „schnacken“, wie die Mindener zu sagen pflegen, also Musik zu machen und sich darüber zu unterhalten.

Die Idee zum „Muckertreffen“ entwickelte sich 1995 nach einem Rolling Stones Konzert, wo er zusammen mit seinen Freunden aus Schaumburg, Minden und Porta Westfalica darüber nachdachte, sich doch mal zusammenzutun, um Musik aus den 60er bis 90er Jahren oder auch andere gemeinsam zu spielen. Seine Freude über das Auftreten und Zusammenwirken verschiedenster Musiker an diesem Sonntag war ihm deutlich anzumerken. Die offene Bühne soll alle Musiker dazu einladen, die nicht ganz so oft auftreten. Da bekommt der Begriff „Jahresauftakt“ doch gleich eine andere Bedeutung. Ein Sommer-Open-Air über zwei Tage ist auch schon in Planung, also open Stage für jeden und draußen.

Alle Musiker hatten viel Spaß beim gemeinsamen Mucke machen, wie auch die etlichen Zuschauer, die einfach mal an einem Sonntag ab 11 Uhr bei freiem Eintritt sowie günstigem Trank gute Musik genießen durften. Und die hat sich wirklich hören lassen, von Balladen bis zum guten alten Rock. Am Vormittag traten zwar auch altbekannte Bands wie „Jawbreaker“ und Co. auf und der junge begabte Tontechniker outet sich als „Hot Camshaft“-Fan, was jedoch fremde Einzelmusiker nicht davon abhielt, nachmittags die Bühne zusammen mit Klaus, Gerry Chiverton (der ältere Mann mit den schnellen Fingern an der blauen E-Gitarre) und anderen Musikern zu rocken. Auch eine Sängerin namens Louisa Ostmeier kam plötzlich für ein, zwei Songs auf die Bühne.

Obwohl gerade ein Bassist und ein Gitarrist kurz vor Schluss richtig abrocken wollten, was auch einen Drummer, der im Publikum saß, in dem Moment reizte, wurden gegen 17:30 Uhr die Instrumente auf der Bühne abgebaut. Naja, irgendwann muss ja Schluss sein am Sonntag, 18 Uhr war ja eh geplant.

Und schade, dass diese Veranstaltung nur ein Mal im Jahr stattfindet, könnte ruhig öfters passieren, damit viele noch unbekannte Musiker sich präsentieren und vielleicht sogar den einen oder die andere Spielpartner/in kennenlernen können. Wer weiß, vielleicht entstehen dabei neue Bands oder einfach nur gute Musikerkontakte – ganz im Sinne von Musikszene Schaumburg, ohne dessen Internetportal OctoberNews gar nichts von dieser Veranstaltung erfahren hätte.

Auf jeden Fall war es eine tolle Location mit großartigen Musikern und einem dankbaren Publikum. Danke für diesen coolen Sonntagnachmittag! Please give us more of it. ;o)

Aber genug geschwafelt, hier ein paar Bildchen zum Anschauen:

Und ein kurzes Video zum Reinhören – wobei der Ton live deutlich besser rüberkommt. ;o)

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