Welches Verkehrsmittel nutzen die Mindener zu welchem Zweck?

Verkehrsplanung der Stadt Minden führt zusammen mit der Planersocietät Dortmund Befragung zur Mobilität durch - öffentlicher Sitzung kann am 12. August 2015 jeder beiwohnen

Fahrrad
Sind die Mindener mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto unterwegs oder steigen sie doch lieber aufs Fahrrad, um mobil zu sein? Eine Befragung der Stadt Minden wird Aufschluss geben – Foto: onm

In den Monaten August und September führt die Stadt Minden, Verkehrsplanung, in Zusammenarbeit mit der Planersocietät Dortmund eine repräsentative Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten der Mindener Bürger durch. Sie erhofft sich dadurch Verbesserungsmöglichkeiten, wie beispielsweise den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad oder Fußwege.

In den kommenden Wochen werden rund 5100 zufällig ausgewählte Haushalte angeschrieben mit der Bitte, an der Umfrage teilzunehmen. Dazu werden den Teilnehmern diverse Fragen gestellt. Eine Verpflichtung, an der Befragung teilzunehmen, besteht nicht. Zudem kann jeder Mindener an einer öffentlichen Sitzung im Rathaus am 12. August 2015 teilnehmen, wo das Projekt vorgestellt wird.

Warum wird eine Mobilitätserhebung gemacht?

Die aktuelle Mobilitätserhebung untersucht, welches Verkehrsmittel die Bürgerinnen und Bürger zu welchem Zweck und mit welchem Ziel nutzen. Darüber hinaus wird erfragt, wie hoch der Zeitaufwand für die Mobilität ist und welche Entfernungen zurückgelegt werden.

Die Auswertung der Daten liefert Informationen darüber, wie die Menschen in Minden die vorhandene Verkehrsinfrastruktur nutzen und bewerten. Die Ergebnisse helfen dabei, weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur zu entwickeln und ermöglichen eine Standortbestimmung im Vergleich zu anderen Städten.

Was beinhaltet die Mobilitätserhebung?

Die Befragung strukturiert sich in drei Frageblöcke:

  • Zum Haushalt: Fragen zur Haushaltsstruktur, zum Wohnort und zur Fahrzeuganzahl im Haushalt.
  • Zur Person: Fahrzeugbesitz, Besitz eines Tickets für Busse und Bahnen, Nutzungshäufigkeit unterschiedlicher Verkehrsmittel, Bewertung der Verkehrssysteme.
  • Wegeprotokoll: Für einen vorgegebenen Stichtag soll ein sogenanntes Wegeprotokoll ausgefüllt werden. Hier sollen alle zurückgelegten Wege dargelegt werden, in dem die Start- und Zielorte, die benutzten Verkehrsmittel und der Zweck der jeweiligen Wege protokolliert werden.

In welcher Form werden die Haushalte angeschrieben?

Die repräsentative Befragung kann entweder schriftlich, telefonisch oder online über einen passwortgeschützten Zugang erfolgen.

Ein Teil der Haushalte erhält die kompletten Befragungsunterlagen in gedruckter schriftlicher Form. Die ausgefüllten Fragebögen können in dem beigelegten Rückumschlag kostenlos zurückgesandt werden.

Ein weiterer Teil der Haushalte soll telefonisch befragt werden. Bei dieser Form werden lediglich Wegeblätter beigelegt, die als Gedächtnisstütze für die zurückgelegten Wege am vorgegebenen Stichtag dienen sollen. Kurz nach dem Stichtag werden die ausgewählten Haushalte von Interviewern des beauftragten Erhebungsinstituts angerufen und befragt.

Darüber hinaus werden die Haushalte gebeten, sich online an der Befragung zu beteiligen. Auch hier sind in den Befragungsunterlagen nur die Wegeblätter beigelegt. Die ausgefüllten Wegeblätter können nach dem vorgegebenen Stichtag in dem Online-Fragebogen auf einem Internetportal (siehe unten) übertragen werden.

Letztgenannte Beteiligungsform wurde gewählt, weil für einen Großteil der Bevölkerung das Internet zu einem selbstverständlich genutzten Medium geworden ist und damit die Befragung kostengünstig durchgeführt werden kann. Zudem wird durch dieses Vorgehen die Umwelt geschont, da auf den Versand von knapp 30.000 Papierfragebögen verzichtet werden kann.

Ob und in welcher Form sich die Mindener Bürger beteiligen möchten, können sie selbst entscheiden. So können sich beispielsweise die online angeschriebenen Haushalte auch die Befragungsunterlagen in gedruckter Form zuschicken lassen oder es kann ein Termin für eine telefonische Befragung vereinbart werden.

Wer führt die Untersuchung durch?

Die Planersocietät Dortmund hat von der Stadt Minden den Auftrag erhalten, die Untersuchung durchzuführen und wird bei den telefonischen Interviews von dem Erhebungsinstitut O-Ton unterstützt. Alle Angaben sind freiwillig, werden aber anonym aufgenommen. Die Bestimmungen des gesetzlichen Datenschutzes werden selbstverständlich eingehalten, teilt die Stadtverwaltung mit.

Öffentliche Vorstellung des Projekts im Rathaus

Das Planungsbüro stellt am 12. August 2015 im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr die Befragung öffentlich vor. Alle interessierten Mindener können um 16.30 Uhr im Sitzungszimmer 1.36, Markt 1, 32423 Minden, an der Sitzung teilnehmen.

Ansprechpartner für weitere Informationen zu diesem Projekt ist die Stadt Minden, Abteilung Verkehrsplanung, Frau Rehling, Telefon 0571 / 89 297, sowie die Planersocietät Dortmund, Stadtplanung Verkehrsplanung Kommunikation, Herr Dr. Frehn oder Herr Deutz, Telefon 0231 / 58 96 960.

Weitere Informationen findet man ab dem 12. August im Internet unter www.mobil-in-minden.de.

Textquelle: Pressestelle der Stadt Minden


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