Wasser hält Weihnachtsbaum frisch – kein Zusatz erforderlich

Landwirtschaftskammer NRW rät: Zusätze, um Weihnachtsbäume länger frisch zu halten, sind nicht erforderlich, Leitungswasser reicht völlig aus

Haustiere erfreuen sich jedes Jahr an dem frischen Wasser unterm Weihnachtsbaum – von Zusätzen wird aus diesen und anderen wichtigen Gründen daher gänzlich abgeraten – Symbolfoto: onm

Normales Leitungswasser reicht aus, um den Weihnachtsbaum länger frisch zu halten, empfiehlt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (NRW) und rät von Zusätzen ab.

Wer seinen Weihnachtsbaum über die Festtage möglichst lange frisch sehen möchte, ohne dass er nadelt, sollte auf Zusätze gänzlich verzichten, wissen die Experten der Landwirtschaftskammer NRW. Wird dem Wasser beispielsweise Glyzerin, wie durch Frostschutzmittel, zugesetzt, verfärbt sich der Baum braun-rot und es bilden sich Schimmelpilze. Der Zusatz von Zucker bei Blau- und Stechfichten schade den Bäumen zwar nicht – länger frisch bleiben sie damit aber trotzdem nicht. Das gelte auch für Frischhaltemittel.

ON: Wer Kleinkinder und/oder Haustiere hat, sollte auf jeden Fall auf (meist giftige) Wasserzusätze verzichten. Bekanntlich lieben Hunde und Katzen das frische Wasser mit Tannengeschmack und schlecken gern draus. Und kleine Kinder sind nun mal neugierig und spielen gern mit dem kühlen Nass, nehmen auch oft danach die Finger in den Mund.

Also einfach den Weihnachtsbaumständer mit Leitungswasser füllen. Und davon stets reichlich. Denn gerade die Fichte reagiert auf fehlendes Wasser mit vorzeitigem Nadelfall. Weihnachtsbäume, die in beheizten Räumen stehen, können bis zu einem Liter Wasser in drei Tagen ziehen.

Zudem sollte man schon beim Kauf auf Frische achten, um lange Freude am Weihnachtsbaum zu haben. Ein frisch geschlagener Baum sei an der weißen Schnittstelle zu erkennen, weiß die Landwirtschaftskammer NRW. Bei Bäumen, die schon länger gelegen haben, wird die Schnittstelle grau.

TIPPS von den Experten und unserer Redaktion:
Bevor der Baum aufgestellt wird, am besten noch einmal ein Stück von der Schnittstelle absägen (lassen), damit das gute Stück Wasser besser aufnehmen kann. Den Baum dann eingenetzt (oder umweltfreundlich mit einer Naturkordel umbunden) auf dem Balkon oder der Terrasse (bzw. im Freien) aufstellen. So bleibt er noch ein bisschen länger frisch, kann leichter ins Haus bzw. die Wohnung getragen und in den Weihnachtsbaumständer eingestielt werden. Letztgenanntes sollte einen Tag vor Heiligabend bzw. vor dem Dekorieren des Baums geschehen, damit sich die Äste wieder ausrichten können.

Eine Alternative zum abgeschlagenen Baum und den Baumständer ist ein Weihnachtsbaum mit Topf. Durch die verbleibenden Wurzeln kann der Baum noch genügend Wasser aufnehmen, um auch unter Wohnraumtemperaturen bis ins neue Jahr frisch zu bleiben. Voraussetzung ist jedoch auch hier das regelmäßige Gießen mit Leitungswasser.

Von einem späteren Auspflanzen in den Garten ist aber vor allem bei der Nordmanntanne abzuraten, da sie eine Pfahlwurzel bildet, die bei der Ballenentnahme so stark geschädigt wird, dass keine Anwachsgarantie gegeben werden kann. Ein Auspflanzen im Wald oder an anderen öffentlichen Stellen ist – ohne Zustimmung des Försters bzw. zuständiger Stellen – gänzlich verboten.

Textquelle: Landwirtschaftskammer NRW, OctoberNews


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