Wälder werden zu Tatorten – Earth Hour 2019 in Minden

Klimaschutzmanagerin Sawatzki machte deutlich, dass bedrohten Tierarten der natürliche Lebensraum genommen wird - Stadt Minden setzte Zeichen für Klimaschutz

Der Planet Erde als Kerzenlicht-Arrangement im Mittelpunkt der ‚Earth Hour‘ 2019 in der Stadt Minden – Fotos: Stadt Minden

Rund 140 Mindenerinnen und Mindener setzten bei der ‚Earth Hour‘ 2019 auf dem Kleinen Domhof ein Zeichen für den weltweiten Klimaschutz. Die Stadt Minden verdunkelte das Rathaus und den Mindener Dom. Das Highlight an diesem Abend war die Show von ‚Roy der Funkendrache‘.

Funkenregen von ‚Roy der Funkendrache‘

„Es ist wichtig, dass jetzt endlich schnell gehandelt wird. Es kommt auch darauf an, dass jede und jeder Einzelne etwas tut“, betonte Mindens Stellvertretende Bürgermeisterin Ulrieke Schulze bei ihrer Begrüßung und verwies in ihrer Rede auf die umstrittenen Fridays4Future-Demonstrationen, die von der 16-jährigen selbsternannten schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg angeführt werden.

Dass etwas getan werden muss, veranschaulichte die städtische Klimaschutzmanagerin Inna Sawatzki deutlich: Sie verwandelte einen Teil des Platzes in einen ‚Tatort‘. Wie aus Krimiserien bekannt, waren auf dem Boden die Umrisse einiger bedrohter Tierarten aufgeklebt und mit Nummerntafeln ausgestattet. „Mir ist wichtig, dass die Mindenerinnen und Mindener sich darüber bewusst werden, dass alle vom Klimawandel bedroht sind“, so Sawatzki. „Tieren wird der natürliche Lebensraum genommen, damit verwandeln sich die Wälder in Tatorte.“

Somit habe die Stadt Minden auch „ein starkes Zeichen für die Artenvielfalt auf der Erde“ gesetzt. Eine lebendige Tier- und Pflanzenwelt sei ihrer Meinung nach auch für die nächsten Generationen wichtig. Die Aktion habe Sawatzki passend zum diesjährigen Motto der Earth Hour „Für einen lebendigen Planeten“ arrangiert.

Sänger Daniel Sawazki unterstrich die ‚Stunde der Erde‘ an der Gitarre mit stimmungsvollen Liedern. Außerdem gab es am 30. März Informationsmaterial zu Energiethemen der Verbraucherzentrale und Aktivitäten der GWÖ-(Gemeinwohl-Ökonomie)-Gruppe in Minden.

Sänger Daniel Sawazki singt und spielt stimmungsvolle Lieder bei der ‚Earth Hour‘ in Minden

Und dann flogen die Funken auf dem Kleinen Domhof. ‚Roy der Funkendrache‘ trat in die Mitte und beeindruckte die Anwesenden mit seiner Feuer-Jonglage. Nach dem Finale der Feuershow, dem Funkenregen, gingen um 21.30 Uhr die Lichter am Rathaus und Dom wieder an.

Ergänzend erklärt die Stadt Minden: Die ‚Earth Hour‘ ist mittlerweile die größte Umweltschutzaktion der Welt und wurde 2007 vom WWF (World Wide Fund For Nature) erstmalig in Sydney durchgeführt. Seitdem findet sie jährlich statt. Bei der ‚Earth Hour‘ geht es darum, ein symbolisches Zeichen für den Schutz des Planeten Erde zu setzen, indem an berühmten Sehenswürdigkeiten oder Gebäuden die Beleuchtungen für eine Stunde abgeschaltet werden. Auch Privatpersonen machen mit und schalten zu Hause das Licht aus.

Die Stadt Minden nahm zum dritten Mal teil.

Quelle Text und Fotos: Pressemeldung Stadt Minden, Umformulierung/Ergänzung: OctoberNews


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