Vor Sommerhitze schützen in Haus und Wohnung

Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps für kühles Wohnen - Termine im Juli und August in der Beratungsstelle Minden zum Thema effiziente Abkühlung

Sonnenschirme helfen Schatten spenden und sorgen für Abkühlung auf dem heimischen Balkon – mehr Tipps gegen Sommerhitze gibt die Beratungsstelle Minden der Verbraucherzentrale NRW – Symbolfoto: onm

Um sich vor Sommerhitze in Haus und Wohnung schützen zu können, gibt die Beratungsstelle Minden der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) ein paar Tipps zur effizienten Abkühlung mit auf den Weg und bietet Beratungsstunden an.

Außentemperaturen von zurzeit über 30 Grad im Schatten lassen nicht nur das Eis in der Hand sofort schmelzen, sondern schränken insbesondere Schwangere sowie ältere und kranke Menschen in ihrer Bewegungsfreiheit ein – auch in den eigenen vier Wänden. Tagsüber versagt der Kreislauf, nachts verhindert die Hitze erholsamen Schlaf.

„Einmal eingefangene Hitze wieder aus Wohnräumen herauszubekommen, kann ziemlich schwierig sein. Die goldene Regel heißt deshalb: Die Wärme gar nicht erst hereinlassen“, erklärt Kerstin Pahnke, Energieberaterin der Verbraucherzentrale NRW in Minden, und gibt hilfreiche Ratschläge, wie man der Sommerhitze nicht nur mit viel Wassertrinken entgegnen kann:

Schatten spenden

Durch Fensterscheiben kommt eine Menge Sonne und damit Hitze herein. Abhilfe schaffen können bekanntlich Rollladen, Jalousien, Markisen und Co.

Außen angebracht wirken diese Schattenspender allerdings deutlich besser als innen. Denn so bremsen sie die Sonne schon aus, bevor die Wärme in den Raum gelangt. Können die Fenster nur von innen verdunkelt werden, sind helle oder reflektierende Materialien erste Wahl. Aufgeklebte Sonnenschutzfolie hilft ebenfalls, lässt aber auch an trüben Tagen weniger Licht hinein.

Verglasung einsetzen

Bei großen Südfenstern, die zum Beispiel an denkmalgeschützten Häusern nicht außen verschattet werden dürfen, ist eine Sonnenschutzverglasung zu empfehlen. Sie sperrt die Hitze aus, lässt das Licht aber hinein.

Früh lüften

Bei anhaltender Hitze kann es sich lohnen, den Wecker zu stellen, um früh am Morgen Frischluft in die Wohnung zu bekommen. Die Abkühlung darf nicht zu kurz ausfallen, denn Wände, Möbel und andere Gegenstände speichern Wärme. Bekommen sie keine Gelegenheit während des Lüftens auszukühlen, geben sie ihre Wärme später an den Raum ab. Dann wird es schnell wieder zu heiß.

Tagsüber sollten die Fenster geschlossen bleiben.

Wärmequellen ausschalten

Der zweite Kühlschrank mag besonders viele Erfrischungen versprechen. Doch was er seinem Inhalt an Wärme entzieht, gibt er direkt an den Raum ab. Auch Heizungsrohre können “gemein” sein: Fließt in ihnen warmes Wasser, sorgen sie ungewollt für steigende Temperaturen. Deshalb nicht vergessen, die Heizung rechtzeitig auf Sommerbetrieb umzustellen (ON: bei Mietwohnanlagen ist der Vermieter zuständig).

Prinzip Thermoskanne nutzen

Wie eine Thermoskanne Warmes warmhält und Kaltes kalt, hat auch Wärmedämmung am Haus einen doppelten Effekt. Sie spart nicht nur im Winter Heizenergie, sondern hält auch im Sommer die Hitze länger draußen. Gerade in Dachgeschoss-Räumen ist der Unterschied massiv bemerkbar. Besonders gut geeignet für den Hitzeschutz sind dichte, schwere Dämmstoffe wie Naturfasern oder Mineralwolle. Weil sie selbst Wärme speichern, verzögern sie die Erwärmung der Räume.

ON: Aber bitte auf schwer entflammbare Dämmstoffe achten, weil sonst das Dach im Notfall schneller “abfackeln” kann, als einem lieb ist.

Effizient kühlen

Wer nicht auf Klimatisierung verzichten kann oder will, sollte auf effiziente Geräte setzen. Split-Geräte sind die sparsamere Wahl gegenüber Kompaktmodellen. Bei ihnen wird der Wärmetauscher, der Wärme abgibt, außen angebracht. In manchen Fällen reicht sicherlich auch schon ein Ventilator. Der verbraucht viel weniger Strom und verschafft Linderung allein durch Luftbewegung.

Sich beraten lassen

Wie Wärme immer auf der richtigen Seite der Wände bleibt und was im Einzelfall effiziente Abkühlung bringt, zeigt die Verbraucherzentrale NRW bei der Energieberatung Zuhause oder in der Beratungsstelle.

Die nächsten Termine in der Beratungsstelle Minden (Portastr. 9, 32423 Minden):

  • 31. Juli 2018: 14.30 bis 18 Uhr
  • 14. August 2018: 10 bis 13 Uhr
  • 28. August 2018: 14.30 bis 18 Uhr

Anmeldungen sind erbeten – telefonisch unter 0571 / 38 63 79 01 oder 0211 / 33 99 65 55.

Die Energieberatung im eigenen Zuhause findet statt im Rahmen des Projekts Energie2020 der Verbraucherzentrale NRW, das mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union gefördert wird. Weitere Informationen findet man auf der Webseite www.verbraucherzentrale.nrw/energieberatung.

Textquelle: Verbraucherzentrale NRW e.V., Beratungsstelle Minden, Umformulierung/Ergänzung: OctoberNews


Diesen Bericht teilen: