Von geflügelten Autos und Stadtmusikanten – Minden am Sonntag

Autoshow "Minden macht mobil", verkaufsoffener Sonntag und Musiker sorgten für ein buntes Treiben in der Mindener Innenstadt

Autoshow Minden macht mobil
Autoshow “Minden macht mobil” wartete mit Flügeltürer BMW i8 auf – Fotos: onm

230 PS, Flügeltüren, in 4,4 Sekunden von Null auf Hundert – diese Angaben ließen am verkaufsoffenen Sonntag in der Mindener Innenstadt nicht nur Männerherzen höher schlagen. Auf der AutoshowMinden macht mobil” präsentierten Händler ihre schnittigen Fahrzeugmodelle der neuesten Generation. Die Stadt Minden konnte sich derweil über zahlreiche Shopping-Besucher aus der Region freuen. Und Musiker nutzten die Gelegenheit, ihr Können einer breiten Masse vorzustellen und zu unterhalten.

Während Akkordeonspieler “Tasso” Wild-Pertsch aus Petershagen sich am Scharn unter den schützenden Vordachgemäuern des Rathauses ein paar Euros dazuverdiente, sang und spielte ein Akustik-Trio namens “Modern Walking” schnellen Schrittes über den belebten Altstadt-Marktplatz, um ein Musikvideo zu drehen:

Sehr zur Freude ihres Publikums, da sie alle live für Unterhaltung im Einkaufstrubel sorgten.

Akkordeonspieler Tasso Wild-Pertsch
Akkordeonspieler “Tasso” Wild-Pertsch unterhielt mit seiner Musik im Einkaufstrubel

Reichlich Aufmerksamkeit bekam aber auch eine drehende Scheibe. Eine Mitarbeiterin vom “Snack-Profi” Back-Factory drehte für eine lange Menschenschlange vor dem Café Extrablatt akkordmäßig am Glücksrad, um Gutscheine selbst an die Kleinsten verschenken zu können.

Am Poos sowie rund um den Dom platzierten sich bekannte Automarken wie Nissan, Opel, Ford, Renault, Dacia, Citroen, Mini, Toyota und viele mehr. Von schnittigen Kleinwagen, Kombis über SUVs bis zur Luxuskarosse, ob sportlich, elegant, praktisch oder umweltfreundlich – für jeden Geschmack und Geldbeutel war etwas dabei. Ein paar der Fahrzeuge konnten zum Sonderpreis exklusiv zur Autoshow auch günstig erworben werden. Dabei standen die Händler jedem Interessenten Rede und Antwort.

Ein Fahrzeug auf dem Kleinen Domhof erweckte jedoch besonderes Interesse: der BMW i8 eDrive. Nicht, dass einem gleich der fortschrittliche Antrieb mit Plug-in-Hybridantrieb auffiel. Vielmehr waren es die hochgeklappten Flügeltüren und der energische Blick der Frontseite, die einen magisch anzogen. Zu diesem futuristisch wirkenden Flitzer haben wir uns mal näher schlau gemacht und den Berater (nach dessen Namen wir vor lauter Aufregung um das Auto nicht gefragt haben, man möge uns verzeihen) Löcher in den Bauch gefragt, der sie alle geduldig beantwortete.

Ein paar wichtige Fakten:
Dem BMW i8 eDrive wurde eine weiße Lackierung verpasst, die, zusammen mit den blauen LED-Laserlight-Streifen unter den Türen und vor allem an der Front, wohinter sich auch Sensoren und Kameras verbergen, eine sportliche Note verleiht. Zudem sind Leuchteinheiten vollständig mit LEDs versehen. Auf unsere Bemerkung hin, dass man LED-Beleuchtung auch vom VW “e-up!” (siehe unser Beitrag) kennt, meinte der Berater: “Ja, das ist jetzt modern.”

Damit sich der Kraftprotz mit seinem 231 PS starken “TwinPower Turbo 1,5-Liter-3-Zylinder”-Benzinmotor und seinem an der Vorderachse befindlichen Elektromotor mit leistungsstarken 131 PS auch leicht wie eine Feder auf der Straße bewegen kann, ist die Karosserie aus Vollkarbon (Leichtbauweise) gefertigt.

Glücksrad Back-Factory
Am Glücksrad der “Back-Factory” durften auch die kleinsten Besucher drehen

Auf der Fahrerseite vorne befindet sich der gegen Wasser geschützte “Tankdeckel” für den Elektroanschluss, hinten der Benzintank für Super E10 Kraftstoff. Dementsprechend befindet sich der Elektromotor an der Vorderachse, der Stromblock (36 Volt Akku-Batterie) aber gut geschützt hinten im Kofferraum. Die Hinterachse wird vom Benzinmotor angetrieben. Besonderen Wert legte der Berater auf die Bezeichnung “Bordstromanlage”. Kombiniert man beide Antriebe während der Fahrt, kommt man nach seinen Angaben auf rund 2,1 Liter Benzinverbrauch auf 100 Kilometern.

Die Limitanzeige warnt rechtzeitig davor, wenn der Kraftstoff zuneige geht. Reizt man die 250 km/h Spitze aus, könnte das schon hilfreich sein. Mit dem Elektroantrieb allein kommt man zwar nur ca. 75 Kilometer weit, reicht aber allemal für einen kurzen Ausflug oder tägliche Arbeitswege, die sich in diesem Rahmen befinden. Auf unsere Frage hin, warum der BMW nicht vollständig auf Elektro fährt, wie beispielsweise der Tesla, erhielten wir die Antwort, dass das bei diesem Modell nicht beabsichtigt wäre. Acht Gänge (Automatikgetriebe) sorgen auf jeden Fall für energie-effizientes Fahren, wobei der Spaß nicht auf der Strecke bleibt.

Mit 148000 Euro ist dieser Sportwagen doch “fast geschenkt”, oder?! Auf sieben Monate Lieferzeit muss man sich allerdings einstellen – Gänsehaut-Feeling bei der ersten Probefahrt aber garantiert. (Mehr Informationen gibt’s auf der Webseite des Herstellers).

Aber nun unsere Bildergalerie zur Autoshow:


Diesen Bericht teilen: