Techno BBQ auf der Amphimelodie 2015 in Minden

Hunderte Fans elektronischer Musik tanzten und feierten am Weserufer mit DJ Morris, Alfred Heinrichs und anderen

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DJ Alfred Heinrichs aus Berlin heizte das Techno BBQ in Minden ordentlich an – Fotos: onm

Veggie-Burger, Pizza und Techno BBQ – das war die Amphimelodie 2015. Das Open-Air-Spektakel am vergangenen Samstag auf dem Amphitheater in Minden war einfach nur großartig. Hunderte von Menschen jeglichen Alters strömten zu dem runden Platz und tanzten ausgelassen bei idealem Sommerwetter zu den handgemachten Klängen von Veranstalter DJ Morris und Gastmusikern.

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Techno BBQ aus Bückeburg und Amphitheater aus Minden – passt!

Lauscher Auf! (Techno BBQ, Bückeburg), Mike Mayo (Techno&, Hamburg), Curry & Krawall (Moonbootique Records, Hamburg) sind alles Namen, die in der Techno-Szene längst ihren festen Platz gefunden haben und ihre selbst gemischten Musikstücke auf der Internetplattform SoundCloud vorstellen. Sie alle waren Samstag vertreten.

Als besonderes Schmankerl holte der Gastgeber noch DJ-Ikone Alfred Heinrichs aus Berlin hinters Pult, der wie Morris unter Vertrag von Supdub Records steht.

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Auf und rund um das Plateau des Amphitheaters Minden ging bei Techno-Sound die Post ab am vergangenen Samstag

So strömten Fans der elektronischen Musik ab 13 Uhr auf das freie Gelände, machten es sich zunächst auf den Stufen des Amphitheaters und den Wiesen am Weserufer gemütlich, um die verschiedenartigsten Rhythmen zu genießen, bevor sie die Tanzfläche eroberten. Hier erwies sich – wie schon bei der Gourmetmeile im Juni -, dass ein kreisrunder Platz auf jeden Fall die soziale Gemeinschaft fördert. Denn man tanzte und quatschte nicht nur auf dem Plateau in der Mitte, sondern auf den Stufen rundherum, dem Boden davor und den Wiesen.

Doch das Beste daran war: Keine Zäune engten die Besucher ein, die Ordnungsbehörde hielt nur aus gesunder Entfernung ein Auge drauf, keine Security in Sicht, keine DLRG-Boote auf dem Wasser, nur ein paar Polizisten, die ab und an mal vorbeischauten. Und man wird es nicht glauben – es hat funktioniert. Jeder brachte seine Verpflegung selber mit und lies sich einfach nieder, wo es gerade gefiel. Der Rest hat sich beim “Mindener Tauziehen” auf dem Sportplatz nebenan mit britischem Bier und Ingwer-Keksen versorgt oder mit Vegetarischem von “Rock’n’Burger”. Einige wenige haben sich sogar Pizzas liefern lassen.

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Warum diese junge Frau nun PIZZA auf ihrer Jeansjacke zu stehen hatte, bleibt ungeklärt – passt aber gut zu unserem Bericht :o)

Okay, die Müllansammlung von Flaschen, Scherben und Fastfood-Verpackungen waren jetzt nicht so der Hingucker und musste nach der Veranstaltung beseitigt werden. Aber hey, im Vergleich zu den Loveparades in Berlin, die unsere Redakteurin als Vollblut-Westberlinerin alle miterlebt hat, waren das ja wohl Peanuts. Außerdem haben sich zahlreiche Wespen schon auf die Gäste gestürzt.

Spaß hatten die Techno-Fans alle – auch wenn ab ca. 17 Uhr die Boxen deutlich leiser dröhnten als zuvor aus unbekannten Gründen. Die Amphimelodie mit Techno BBQ strömte einfach eine beruhigende Atmosphäre aus – klingt paradox, war aber so. Man konnte sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen, die frische Luft und den Blick aufs Wasser genießen sowie ein Dauergrinsen während der hämmernden Sets einfach nicht verkneifen. Schließlich wurde bei der Aftershowparty ab 22.30 Uhr in der Musikbox Minden weitergefeiert.

Diese Veranstaltung hat unsere Redakteurin auf jeden Fall schwer an “alte Zeiten” erinnert. Auch wenn DJ Heinrichs sie mit englischer Aussprache auf die Schippe nehmen wollte. Dahin gehend: Schöne Grüße in die Heimat ;o)

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Hey, Morris und Heinrichs – eine Berlinerin kann man eben nicht so schnell aufs Korn nehmen – aber euer Mischpult sieht gut aus :o)

Und hier noch ein paar Bildchen zum Mitfreuen:


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