Stromfresser in Küche und Keller austauschen spart Energie und Geld

Stellvertretende Bürgermeisterin Ulrieke Schulze, die Verbraucherzentrale und der Caritasverband informierten am Weltspartag im Bürgerbüro der Stadt Minden

Weltspartag im Bürgerbüro Minden
Gemeinsam gegen Stromsparfresser im Bürgerbüro der Stadt Minden: (v. li.) Cornelia Franke-Röthemeyer und Britta Friedrichsmeier der Verbraucherzentrale Minden, Sebahattin Cigdem und Michaela Prelle vom Caritasverband Minden, Diana Berg (Klimaschutzmanagerin der Stadt Minden) und Ulrieke Schulze (Stellvertretende Bürgermeisterin)

An einem Infostand im Bürgerbüro standen am vergangenen Freitag, 30. Oktober 2015, dem Weltspartag, Mitarbeiter der Caritas und der Verbraucherzentrale für Fragen rund um das Thema Energiesparen für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Minden zur Verfügung. Der Aktionstag sollte darauf aufmerksam machen, wie mit einem geringen Stromverbrauch möglichst viel Geld gespart werden könnte.

Um den Unterschied an Energieverbrauch zwischen einem energieeffizienten A+++ Kühlschrank und einem Altgerät zu verdeutlichen, wurden im Eingangsbereich des Bürgerbüros zwei Kühlschränke aufgestellt. Das Beispiel sollte eine Ersparnis von rund 2000 Euro in zehn Jahren verdeutlichen.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Ulrieke Schulze eröffnete den Aktionstag. „Allein die Stadt Minden hatte im Jahr 2011 einen Kohlendioxidausstoß von über 840 Tonnen. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass jeder seinen Beitrag zum Energiesparen leistet“, betonte sie. Der Tag sollte auf „Stromfresser“ in Küche und Keller aufmerksam machen, die günstig bei der Anschaffung, jedoch häufig mit hohen Nachzahlungen bei der Stromrechnung verbunden seien.

Stromsparcheck in Minden
“Besser heizen, Kosten regeln” – eine gemeinsame Initiative von Ulrieke Schulze, Michaela Prelle, Susanne Leimbach (Caritasverband Minden), Cornelia Franke-Röthemeyer, Britta Friedrichsmeier und Diana Berg

Über die Beratung hinaus würden Bezieher von Sozialleistungen und Haushalte mit einem geringen Einkommen einen 150-Euro-Gutschein bei Kauf eines energieeffizienten A+++ Kühlgerätes erhalten. Im Mühlenkreis hätten mittlerweile 360 solcher Haushalte am Stromspar-Check teilgenommen. Durchschnittlich spare jeder der Haushalte rund 119 Euro an Energie- und Wasserkosten pro Jahr. Wird ein alter Kühlschrank gegen einen energieeffizienten ausgetauscht, wirke sich das auch auf den Klimaschutz positiv aus.

Das Projekt “Stromspar-Check PLUS” würde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Seit 2009 hätten bereits bundesweit 170.000 Haushalte eine Beratung in Anspruch genommen. Das Angebot richte sich speziell an einkommensschwache Haushalte, wie Bezieher von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe und Wohngeld. Denn hier seien häufig ältere Geräte in Gebrauch.

Die Caritas bilde “Stromsparhelfer” aus, die den Energie- und Wasserverbrauch der Haushalte analysierten. Dabei würden ehemalige Langzeitarbeitslose die Haushalte besuchen und nützliche Informationen zum Nutzerverhalten geben. In einem zweiten Schritt würden die notwendigen Energiespar-Techniken umgesetzt. Der Einsatz von Energiesparlampen oder die Verwendung von schaltbaren Steckerleisten helfe dabei, die Kosten zu reduzieren.

Der Aktionstag fand in Kooperation mit der Verbraucherzentrale und der Klimaschutzmanagerin der Stadt Minden, Diana Berg, statt. Hausbesitzer konnten sich mit Fragen zu energetischer Sanierung und Umweltthemen an die Verbraucherzentrale wenden. Berg informierte über die Klimaschutz-Projekte der Stadt.

Quelle Text und Fotos: Pressestelle Minden


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