“Steife Brise” beim Osterfeuer Hohenrode 2017

Hohenroder Dorfgemeinschaft läutete die Osterfeiertage am Karsamstag mit einem Osterfeuer vor den Toren der Auenlandschaft in Rinteln ein

Eine “steife Brise” aus dem Westen wehte am Karsamstag ums Osterfeuer vor der Auenlandschaft Hohenrode – Fotos: onm

Im Angesicht der Auenlandschaft Hohenrode in Rinteln stimmten sich am Karsamstag um die 100 Dorfbewohner auf die Osterfeiertage 2017 ein. Bei Stockbrot, Bratwurst, Bier und anderen Kaltgetränken wurde am Osterfeuer gefeiert, bis die letzte Flamme erlosch.

In gemütlicher Runde kamen die Hohenroder am Osterfeuer zusammen

Man brauchte nicht zur Nordsee fahren, um sich am Samstag vor Ostern eine “steife Brise” um die Ohren wehen zu lassen – da tut’s auch Hohenrode, ein Ortsteil von Rinteln im Herzen von Schaumburg. Denn das Seelendorf mit rund 26.000 Einwohnern hat nicht nur eine über 1000-jährige Geschichte vorzuweisen, sondern seit 2015 auch ein seenreiches Landschaftsschutzgebiet: die Auenlandschaft Hohenrode.

Behütet wie ein Augapfel von der NABU (Naturschutzbund Deutschland) entstand zwischen der Weser, dem Wesergebirge, dem Lipper Bergland sowie Hessisch Oldendorf, Rinteln und nördlich von Hohenrode (im Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln) auf einer Fläche von circa 115 Hektar durch Kiesabbau eine Naturlandschaft für zahlreiche Vogel- und Fischarten.

Doch auch der Mensch braucht seinen Freiraum. Und die Hohenroder Dorfgemeinschaft lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Um den gekennzeichneten Badestrand nutzen zu können, muss man sich zwar vorher bei der NABU-Gruppe Rinteln anmelden, aber dazu war es am 15. April eh zu kalt. So entzündeten die Hohenroder das vierte Jahr infolge ein großes Osterfeuer auf dem für die Gemeinde angelegten Sportplatz – bei starkem Wind und kühler Luft, ganz nah an der “Küste”. Und das sah so aus:

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Praktisch, dass da die Freiwillige Feuerwehr Rinteln (Ortsfeuerwehr Hohenrode) den Schlauch zur Pumpe direkt ins Wasser tauchen konnte für den Notfall – der nicht eintrat. Alles verlief friedlich und sehr familiär.

Das Stockbrot an der Feuerschale ging weg wie warme Semmeln

Die Kinder rannten ums wärmende Feuer oder machten es sich mit ihren Eltern an der Feuerschale auf Strohballen gemütlich. Da der Teig für das Stockbrot schnell zuneige ging, wurden eben Baguette-Scheiben aufgespießt und über dem Feuer geröstet. Und anstatt Pommes wurden Vegetarier, wie unsere Redakteurin, kurzerhand mit gegrillten Weißbrotscheiben versorgt. An Ideen und Gastfreundschaft der Hohenroder mangelte es jedenfalls nicht. Heißgetränke wie Kaffee oder Tee wurden zwar auch nicht angeboten, aber “wir lernen halt von Jahr zu Jahr dazu”, erklärte eine Dorfbewohnerin.

Wir Mindener hatten uns jedenfalls wohlgefühlt bei der Veranstaltung und genossen den weiten Blick auf die Seenlandschaft. Ein paar Bildchen haben wir natürlich auch mitgebracht:

TIPP: Wer fern jeden Trubels diese Naturlandschaft mit ihrer artenreichen Tierwelt erkundet, kann auch in Prasuhn’s Hofcafé einkehren, wenn nicht gerade eine geschlossene Gesellschaft darin feiert, wie am Karsamstag.


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