Stadt Minden, Kirchen und Flüchtlinge beten gemeinsam für Frieden

Spontanes Friedensgebet in der Flüchtlingsunterkunft in Häverstädt am Tag der Deutschen Einheit stieß auf großen Anklang

Friedensgebet
Gemeinsames Friedensgebet am Tag der Deutschen Einheit in der Flüchtlings-Notunterkunft in Minden-Häverstädt ließ den Wunsch aufkommen, weiterzumachen – Handyfoto: Cuma Yücel

Zu einem abendlichen Friedensgebet riefen Mindens Bürgermeister Buhre und Superintendent Tiemann in einer Spontanaktion am 3. Oktober 2015 in der Flüchtlingsunterkunft in Häverstädt auf. Gemeinsam mit dem Evangelischen Kirchenkreis, der Katholischen Kirche und der Türkisch-Islamischen Gemeinde setzte die Stadt Minden damit ein Zeichen für den Frieden in dieser Welt.

Angesichts der sehr kurzfristigen Umsetzung einer gemeinsamen und spontanen Idee von Bürgermeister Michael Buhre und Jürgen Tiemann, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Minden und 1. Vorsitzender des „ArbeitsLebenZentrum“ im Kreis Minden-Lübbecke, war es ein erfreuliches Zeichen, so die Stadt Minden, wie groß der Kreis derjenigen wurde, die sich vonseiten der veranstaltenden Institutionen an der Durchführung mit ihrer Präsenz und ihrem Mitmachen beteiligten.

Mit ihrem gemeinsamen Beten für den Frieden in der Welt wollten die Veranstaltenden deutlich machen, dass – ungeachtet blutiger Konflikte, die in Syrien und anderen Ländern unter religiösem Vorzeichen stattfinden – Menschen verschiedener Religionszugehörigkeit friedlich miteinander leben und sich gemeinsam für das Gute einsetzen können – zum Wohl der Menschen und der Stadt.

Die Flüchtlinge in der Mindener Notunterkunft nahmen zahlreich am ersten Friedensgebet teil, darunter auch viele Kinder. Die eindrucksvollen Erfahrungen auf beiden Seiten sowie die große Resonanz ließen den Wunsch aufkommen, diesen begonnenen Weg des gemeinsamen Betens für den Frieden fortzusetzen. Ob dies tatsächlich in die Tat umgesetzt wird, auch unter dem neuen Verwaltungsvorstand Michael Jäcke, wird die Zukunft zeigen.

Beim Gebet am Tag der Deutschen Einheit waren des Weiteren anwesend: die stellvertretende Bürgermeisterin Ulrieke Schulze, der stellvertretende Superintendent und Pfarrer Bernhard Speller, Pfarrer Matthias Rausch, Presbyterin Elke Bikowski von der benachbarten Ortsgemeinde Sankt Jakobus, Pfarrer Andreas Brügmann (Beauftragter für den christlich-muslimischen Dialog), aus der Katholischen Kirche Gemeindereferentin Annemarie Lux (im Ruhestand) und Ehrenamtliche aus den Pfarrgemeinden Sankt Ansgar und Sankt Paulus sowie aus der Türkisch-Islamischen Gemeinde der Vorsitzende Durmus Aksoy, Herr Halim Bicak, Herr Cuma Yücel und zahlreiche weitere Ehrenamtliche.

Quelle: Pressestelle Stadt Minden, Pfarrer Andreas Brügmann


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