Sozialticket ab 1. Januar 2019 auch in Lippe

Preiswerter mit ÖPNV im Kreis Lippe unterwegs - Landrat begrüßt Einführung von Sozial-und Jedermann-Tickets für HartzIV'er, Geringverdiener u.a. Bedürftige

Ab Anfang nächsten Jahres können auch Lipper Bürgerinnen und Bürger, die nicht so viel Geld in der Tasche haben, mit günstigen Bustickets im ÖPNV unterwegs sein – Symbolfoto: Free-Photos/pixabay CC0

Nach Einführung des “WeserWerreTickets” zum 1. August 2016 für die Kreise Minden-Lübbecke und Herford (siehe unsere Berichte) hat sich nun auch der Kreis Lippe dazu entschlossen, ein Sozialticket einzuführen. Ab 1. Januar 2019 können Hartz IV-Leistungsempfänger, Bezieher von Grundsicherung im Alter, Asylbewerber, Geringverdiener und andere Bedürftige Tickets ab 39 Euro für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erwerben.

Rund 10.000 Menschen im Kreis Minden-Lübbecke nutzen es schon, im gesamten Zuständigkeitsbereich der Minden-Herforder Verkehrsgesellschaft (MHV) seien sogar schon rund 45.000 dabei (lt. Bericht Westfalen-Blatt vom 08.12.2017). Nun soll Mobilität auch im Kreis Lippe preiswerter werden für all diejenigen, die nicht so viel Geld im Portemonnaie haben. Der lippische Kreistag hat die Einführung eines kreisweiten Sozialtickets beschlossen.

Landrat Dr. Axel Lehmann begrüßt die Einführung von Sozial-und Jedermann-Tickets: „Mobilität für alle, zu einem fairen Preis, das ist eines meiner wichtigsten Ziele. Denn Mobilität ist der Schlüssel für soziale Teilhabe, insbesondere in einem Flächenkreis wie dem Kreis Lippe. Darum freut es mich sehr, dass wir mit dem Sozialticket nun bessere Voraussetzungen für Menschen mit geringem Einkommen schaffen können.“

Für 39 Euro im Monat sollen Lipper, die zum Beispiel Hartz IV oder Sozialhilfe bekommen, ab dem 1. Januar 2019 mit dem Sozialticket alle Busse im gesamten Kreis nutzen können. Aktuell liege der reguläre Preis für eine lippeweite Monatskarte bei etwa 135 Euro (laut Meldung Radio Lippe vom 26.06.2018).

Aber auch für Geringverdiener, die nicht in diese Zielgruppe fallen, wird mit dem Kreistagsbeschluss ein sogenanntes „Jedermann-Ticket“ angeboten werden, das mindestens eine Halbierung des bisherigen Ticketpreises für ein TeilnetzAbo vorsieht – allerdings erst ab dem 1. August 2019.

Der Aufsichtsrat der Kommunalen Verkehrsgesellschaft Lippe (KVG) mbH (siehe Webseite der KVG Lippe GmbH) habe in seiner Sitzung am 11. Juni 2018 bereits entsprechende Beschlüsse sowohl zum Sozialticket als auch zum Jedermann-Ticket gefasst.

Die Einführung eines Sozialtickets ist Teil des Leitziels 5 „Mobilität“ im Zukunftskonzept Lippe 2025 (beschlossen vom Lipper Kreistag am 27. März 2017, Gremium stimmte der Umsetzung des umfangreichen Maßnahmenpakets der 10 Leitziele am 16. Oktober 2017 zu), das nun umgesetzt werden soll. Alle Informationen hierzu findet man auf der Website www.zukunftskonzept-lippe.de.

++ UPDATE ++

Mit Pressemeldung vom 21. Dezember 2018 bestätigt der Kreis Lippe noch einmal die Einführung des kreisweit gültigen Sozialtickets “MobiTicket Lippe” für Bus und Bahn zum 1. Januar 2019 sowie den Preis von 39 Euro pro Monat für die oben genannten Bedürftigen.

Demnach wäre das ein zusätzliches Angebot, da die Sozialtickets der Preisstufen 1 im Sortiment erhalten blieben.

Neu sei, dass das Sozialticket der Preisstufe 1 und das kreisweite Sozialticket “MobiTicket” keine Zeitgrenze hätten.

KVG Lippes Geschäftsführer Achim Oberwöhrmeier weist zudem darauf hin, dass die Tickets ab sofort in den Bürgerberatungen der Städte und Gemeinden bzw. den Stadtbusbüros erhältlich seien. Dort gebe es auch die erforderlichen Kundenkarten.

„Mir war wichtig, dass die Anspruchsberechtigten nun auswählen können, ob ihnen ein Ticket zum Preis von 19 Euro für eine Stadt, in Detmold und Lemgo für 23,50 Euro, ausreicht oder ob eher Mobilität im gesamten Kreisgebiet für 39 Euro pro Monat gewünscht wird“, so Lippes Landrat Dr. Lehmann.

Textquelle: Pressemeldung Kreis Lippe, Umformulierung/Ergänzung: OctoberNews


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