Sommertreff der CDU-Frauenunion Hille

CDU-Frauen aus der Gemeinde Hille befassten sich mit den Themen Gemeindepolitik und moderne Pädagogik

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Helga Uphoff, Vorsitzende der CDU-Frauenunion Hille, dankte der Referentin Dorothea Kampmann (v. re.) für den ausgezeichneten Vortrag über die Arbeit der Jugendhilfeeinrichtung „Weidenkorb“ – Foto: Hanna Hartmann

Die Hiller CDU-Frauen hatten zu einem Sommertreff in das Müllerhaus Südhemmern eingeladen. Aktuelle Gemeindepolitik und ein Vortrag von Dorothea Kampmann zum Thema moderne Pädagogik im Familien-Hilfe-Zentrum „Weidenkorb“ standen im Mittelpunkt.

Gemeindeverbandsvorsitzende Hanna Hartmann sprach beim Sommertreff der CDU-Frauenunion Hille am 4. August 2016 zuerst das Thema Sparhaushalt an. Darüber werde in Hille zurzeit viel diskutiert. Auch wenn Bürgermeister Michael Schweiß kürzlich in einem Zeitungsinterview sagte „die Leute haben Verständnis“, so sehen einige Bürgerinnen und Bürger das anders.

Beispielsweise sollen 20 von 25 Spielplätzen in Hille geschlossen werden, inklusive Personal, das sich um die Anlagen kümmere, um den Haushalt bis zum Jahr 2020 wieder in schwarze Zahlen zu rücken, heißt es in einem aktuellen Bericht auf mt.de. Auf große Zustimmung traf dabei der Kommentar von «andreasstork»: „Es ist schon traurig, dass die Kleinen dafür herhalten müssen, wenn die Kasse in Schieflage gerät. Gerade der Kurpark ist mit seinen Spielgeräten sehr attraktiv für Familien mit Kindern und wird sehr viel genutzt, zum Verweilen, zum Picknick, etc … Eigentlich ein Aushängeschild für die Gemeinde und auch für den Ort Rothenuffeln. Der sich ja im Übrigen auch um den Titel Luftkurort bemüht. Der Wohnmobilstellplatz in Hille ist schon dem teuren Containerdorf zum Opfer gefallen … bin mal gespannt, was als Nächstes kommen wird.“

Das kann die Redaktion von OctoberNews vollends bestätigen. Anfang Juni zum Aktionstag des Heimatvereins (siehe unser Bericht) probierten wir uns selbst an den modernen Fitness- und Spielgeräten für Kinder und Erwachsene im Kurpark und waren hellauf begeistert, dass es so etwas überhaupt gibt in der Gegend von Minden. Auch das „Containerdorf“ haben wir aufgesucht – das wohl als Flüchtlingsnotunterkunft dienen soll(te), aber zu dem Zeitpunkt leer stand (siehe unsere Fotogalerie). Der Wohnmobilstellplatz inklusive Ver- und Entsorgungseinrichtungen musste dafür ab 1. Dezember 2015 auf unbestimmte Zeit weichen.

„Sicher muss mit Blick auf die angespannte Haushaltslage gespart werden, jedoch war von diesen drastischen Sparmaßnahmen vor der Bürgermeisterwahl vor wenigen Monaten noch keine Rede“, so die CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende weiter.

Auch wurde beim Sommertreff die Frage gestellt, „wann denn der schnuckelige Baumarkt in Hille seine Pforten öffne“. Im Wahlkampf hatte Bürgermeister Schweiß in einem Pressegespräch angekündigt, einen Baumarkt nach Hille zu holen. „Sollten das nur leere Versprechungen gewesen sein?“, fragten die Anwesenden und erwarten eine Antwort aus dem Rathaus.

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Der Weidenkorb, ein Symbol des Familien-Hilfe-Zentrums, steht für Hilfe, Zuwendung und Geborgenheit – Foto: Hanna Hartmann

Was ein Weidenkorb mit Pädagogik gemein hat, erläuterte Dorothea Kampmann, Geschäftsführerin des Familien-Hilfe-Zentrums „Weidenkorb“ und Fachbereichsleiterin des Kinderhauses Friedewalde. Als Symbol der modernen, dezentralen Jugendhilfeeinrichtung steht er unter anderem für Hilfe, Zuwendung und Geborgenheit.

In ihrem Vortrag stellte sie die inhaltliche Arbeit sowie umfassende Angebote zur Betreuung, Versorgung und Förderung von Kindern bis zu 12 Jahren und deren Familien in Konfliktlagen vor. Im Kreis Minden-Lübbecke und im Landkreis Schaumburg unterhält die Einrichtung 15 Standorte.

Zu den Leistungsangeboten zählen Wohngruppen mit verschiedenen pädagogischen Schwerpunkten und Gruppengrößen, vielfältige teilstationäre und ambulante Hilfen sowie eine traumapädagogische Praxis.

„Die Grundlage dieser reformpädagogischen Arbeit ist die Bindungs- und Trauma-Pädagogik“, führte die Referentin aus. Diese Arbeit begann sie vor 21 Jahren im Kinderhaus Petershagen-Friedewalde. Vor 13 Jahren habe sie mit ihrem Mann das Familien-Hilfe-Zentrum gegründet. Heute umfasse die Einrichtung 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Wer mehr über die Arbeit der CDU-Frauenunion Hille wissen möchte, findet hierzu Informationen auf der Website www.cdu-hille.de.

Quelle: Hanna Hartmann, OctoberNews


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