Schwierige Witterungsverhältnisse ließen Wertholz-Menge in OWL schrumpfen

42. Wert- und Schneideholzsubmission Ostwestfalen-Lippe brachte am 4. März 2015 lediglich 649 Kubikmeter Wertholz unter den Hammer

Wertholz
Die Ausbeute an Wertholz lag Anfang März 2015 bei fast der Hälfte des Vorjahres

Das aus dem Privat- und Körperschaftswald des Regionalforstamtes Ostwestfalen-Lippe stammende Wertholz auf dem Lagerplatz in Bielefeld-Ubedissen lag mit 684 Kubikmetern weit unter der Vorjahresmenge (1076 Kubikmeter in 2014), meldet „Wald und Holz NRW“. Grund dafür waren die diesjährigen widrigen Witterungsverhältnisse.

Den Schwerpunkt des Angebots bildete die Eiche mit 570 Kubikmetern. Die restlichen 114 Kubikmeter setzten sich vorwiegend aus den Holzsorten Esche, Roteiche, Kirsche und Bergahorn zusammen. Nadelholz war nicht im Angebot.

Am wenigsten Nachfrage bestand bei einem Akazienstamm sowie dem angebotenen Berg- und Spitzahorn Losholz (14 Kubikmeter). Die Angebote lagen so weit unter dem taxierten Preis, dass kein Zuschlag erfolgte“, so Submissionsleiter Ulrich Lammert vom Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe.

Am 4. März 2015 fand um 9 Uhr die Angebotseröffnung der 42. Wert- und Schneideholzsubmission Ostwestfalen-Lippe statt. Abgegeben wurden 1053 gültige Einzelangebote von 19 inländischen Firmen. Gegen 15 Uhr stand dann das Ergebnis fest: Für 649 Kubikmeter konnte der Zuschlag zu marktkonformen Preisen erteilt werden.

Bei den Einzellosen lagen die Höchstpreise je Kubikmeter bei 710 Euro für Eiche, 226 Euro für Esche und 220 Euro für Kirsche. Die Höchstpreise der Holzlose betrugen 444 Euro bei Eiche, 188 Euro bei Esche und 144 Euro bei Roteiche. Das höchste Gebot je Kubikmeter lag bei 710 Euro und wurde für eine Eiche abgegeben.

Teuerster Stamm der Submission wurde ebenfalls eine Eiche mit 4104 Euro bei einem Volumen von 6,75 Kubikmeter Holz, das entspricht 608 Euro je Kubikmeter.

Die angebotenen Holzqualitäten führten bei allen Baumarten zu rückläufigen Durchschnittspreisen. Bei den Eichen-Einzelstämmen lagen sie mit 410 Euro rund 22 Euro unter Vorjahresniveau, bei den Eichen-Holzlosen mit 283 Euro ebenfalls rund 22 Euro unter dem Preis des Vorjahres.

Doch bemerkenswert war ein Walnussbaum mit ansehnlichen Wurzelanläufen, dessen Durchschnittspreis über 400 Euro betrug.

Deutliche ....
Die Ergebnisübersicht von „Wald und Holz NRW“ zeigt deutlich den Preisverfall bei Wertholz in OWL in Festmeter (fm) gegenüber dem Vorjahr

Wald und Holz NRW“ ist die Forstbehörde des Landes Nordrhein-Westfalen mit Hauptsitz in Münster und eine dem MKULNV (Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Naturschutz und Verbraucherschutz) nachgeordnete Behörde. Leiter von Wald und Holz NRW ist Andreas Wiebe. Für Wald und Holz NRW arbeiten derzeit ca. 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

In den Regionen der Flächenverwaltung sind 14 Regionalforstämter, das Nationalparkforstamt Eifel und das Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberg zuständig. Dabei kümmert sich Wald und Holz NRW um alle Belange des Waldes in Nordrhein-Westfalen – unter anderem auch die Ernte und den Verkauf von Wertholz – der zurzeit von rund 300 Försterinnen und Förstern betreut wird. Das umgangssprachlich als „Forstrevier“ bezeichnete Waldgebiet, welches von je einer Försterin bzw. Förster betreut wird, ist identisch mit den offiziell Forstbetriebsbezirken (FBB) genannten Waldgebieten.

Weitere Informationen über „Wald und Holz NRW“ finden Sie auf der Homepage www.wald-und-holz.nrw.de.

Quelle: Informationen und Grafiken/Fotos für diesen Beitrag wurden uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Seipp, Landesbetrieb Wald und Holz NRW, Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe.


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