Schützenfest 2016 in Minden-Rodenbeck

Petra Engbrecht setzte sich gegen 24 Schützen durch und errang erneut den Königstitel des Schützenvereins Minden-West - Jugendkönigin zum dritten Mal gekürt

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Sie kämpfte hart und holte sich zum zweiten Mal den Würdentitel: Petra Engbrecht ist neue Königin des Schützenvereins Minden-West – Fotos: onm

Spannend machte es der Schützenverein Minden-West in diesem Jahr – und doch bleibt irgendwie alles beim Alten. Petra Engbrecht holte sich nach 11 Jahren die höchste Königswürde zurück. Auch ansonsten befindet sich der Mindener Stadtteil Rodenbeck 2016 in fester Frauenhand.

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Königsscheibe für die Schützenkönigin 2016

Petra Engbrecht hatte sich selbst übertroffen. Schon in 2005 konnte sie sich Schützenkönigin Minden-West nennen – nun ist es ihr wieder gelungen. Zum diesjährigen Gemahl wählte sie Major Günter Hoppe (Bürgerkompanie Minden-West) aus, der ihr gegenüber schon „echte“ Heiratsgedanken während der Königsproklamation am 30. Juli aussprach.

Und es war ein harter Kampf, den sich die Schützinnen und Schützen aus dem Mindener Stadtteil Rodenbeck beim Stechschießen lieferten. Nach über vier Stunden und zweimaligem Stechen stand erst das Ergebnis fest. Von insgesamt 25 Schützen, die sich am Kampf um die Königswürde beteiligten, konnten sich 17 Mitstreiter – unter ihnen vier Jugendschützen – durchsetzen. Auch die Jugend ging zwei Mal ins Stechen.

Übrig blieb geballte Frauenpower. So holte sich Anna Lena Hoormann zum dritten Mal den Titel Jugend-Schützenkönigin. Aber die Konkurrenz steht schon in den Startlöchern. „Robin“ probierte sich schon mal am Schießstand. Der 11-Jährige darf zwar offiziell noch nicht dabei sein, aber nächstes Jahr würde er das nachholen, verriet er. „Mit zwei Mal 10 Schuss und ein Mal neun wäre ich dieses Jahr schon Schützenkönig geworden“, erklärte er stolz.

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Der 11-jährige Robin reiht sich schon mal in die Mitte der Schützen aus Minden-West ein – könnte ja sein, dass er nächstes Jahr Jugendschützenkönig wird

Die Königsproklamation fand auf einem ehemaligen Schulhof vor dem Gebäude des Kinder- und Jugendtreffs Westside am Piwittskamp statt, wo sich sehr zur Freude der Anwohner auch die Gastvereine aufstellten, wie die 2. Kompanie der Schützengilde Häverstädt (siehe auch SV „Sichere Hand“ Häverstädt auf Facebook) mit seemannsähnlicher Kopfbekleidung und Mitgliedern des Prümken-Komitees, die Bürgerkompanie 1971 Minden-West, ein Bataillon des Schützenvereins „Heimattreue“ Todtenhausen sowie natürlich die langjährigen Freunde der 2. Kompanie des Mindener Bürgerbataillons mit ihren schicken schwarzen Zylindern.

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Bei Regen auf die Pauke hauen? Klar, dann wird das Spielen eben nach innen verlegt.

Unter musikalischer Begleitung des Spielmannszugs Lübbecker Straße / Hahlen wurde zahlreiche Pokale, Urkunden und Auszeichnungen vergeben. So konnten sich Susanne Heinmann, Nilz Schulte, Anne Kathrin Woker, Tobias Scherf und Siegfried Menzel über ihre Beförderung vom Schützen zum Gefreiten freuen.

Doch Vorsitzender Gerd Kruse sowie Manfred Sork und Ulli Stoy gratulierten nicht nur anderen für ihre Verdienste, sondern konnten auch sich selbst feiern aufgrund 50 Jahre Mitgliedschaft zum Schützenverein Minden-West – gefolgt von Tomas Sork und „Tomas Sork 1“ für 25 Jahre und Melanie Wehking für 10 Jahre Zugehörigkeit. Außerdem wurde Stabsfeldwebel Tomas Sork zum Leutnant ernannt, Dirk Gröper und Christina Engbrecht vom Feldwebel zum Oberfeldwebel, Unteroffizier Herbert Lange zum Unterfeldwebel und schließlich Saskia Schieke vom Hauptgefreiten zum Unteroffizier.

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Humorvolle Reden schwingen und den Siegern des Königsschießens herzlich gratulieren – dafür ist der Schützenverein Minden-West bekannt

Ritter gab es natürlich auch jede Menge: Erster Ritter war Lothar Schröder, zweiter Tomas Bigga und als erster Ritter Jugend wurde Celine Bigga auserkoren. „Last but not least“ ehrt Pascal Schröder das Amt des Königs der Könige. Jau, der Schützenverein Minden-West hat eine Menge Titel und Mitglieder zu verzeichnen. Obwohl, wenn es nach den Teilnehmenden geht, könnten es noch mehr sein, insbesondere Jugendliche. Nichtsdestotrotz sendet der Schützenverein Minden-West ein „Dankeschön an alle älteren Schützen, die mitgeholfen haben, dass alles so reibungslos geklappt hat“.

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Jugendkönigsscheibe für die Jugendschützenkönigin 2016

Nach der Ehrung zogen alle Kompanien traditionell und unüberhörbar durch die Rodenbecker Siedlung – allen voran das Königspaar im schicken silbernen Chrysler-Cabrio. Doch gegen 17 Uhr zogen dicke Regenwolken auf und man musste etwas länger als geplant an der Gaststätte Kronenkrug verweilen.

Von Verdrossenheit jedoch keine Spur. Nach dem Anbringen der Königs- und Jugendkönigs-Zielscheiben 2016 an der Hauswand rückte man halt in der offenen Garage etwas enger zusammen oder suchte Schutz unter Sonnenschirm und Vordach. Die ältere Generation teilte auch gern ihren Regenschirm.

Nur dem Spielmannszug aus Hahlen wurde es auf Dauer zu feucht von oben. So platzierten sie sich kurzerhand im Barzimmer und spielten dort weiter. Klar, dass der Raum nicht lange leer blieb und insbesondere von den Kindern der Schützenfamilien, die den Marsch begleiteten, besiedelt wurde. Bei Anblick des nächsten Sonnenstrahls ging es aber weiter durch die Häusersiedlung, mit Halt an mehreren Stationen, wo wie bei der Gaststätte ordentlich kostenlos ausgeschenkt wurde.

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Gut bewacht erinnerte am 30. Juli ein Blumenkranz vor der Thomaskirche in Rodenbeck an die verstorbenen Mitglieder der Bürgerkompanie und des Schützenvereins Minden-West

Schlussendlich wurde den verstorbenen Mitgliedern der Bürgerkompanie und des Schützenvereins Minden-West an einem Gedenkstein vor der Thomaskirche mit einem großen Kranz gedenkt, unter Aufsicht zweier Spaliere. Und was sagt man dazu: Einer der beiden Spaliere heißt Thomas mit Vornamen und war derjenige, der unsere Redakteurin damals beim Einzug in die Mindener Wohnung so herzlich am Umzugs-Lkw begrüßte. Rodenbeck ist halt ein nettes Dorf – kann einer sagen, was er will.

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