Schüler aus Espelkamp kreierten Mehrweg-Kaffeebecher

Gegen den Becher-Berg: Verbraucherzentrale und Söderblom-Gymnasium präsentieren Ergebnisse der Gestaltungsaktion im Kreis Minden-Lübbecke

Soederblom_Becherpraesentation
Anke Schiermeyer und Cornelia Franke-Röthemeyer (v. li.), Umweltberaterinnen der Verbraucherzentrale in Minden, freuen sich über die gelungenen Bechergestaltungen des Differenzierungskurses „Text und Bild“ des Söderblom-Gymnasiums

Zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung rückt die Verbraucherzentrale den To-go-Einwegbechern zu Leibe. In einer kreisweiten Aktion hatte sie zur Gestaltung eines persönlichen Mehrwegbechers aufgerufen und eine Stichprobe bei Kaffeeverkäufern in Minden durchgeführt.

An der Kreativaktion „Einfach mehrfach! Mein Becher. Mein Kaffee. Kein Abfall!“ (siehe Bericht) haben sich unter anderem 21 Schüler des Differenzierungskurses „Text und Bild“ des Söderblom-Gymnasiums in Espelkamp beteiligt und erhielten nun ihren persönlichen Becher als Geschenk. „Jeder Becher ist ein Unikat und setzt ein Zeichen gegen die zunehmende Verpackungsflut“, erläutert Hartwig Reinboth, Lehrer am Söderblom-Gymnasium.

Eine Auswahl der persönlich gestalteten Mehrweg-Becher von Kaffeefreunden aus dem Kreis Minden-Lübbecke kann bei der Beratungsstelle in Minden noch bis zum 4. Dezember 2015 besichtigt werden.

Mehrwegbecher mit Kaffeeverkäufern nicht immer kompatibel

Wer seinen Mehrwegbecher bei Bäckereien oder anderen Kaffeeverkäufern befüllen lassen möchte, bekommt diesen Wunsch in der Regel problemlos erfüllt, hat die Umweltberatung der Verbraucherzentrale bei zehn Testkäufen in Minden festgestellt. Doch obwohl die Kaffeeverkäufer meist kooperativ sind, laufe beim Mehrweg-Einsatz nicht immer alles rund.

„Wir haben beobachtet, dass hier und da Verkäufer Kaffee aus einem Pappbecher in den Mehrwegbecher umfüllen. Andere sparen diesen Abfall, indem sie ein Kännchen nutzen, mit dem die mitgebrachten Becher befüllt werden“, berichtet Umweltberaterin Anke Schiermeyer, die als Testkäuferin unterwegs war.

Tipps aus der Praxis

Wer sich einen Mehrweg-Becher zulegt, solle unbedingt berücksichtigen, welche Kaffeemenge später darin Platz hat – damit der Kaffee beim Abfüllen im Laden nicht überläuft.

Vor allem was die Hygiene betrifft, gebe es einige Unsicherheiten, ob die Abfüllung im mitgebrachten Becher möglich sei. „Aus hygienischer Sicht sollten Verbraucher und Verbraucherinnen unbedingt beachten, dass der Becher gespült und optisch sauber ist. Er darf außerdem nicht mit dem Einlasskopf oder dem Zapfhahn in Kontakt kommen“, erklärt Schiermeyer.

Ein Becher mit einer hellen Innenseite erleichtere dem Verkaufspersonal die Überprüfung der Sauberkeit. Ob und wie der Becher befüllt wird, entscheide aber der Kaffeeverkäufer, denn er trage im Falle eines Falles auch das Haftungsrisiko.


Mehr zum Thema Abfall und dessen Vermeidung gibt es bei der Umweltberatung der Beratungsstelle in Minden, Portastraße 9, Telefon 0571 / 38 63 79 05 und unter www.vz-nrw.de/mehrweg.

Auf der Webseite können Verbraucher ihr Wissen in einem Quiz rund um den Kaffee zum Mitnehmen testen. Eine Übersicht zeigt, welche Mehrweg-Becher bei Verbrauchern gut ankamen und wie es überregionale Ketten mit der Abfüllung in Mehrweg halten.

Quelle Text und Bild: Verbraucherzentrale NRW am Standort Minden


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