Schadstoffe kostenlos entsorgen auf der Pohlschen Heide in Hille

Am 5. September 2015 nimmt das Schadstoffmobil Haushaltsprodukte mit schädlichen Inhaltsstoffen kostenlos entgegen - Sonderabfälle von Kleingewerben sind kostenpflichtig

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Das Schadstoffmobil des AML „schluckt“ alles, was nicht in den Hausmüll gelangen soll – Foto: VZ NRW

Am Samstag, 5. September 2015, findet auf der Pohlschen Heide in Hille von 7.30 bis 14 Uhr eine Schadstoffsammlung für alle Bürgerinnen und Bürger des Kreises Minden-Lübbecke statt, die schadstoffhaltige Abfälle zu entsorgen haben, teilt die Mindener Außenstelle der Verbraucherzentrale NRW mit. Von A wie Abbeizer bis Z wie Zweikomponentenkleber – die Abgabe in üblichen Mengen aus privaten Haushalten ist kostenlos.

Das Schadstoffmobil des Abfallentsorgungsbetriebes des Kreises Minden-Lübbecke (AML) wird den Sondermüll am Entsorgungszentrum Pohlsche Heide annehmen. So können alle Bürgerinnen und Bürger, die zu den regulären Sammelterminen in den Städten und Gemeinden keine Zeit hatten, ihre schadstoffhaltigen Abfälle entsorgen. Die Abgabe ist für Privatpersonen kostenlos, die Abgabe von Sonderabfällen aus Kleingewerben ist kostenpflichtig.

In vielen Produkten schlummern gefährliche Schadstoffe

Die Mengen sind verhältnismäßig klein, doch ihre schädliche Wirkung auf die Umwelt ist groß. Schwermetalle, Altöl oder giftige Chemikalien, die über den Hausmüll in die Umwelt gelangen, können Pflanzen und Tiere schädigen und sich im Naturkreislauf anreichern. Produkte mit schädlichen Inhaltsstoffen können Verbraucher oft an besonderen Warnhinweisen auf der Verpackung erkennen. Die Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW hat die wichtigsten problematischen Produkte aufgelistet und dazu die passenden Entsorgungstipps parat:

  • Renovierungsabfälle: Reste von Farben und Lacken, Holzschutzmitteln, Verdünnern, Abbeizmitteln und Reinigern müssen zum Schadstoffmobil gebracht werden. Achten Sie am besten schon beim Kauf auf schadstoffarme Produkte, diese erkennen Sie zum Beispiel am Umweltzeichen „Blauer Engel“. Angetrocknete Dispersionsfarben können über den Restmüll entsorgt werden.
  • Spezialreinigungsmittel: Sie müssen meist über den Sondermüll entsorgt werden. Dazu zählen Reste von Abfluss- und Rohrreinigern, Backofenreinigern, Entfärbern, Fleckentfernern, Grillreinigern, Metallputzmitteln, Sanitärreinigern, Terpentin und Waschbenzin. Für diese Spezialprodukte gibt es ebenfalls umweltverträglichere Alternativen. Statt Abflussreiniger zu benutzen, kann die Verstopfung auch durch Saugglocke oder Spirale beseitigt werden. Ein Allzweckreinigungsmittel macht viele Spezialreiniger überflüssig. Vollständig entleerte Verpackungen gehören in den gelben Sack.
  • Gartenchemikalien: Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel dürfen auf keinen Fall ins Abwasser oder in den Hausmüll gelangen, sondern müssen als Sondermüll entsorgt werden. Eine umweltfreundliche Alternative bieten Mittel auf biologischer Basis.
  • Verbrauchs- und Pflegematerialien rund ums Auto: Ob Schmierfette oder Rostschutzmittel, Unterbodenschutz- oder Frostschutzmittel: Viele der Substanzen, die dem Auto dienen, tragen Schadstoffkennzeichen, da sie gesundheits- oder umweltschädliche Stoffe enthalten. Deshalb dürfen restbefüllte Dosen, Flaschen oder Tuben nicht in den Hausmüll, sondern müssen als Sondermüll abgegeben werden.
  • Altöl: Händler sind verpflichtet, Altöl bis zur verkauften Menge kostenlos zurückzunehmen oder eine Rücknahme in der Nähe der Verkaufsstelle auszuweisen. Aber auch das Schadstoffmobil nimmt Altöl – allerdings gegen Gebühr von 0,80 Euro pro Liter – zurück. Wer den Ölwechsel bei seinem Auto selbst macht, muss darauf achten, dass Boden und Wasser nie durch das Öl verschmutzt werden. Ein Liter Öl macht eine Million Liter Trinkwasser ungenießbar.
  • Altbatterien/Akkus: Sie müssen im Handel zurückgegeben oder bei einer kommunalen Sammelstelle oder bei der Schadstoffsammlung abgeliefert werden. Dies gilt unabhängig von Kennzeichnungen und Aufschriften. Der Hausmüll ist für die schadstoffhaltigen Energiespender tabu.
  • Energiesparlampen: Im Kreis Minden-Lübbecke lassen sich defekte Energiesparlampen bei den Elektro-Altgeräte-Sammelstellen in den Städten und Gemeinden und auch wieder bei den Schadstoffsammlungen des Kreises Minden-Lübbecke abgeben.
  • Spritzen, Kanülen und Altmedikamente: Gebrauchte Spritzen und Kanülen aus Sicherheitsgründen bitte in einem stich- und auslaufsicheren Behälter anliefern.

Für Rückfragen steht die Abfallberatung der Verbraucherzentrale für den Kreis Minden-Lübbecke unter 0571 / 38 63 79 05 und der Abfallentsorgungsbetrieb (AML) unter 05707 / 91 99 096 zur Verfügung. Weitere Informationen auf der Homepage www.pohlsche-heide.de.

Anschrift Abgabestelle:
Entsorgungszentrum Pohlsche Heide
Pohlsche Heide 1, 32479 Hille (Google Maps)


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