Quartiersmanager suchen Ideen für Bärenkämpen und Rodenbeck

100 bis 2000 Euro für gute Projektideen - Stadt Minden gibt Verfügungsfonds für zwei weitere Stadtbezirke frei - Quartiersmanager helfen beim Ausfüllen des Antrags

Unter dem Motto “Lasst uns drüber sprechen” suchen Quartiersmanager Elke Ruhe-Hartmann und Robin Flohr (oben) in Bärenkämpen sowie Guido Niemeyer und Christian Niehage (v.li. unten) in Rodenbeck Projektideen, die die Bewohner der jeweiligen Mindener Stadtteile zusammenschweißen

Seit einiger Zeit sind Elke Ruhe-Hartmann und Robin Flohr in Bärenkämpen sowie Christian Niehage und Guido Niemeyer in Rodenbeck als Quartiersmanager im Einsatz, um die Stadt Minden “fit für die Zukunft” zu machen. Dafür suchen sie jetzt gute Projektideen, wie man die jeweiligen Ortsteile für die Bewohner lebenswerter und attraktiver gestalten könnte, die mit 100 bis 2000 Euro bezuschusst werden.

Nach unserem kritischen Bericht rund um die Förderung guter “Innenstadt”-Ideen werden nun auch Projektideen für die Stadtteile Bärenkämpen und Rodenbeck gesucht. Zwar vermeidet die Stadt Minden immer noch den Begriff “Bürgerinnen und Bürger” in ihrer Pressemeldung, dafür spricht sie jetzt von “Mindenerinnen und Mindener”, die Ideen einreichen können, genauer gesagt: Einzelpersonen, Nachbarschafts-Gruppen, Vereine, Verbände, Kitas, Schulen sowie Kinder- und Jugendgruppen.

Für den notwendigen finanziellen Schub sorgt das Land Nordrhein-Westfalen (NRW), das Mittel aus dem „Städtebau-Sonderprogramm zur Integration von Flüchtlingen“ bereitstellt, wie wir bereits in unserem Bericht über die Kita Rodenbeck ausführten. So erhalten das Quartiersmanagement Rodenbeck 252.000 Euro und Bärenkämpen 2.388.330 Euro (für Stadtteiltreff und Erweiterung Kita) aus Landesmitteln. Daraus bildete die Stadt Minden bereits mit Richtlinie vom 5. Dezember 2017 für beide Stadtteile je einen “Quartiersfonds”, der die Einrichtungen und Einwohner bei der Finanzierung ihrer Projektideen unterstützen soll. Und nun ist es amtlich:

Nicht nur die Innenstädter, sondern auch die Rodenbecker und Bärenkämper können ihre Projektideen einreichen, um ihre Bezirke voranzutreiben. Dafür hält der Quartiersfonds 10.000 Euro pro Stadtteil zur Verfügung, wobei die Ideen mit Mitteln von 100 Euro bis 2000 Euro pro Projekt (laut Gemeindebrief Thomaskirche Rodenbeck Ostern 2018) bezuschusst werden können. Doch auch hier gilt: “Keine Kohle ohne Regeln”. So geben die Richtlinien unter anderem vor:

Ziel der jeweiligen Projektidee sollte sein, das Engagement der Bewohner “gemeinwohlorientiert” zu aktivieren und zu stärken. Kommerzielle Maßnahmen sind von der Förderung ausgeschlossen. Es erfolgt keine Regelfinanzierung bestehender Projekte, sondern ausschließlich die Förderung neuer Ideen und zusätzlicher Aktivitäten, die sich auf folgende Handlungsfelder beziehen:

  • Förderung sowie Aktivierung des bürgerschaftlichen Engagements
  • Förderung der Kommunikation und Vernetzung im Quartier
  • Stärkung des Zusammenlebens und der Integration
  • Stabilisierung und Stärkung von nachbarschaftlichen Beziehungen
  • Stärkung von Bildung und Kultur
  • Förderung der Identifikation mit dem Quartier und Stärkung des Images
  • Aufwertung des Stadtbildes – Schaffung von Freiräumen und Förderung von Mobilität
  • Förderung von Gesundheit und Bewegung
  • Schaffung eines zukunftsfähigen Wohnstandortes
  • Förderung von Qualifizierung und lokaler Ökonomie
  • Förderung von Umwelt- und Klimaschutz

Als Beispiele nennt die Stadt Minden Mitmachaktionen, Stadtteilfeste, Material für Kunst- und Musikprojekte, Gesundheits- und Sportangebote sowie kleinere Anschaffungen beispielsweise für ein Koch- oder Gartenprojekt. Wobei die Projekte nicht über einen unbefristeten Zeitraum stattfinden dürfen. Und Projekte bzw. Maßnahmen, die bereits gefördert wurden, sind durch den Quartiersfonds nicht abgedeckt.

Wer dennoch eine neue Idee für ein Projekt hat, kann diese bei der Stadt Minden vor Projektbeginn schriftlich einreichen – und zwar jeweils bis zu den Stichtagen 1. Februar, 1. Juni und 1. Oktober. Das entsprechende Projektantragsformular steht auf der Webseite der Stadt Minden unter dem Stichwort “Ideen fördern – Verfügungsfonds” zur Verfügung.

Damit das Ganze auch gelingt, helfen die Quartiersmanager jederzeit beim Ausfüllen des Projektantrags. Die Öffnungszeiten und Kontaktdaten der Quartiere Bärenkämpen und Rodenbeck findet man ebenfalls im Internetauftritt der Stadt Minden.

Letztendlich entscheidet der Quartiersbeirat, der aus 13 Mitgliedern besteht, über die Vergabe der NRW-Fördermittel. Dieser tagt an folgenden nächsten (vermutlich nicht-öffentlichen) Sitzungsterminen:

  • in Bärenkämpen am 20. März um 18.30 Uhr im Gemeindehaus Martin-Luther, Vorlaenderstraße 17, und
  • in Rodenbeck am 5. April um 18 Uhr im “Haus der Begegnung / Kita Rodenbeck”, Zehlendorfer Weg 2-4.

Wir drücken die Daumen und hoffen, dass möglichst viele “Normalbürger/innen” aus Rodenbeck und Bärenkämpen mitmachen und profitieren können und nicht nur die stadtbekannten Aktiven.

Quelle Text und Fotos/Grafiken: Pressestelle Stadt Minden, Umformulierung/Ergänzung: OctoberNews


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