Osterspaziergänge besser außerhalb des Waldes planen

Gefahren durch lose Äste und umgestürzte Bäume in nordrhein-westfälischen Wäldern durch Sturmtief „Niklas“

Wald Sturm Niklas Ostern
Sturmtief „Niklas“ leistete ganze Arbeit in den Wäldern von NRW – hier sollten Osterspaziergänge aufgrund der weiter bestehenden Gefahren vermieden werden – Foto: onm

Osterspaziergänger aufgepasst. Bei Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h wurden während des Sturmtiefs „Niklas“ in Nordrhein-Westfalen Bäume entwurzelt oder umgeknickt – besonders betroffen ist die heimische Fichte. Aufgrund der ergiebigen Regenfälle sind vielerorts die Böden aufgeweicht und bieten den Bäumen weniger Halt.

„Wald und Holz NRW“ warnt daher ausdrücklich auf die Gefahren im Wald hin.

Erste Schätzungen gehen zwar nur von wenigen Zehntausend Festmetern Fichten-Sturmholz aus. Diese Menge ist im Vergleich zu der üblichen jährlichen Erntemenge von über zwei Millionen Festmetern sehr gering und kann problemlos von der heimischen Holzwirtschaft verarbeitet werden. Zum Vergleich: Orkan „Kyrill“ hatte 2007 Bäume mit einer Holzmenge von insgesamt 15,7 Millionen Festmetern umgeblasen.

„Wir sind noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Denn in wenigen Wochen stehen unsere Laubbäume in vollem Laub und bieten dem Wind viel mehr Angriffsfläche. Bei einem vergleichbaren Sturm wie ‚Niklas‘ würde die Situation nun ganz anders aussehen“, so Hanns-Christian Wagner, Fachbereichsleiter bei „Wald und Holz NRW“.

Doch auch wenn der Höhepunkt des Sturmtiefs bereits über Nordrhein-Westfalen weggezogen ist, bleibt die Lage im Wald angespannt. In den vergangenen Tagen losgebrochene Äste, die noch in der Baumkrone hängen, können plötzlich herunterfallen und aufgrund der Fallhöhe von bis zu 35 Metern schwerste Verletzungen verursachen.

Gleiches gilt für Bäume, die nach dem Sturm schräg stehen. „Wir versuchen schnellstmöglich die größten Gefahren zu beseitigen“, so Franz Stockmann, Leiter des Regionalforstamtes Ostwestfalen-Lippe in Minden. „Doch bis Ostern werden wir es leider nicht schaffen.“

Auch wenn es schwerfällt: Osterspaziergänge sollten außerhalb des Waldes geplant werden.

Weitere Informationen über “Wald und Holz NRW” finden Sie auf der Homepage www.wald-und-holz.nrw.de.


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