NRWs bester Straßenwärter 2015 kommt aus Minden

Hendrik Steffen aus Minden konnte seine Kollegen aus Nordrhein-Westfalen bei der diesjährigen Gesellenprüfung abhängen - 67 neue Straßenwärter am Start

NRWs bester Strassenwächter aus Minden
Der heimatverbundene Hendrik Steffen freut sich darauf, endlich die Schule hinter sich lassen und als Straßenwärter auf den „Bock“ der Städtischen Betrieben Minden steigen zu können

Hendrik Steffen kann zurecht stolz auf sich sein. Der 31-jährige gebürtige Mindener schloss seine dreijährige Ausbildung zum Straßenwärter als Jahrgangsbester 2015 in Nordrhein-Westfalen (NRW) ab – mit 86,9 von 100 Punkten. So wie 66 seiner Kollegen freut er sich über seinen Gesellenbrief und stellt klar: „Es ist das letzte Mal, dass ich zur Schule gehe, und da wollte ich zeigen, was ich kann.“

Die Gesellenprüfung bestand aus einem Theorieteil und einer praktischen Aufgabe. Dazu musste eine Pflasterfläche angelegt werden. „Die praktische Aufgabe habe ich bei Deula in Warendorf absolviert, denn hier habe ich meine überbetrieblichen Lehrgänge gemacht“, so Steffen. Die theoretische Prüfung bestand aus Fragen zu den Themengebieten Recht, Politik und Grünflächen. Bei der sogenannten Lossprechung bekamen 67 junge Straßenwärter aus ganz NRW ihre Zeugnisse überreicht.

Würde man ehemalige Lehrer fragen, ob in der Schulzeit schon abzusehen war, dass Hendrik Steffen einmal Jahrgangsbester sein wird, würden sie sagen: „Aber nur, wenn er einen handwerklichen Beruf ergreift“, referiert der ehemalige Azubi mit einem Augenzwinkern. Denn nach dem Schulabschluss an der Freiherr-von-Vincke-Realschule wusste Hendrik Steffen bereits, dass ein Bürojob für ihn nicht infrage kommt. „Ich arbeite gerne draußen.“

So absolvierte er zuerst eine Ausbildung als Zimmermannsein Traumjob, wie er sagt. Im Anschluss verpflichtete sich Steffen für acht Jahre bei der Bundeswehr. 2005 bis 2012 war er in der Mannschaft und später als Oberstabsgefreiter beschäftigt. Sogar vier Monate Auslandseinsatz liegen hinter ihm. Nachdem sein Zeitvertrag bei der Bundeswehr ausgelaufen war, stand fest, dass er in Minden arbeiten möchte. „Ich bin ein sehr heimatverbundener Mensch, und nach der Bundeswehr suchte ich nach einer festen Anstellung – etwas Langfristiges“, so Steffen.

Das „Langfristige“ stellte sich als Ausbildung zum Straßenwärter heraus bei den Städtischen Betrieben Minden (SBM). „Freunde von mir arbeiten bei der Stadtverwaltung und meinten, dass der Job bei den SBM genau das Richtige für mich wäre.“ Mit der Bewerbung klappte es auch tatsächlich.

Und während seiner Ausbildungszeit hat der Straßenwärter einiges gelernt. Bei den Aufgaben steht vor allem die Verkehrssicherheit im Vordergrund. Straßenwärter räumen Hindernisse von den Straßen, befreien Fahrbahnen von Schnee und Eis, beseitigen Schlaglöcher, mähen Gras, reinigen Straßenentwässerungen und sichern Baustellen.

Doch die Ausbildungszeit ist nun zu Ende. Steffen kann sich auf eine Festanstellung bei den SBM freuen. Damit hat er das erreicht, was er wollte, und sich zudem einen Herzenswunsch erfüllt: „Wenn ich mit meiner Kolonne unterwegs bin, dann komme ich auch in Hahlen vorbei. Es ist schön, wenn man beruflich auch etwas für sein Heimatdorf tun kann.“ Mittlerweile hat er jedoch in Hille-Südhemmern sein neues Zuhause gefunden.

Quelle Text und Foto: Pressestelle Minden


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