Noch einmal schlafen … Fröhliche Weihnachten!

Wir wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine wunderschöne Weihnachtszeit und sagen allen Unterstützern herzlichen Dank!

Noch eine Nacht schlafen, liebe kleinen und großen Kinder, dann ist es soweit, es ist Weihnachtszeit! – Symbolfoto/Grafik/Text: Myriams-Fotos/OpenClipart-Vectors/pixabay CC0, onm

Der 4. Advent ist fast vorbei. Noch einmal schlafen, dann ist es soweit: Es ist Weihnachtszeit. Das letzte Türchen am Adventskalender wird geöffnet, Kinder rennen aufgeregt durch die Wohnstuben und stellen Fragen zum Weihnachtsmann, Freunde und Verwandte stecken nervös im Stau oder am Flughafen fest oder die Bahn kommt ausgerechnet jetzt zu spät, um rechtzeitig bei der Familie zu sein, der Weihnachtsbaum wird geschmückt, das Essen vorbereitet, die letzten Geschenke eingepackt und die Flügel vom Christkind geputzt. Morgen ist Heiligabend – die Bescherung kann beginnen und wir sagen Dankeschön:

Herzlichen Dank, liebe Leserinnen und Leser aus Minden, Minden-Lübbecke und Umgebung Nordrhein-Westfalens und dem Rest der Welt, dass Sie uns seit über fünf Jahren die Treue halten oder einfach ab und an vorbeischauen. Danke, dass Sie unsere Berichte, Fotos und Videos retweeten, liken und im World Wide Web verbreiten, sie kritisieren, dokumentieren und uns über Fehler und Änderungen informieren.

Danke, liebe fleißigen Pressemelder/innen, insbesondere aus dem Kreis Lippe, dass Sie uns mit Meldungen aus den Städten und Gemeinden versorgen und uns die Gelegenheit geben, diese in unseren OctoberNews zu veröffentlichen. Auch Pressemeldungen und Termin-Einladungen der politischen Parteien (nicht nur der Piraten, AfD, Jusos und Grünen) sowie der zahlreichen Vereine sind uns jederzeit willkommen – herzlichen Dank!

Danke, liebe pixabay-Fotografen und -Grafiker/innen für Ihre großartigen Bilder, die Sie kostenlos unter der CC0-Lizenz anbieten, damit wir einen Teil unserer Berichte, vor allem Pressemeldungen ohne Fotos, angemessen präsentieren können.

Danke, liebe WordPress-, WP-Theme- und WP-Plugin-Programmierer/innen, dass Sie Millionen von Nutzern Ihre CMS, Vorlagen und Zusatzmodule größtenteils kostenfrei zur Verfügung stellen. Ohne Sie würden viele Websites gar nicht existieren.

Danke an Google News, Newstral und alle Feed- und News-Verteiler, die Ausschnitte und ‚Snippets‘ mit Links zu unseren Berichten kostenfrei im Internet verbreiten, damit unser Online-Magazin überhaupt gefunden wird.

Und einen ganz besonderen Dank richten wir an unsere „Für ON zahl‘ ich freiwillig“-Unterstützer/innen, die mit viel Herz und einem jeweils ordentlichen Obolus unsere journalistische Arbeit zu würdigen wissen.

Denn wer weiß, wielange OctoberNews noch bestehen kann.

2018 war ein Jahr der dramatischen Einschnitte für ‚kleine‘ Selbstständige

Das Jahr 2018 brachte ja eine Menge Einschnitte mit für ‚kleine‘ Selbstständige – vor allem für Freie Journalisten wie unsere Redakteurin -, die mit Internet-Blogs und unregelmäßig journalistischen Auftragsarbeiten ihren Lebensunterhalt bestreiten. Da steht nicht nur der Fiskus, die Krankenkasse und bei Aufstockern das Jobcenter im Nacken, sondern seit Inkrafttreten der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) am 25. Mai 2018 auch Mitstreiter mit ihren Urheberrechts-Anwälten und diverse Datenschutzbehörden.

Wobei im Grunde genommen alle – ob privater Website-Betreiber, Blogger oder Social-Media-Nutzer, Unternehmen, Kleingewerbetreibender, Freiberufler, Verein, Partei oder Organisation – von der DS-GVO betroffen sind und die immensen, teils unüberschaubaren Auflagen der Europäischen Union erfüllen müssen. Deshalb verschwanden bereits viele Online-Auftritte aus dem Internet. Die ‚Kleinsten‘ mit den geringsten Verdiensten trifft es halt am härtesten.

Da ist es schon ein echtes Phänomen, dass OctoberNews weiter existiert.

Vielleicht liegt es daran, dass sich unsere Redakteurin mit den zahlreichen Anforderungen monatelang intensiv auseinandergesetzt hat – und es weiterhin tut. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass so viele Mitmenschen aus Minden und Umgebung – trotz Widerstände von anderen Seiten – ihr gut zusprechen, weiterzumachen.

Fakt ist aber:

Kommt die Urheberrechtsreform 2019, kann OctoberNews zumachen

Obwohl die Reichweite der Zeitungen mit ihren gedruckten Blättern und Digitalauftritten deutlich steigt laut Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. (BDZV), verlangen zahlreiche große Medienverlage von der Europäischen Union (EU) die Durchsetzung des sogenannten ‚Leistungsschutzrechts‘. Das Europaparlament hat dahin gehend am 12. September 2018 bereits einem Entwurf zugestimmt.

Im Klartext heißt das, dass jeder, der einen noch so kleinen Textauszug (sog. ‚Snippet‘) von irgendeinem dieser Verlage auf seiner Webseite oder in einem sozialen Medium wie Facebook, Twitter, Pinterest und Co. teilt oder zitiert, eine Lizenzgebühr an den entsprechenden Medienverlag bezahlen soll. Bisher wurde das im Leistungsschutzrecht für Presseverleger kostenlos erlaubt in einem gewissen Rahmen (z.B. drei Sätze mit Link zum entsprechenden Bericht oder mehr unter Angabe von ‚Zitat‘ bzw. Quellenangabe des Urhebers). Deshalb spricht man auch von ‚Urheberrechtsreform‘.

Zwar haben die Verlagshäuser vor allem das US-amerikanische Unternehmen Google LLC im Visier, das schon ankündigte, den Dienst ‚Google News‘ in Deutschland und europäischen Ländern vom Netz zu nehmen, wenn die geplante Urheberrechtsreform kommt. Aber ist die umstrittene Reform erst mal Gesetz, wird es alle treffen, vor allem diejenigen Redaktionen, die davon ‚leben‘. Und wie sollte es anders sein: Die kleinsten Redaktionen mit den geringsten Verdiensten trifft es am härtesten. Sie können sich nämlich die Lizenzgebühren der Medienverlage nicht leisten.

Sollte die Urheberrechtsreform beim Leistungsschutzrecht für Presseverleger im Jahr 2019 kommen, muss OctoberNews dichtmachen – genau wie zahlreiche andere unabhängige Lokalredaktionen, die sich der ‚Gier der großen Zeitungsverlage‘ (oder Verzweiflung, wie man’s nimmt) nicht entziehen können.

Wollen wir hoffen, dass es nicht soweit kommt. Das Jahr 2019 begegnen wir also mit gemischten Gefühlen. Aber Ihnen wünschen wir selbstverständlich

ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest!
Auf dass alle Ihre Wünsche in Erfüllung gehen!

Wenn Sie uns einen schnellen Wunsch erfüllen möchten, dann unterzeichnen Sie die Online-Petition Stoppt die Zensurmaschine – Rettet das Internet von ‚Safe the Internet‘. Denn eine indirekte Zensur kann alle treffen, die sich im Internet bewegen.


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