Nicht nur den Duft des Waldes schnuppern – Försterin werden! Girls‘ Day 2015 beim Regionalforstamt OWL

11 junge Frauen schnupperten am Mädchen-Zukunftstag in die Arbeit der ostwestfälischen Forstwirtschaft - Wald und Holz NRW informiert zum fünften Mal über den Beruf der Försterin

Girls Day bei Wald und Holz NRW
Das Messen und Markieren von Fichtenstämmen gehört bei der Forstarbeit genauso dazu wie Kettensägen bedienen. (v. li.) Jette Deutmeier, Marieke Niermeyer, Augusta Brune – Foto: Wald und Holz NRW

Elf junge Frauen haben heute beim Girls‘ Day des Regionalforstamtes Ostwestfalen-Lippe nicht nur den Duft des Waldes schnuppern dürfen, sondern hinter die Kulissen der heimischen Forstwirtschaft geschaut. Zum fünften Mal bot Wald und Holz NRW landesweit Schülerinnen im Alter von 13 bis 14 Jahren die Möglichkeit, sich über bisher klassisch männliche Berufe im Wald zu informieren.

Denn Industrie, Handwerk und Forstwirtschaft haben eins gemeinsam: Frauen sind als Beschäftigte unterrepräsentiert. 50 Prozent der Mädchen wählen aus nur zehn von 350 möglichen dualen Ausbildungsberufen. Nur ein Prozent der im Wald arbeitenden Menschen ist weiblich. Dies hat nichts mit Eignung oder Leistung zu tun, sondern vielmehr damit, dass die eigenen vielfältigen Interessen und Kompetenzen bei der Berufs- und Studienwahl häufig den klassischen Rollenvorbildern weichen.

Und das, obwohl auch Försterinnen im Auftrag des Landes den heimischen Wald im Blick behalten und Forstwirtinnen ihren männlichen Kollegen an der Motorsäge Konkurrenz machen.

Die Berufsaussichten sind gut. Denn der bevorstehende Generationswechsel steht auch in den Wäldern Nordrhein-Westfalens bevor. Um den erfolgreichen Übergang von erfahrenen Forstleuten zur jungen Generation zu schaffen, hat Wald und Holz NRW zusätzliche Stellen eingerichtet. „Wir wollen nicht nur eine gesunde Mischung im Wald, sondern auch im Betrieb. Darum ermutigen wir junge Frauen, forstliche Berufe für sich zu entdecken“, so Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW.

Für die jungen Frauen, die heute das Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe besuchten, standen die Berufe Försterin und Forstwirtin im Mittelpunkt des Tages. Wo ist der Unterschied zwischen den zwei gleich klingenden Berufen? Was sind die Aufgaben? Und können Frauen in diesen oft körperlich anstrengenden Berufen bestehen? Nicht nur Informieren, sondern auch Ausprobieren stand auf dem Programm.

Sie begleiteten Förster durch deren Arbeitsalltag und erhielten Einblicke in deren Tätigkeiten sowie auch die von Forstwirten. Die Girls‘ Day Teilnehmerinnen konnten beispielsweise Holzernte hautnah erleben: von der Auswahl und Markierung des Baumes über die Fällung, das Bestimmen des Stammvolumens bis hin zum Verkauf des Stammes. Auch Pflanzarbeiten samt dem Bau von Schutzzäunen waren Elemente der praktischen Mitarbeit.

Am Ende des Tages resümierten die 13- bis 14-jährigen den Tag als gute Möglichkeit, Einblick in bislang fremde Berufsbilder zu erhalten, die für ihre Berufswahl zukunftsweisend sein können.

Wer nicht dabei sein konnte, dem zeigt Wald und Holz NRW mehrere Filme bei YouTube, in denen verschiedene Themen rund um die wertvollen Rohstoffe angeschnitten sowie die Berufe Forstwirtin und Försterin vorgestellt werden.

Weitere Informationen findet man unter: www.wald-und-holz.nrw.de

Quelle: Pressemeldung Wald und Holz NRW

Also Mädchen – tief Waldluft einatmen und ran an Zollstock und Kettensäge! Erde unter den Fingernägeln und Schuhsohlen dürfte euch doch nicht abschrecken, oder?! ;o)


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