Neuer Ratgeber mit Rechtstipps für Menschen mit Behinderung

Verbraucherzentrale NRW klärt über neue Regelungen im Bundesteilhabegesetz auf, gibt Tipps, wie man Ansprüche gegenüber Behörden durchsetzt und vieles mehr

Der Ratgeber „Behinderung und Teilhabe – Alle Leistungen und Rechte“ der Verbraucherzentrale NRW in seiner Erstauflage 2018 soll allgemeine Orientierungshilfe leisten für Menschen mit Behinderung und klärt übersichtlich über das neue Bundesteilhabegesetz auf – Foto: VZ NRW

Das Bundesteilhabegesetz soll mehr Selbstbestimmung und Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen schaffen. Die wesentlichen Änderungen traten zum 1. Januar 2018 in Kraft. Was der Gesetzgeber unter „selbstbestimmtes Leben“ versteht, welche Rechte und Pflichten das neue Gesetz im Berufsleben mit sich bringt, wie man Ansprüche gegenüber Behörden richtig durchsetzt und vieles mehr, darüber klärt der kostenpflichtige Ratgeber „Behinderung und Teilhabe – Alle Leistungen und Rechte“ der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) auf.

Am 23. Dezember 2016 hat der Bundestag das „Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen“, kurz: Bundesteilhabegesetz (BTHG) verabschiedet, das seit Beginn dieses Jahres für mehr Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden und in der Wirtschaft sorgen soll. In Zusammenhang mit den allgemeinen Grundsätzen der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), die am 26. März 2009 in Kraft trat, biete das neue BTHG nun wesentliche Änderungen für eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.

Ziel des Ganzen sei es, die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen zu verbessern und einen Meilenstein hin zu einer inklusiven Gesellschaft zu setzen, erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in seinem Fragen-und-Antworten-Katalog zum BTHG. Zum zentralen Prinzip der UN-BRK zähle zudem der Schutz vor Diskriminierung sowie die „volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft und Einbeziehung in die Gesellschaft“.

Der 192 Seiten umfassende Ratgeber der Verbraucherzentrale NRW soll hier Orientierungshilfe leisten, um beispielsweise Rechte gegenüber Behörden und am Arbeitsplatz wahrzunehmen. Denn Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen stünden – je nach Lebensphase – bei der Suche nach Unterstützung einem schwer durchschaubaren Sozialsystem gegenüber, so die Experten der Verbraucherzentrale.

Das Buch wurde für die 1. Auflage 2018 grundlegend überarbeitet und erweitert. Somit berücksichtigt es auch alle wesentlichen Neuregelungen des Bundesteilhabegesetzes. Und Autor Karl-Friedrich Ernst weiß, wovon er spricht. Als Dezernent des Integrationsamts des Kommunalverbands für Jugend und Soziales Baden-Württemberg und ehemaliger Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen hat er schon viele Publikationen zum Behindertenrecht herausgegeben.

Auch die Grundlagen des Themas nimmt der Ratgeber in den Blick, zum Beispiel: Wie wird eine Behinderung rechtlich definiert und als Grundlage für Ansprüche wirksam festgestellt? Welche Schritte sind dafür nötig? Was gilt beim Schwerbehindertenausweis?

Als weitere Punkte sind beispielsweise die Frühförderung und Bildung, Pflichten von Arbeitgebern, Regelungen zu begleitenden Hilfen im Job, der besondere Kündigungsschutz, Altersgrenzen für die Altersrente und Nachteilsausgleiche etwa bei Mobilität und Steuer zu nennen.

Der Ratgeber kostet 14,90 Euro und ist in der Beratungsstelle Minden der Verbraucherzentrale NRW in der Portastr. 9 erhältlich, kann aber auch telefonisch unter 0211 / 38 09 555 oder online bestellt werden: Auf der Webseite des Ratgeber-Shops findet man auch ein Inhaltsverzeichnis, eine Leseprobe und weitere Informationen.

Quelle: Pressemeldung Beratungsstelle Minden der Verbraucherzentrale NRW, Umformulierung/Ergänzung: OctoberNews


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