Neue Doppelspitze beim Jusos-Vorstand Minden-Lübbecke 2018

Julia Merdian und Jannes Tilicke führen die Jungsozialisten der SPD an - neues Arbeitsprogramm pro Europa und Kultur, gegen Stilllegung der DB IC-Halte in Minden

Neue Pläne mit bekannter wie neuer Besetzung: die Jusos Minden-Lübbecke: (v.l.n.r.) Alena Flintzak (Kasse), Charlotte Willmann (Kasse), Robin Kühn (Gleichstellung), Thorsten Kuntemeier (Protokoll), Frederic Oepping (Presse), Jannes Tilicke (Vorsitz), Siegmar Lindel und Nabil Sheikh Ahmed (Neumitglieder).

Zielstrebig auf die Europawahl 2019 und die Kommunalwahl 2020 hinarbeitend wählten die Jusos (Jungsozialisten der SPD) Minden-Lübbecke in ihrer Kreisverbandskonferenz am 21. April einen neuen Vorstand und verabschiedeten ihr Arbeitsprogramm für die nächsten zwei Jahre.

Bei den Vorstandswahlen durfte sich Julia Merdian aus Rahden über ihre Wiederwahl freuen. Jannes Tilicke, der von 2015 bis 2016 Vorsitzender war, komplettiert die Doppelspitze und ersetzt damit Marie Hamelmann aus Porta Westfalica (siehe unser Bericht). Außerdem sind Alena Flintzak und Charlotte Willmann als Kassiererinnen gewählt worden, Robin Kühn und Hüsniye Gedik für den Bereich Gleichstellung, Thorsten Kuntemeier als Protokollant, Frederic Oepping und Marcel Butzkies für die Öffentlichkeitsarbeit, Siegmar Lindel und Nabil Sheikh Ahmed als Mitgliederbeauftragte und Friederike Funken für den Bereich Internet.

Das neue Arbeitsprogramm der Jusos mit dem Titel “Zuhause heißt…” soll unter anderem die Schwerpunkte „Bildung und Ausbildung“ und „gutes Wohnen“ abstecken. Außerdem will sich die SPD-Jugendorganisation verstärkt dem Kulturangebot im Mühlenkreis widmen:

„Wir haben in Minden beispielsweise in weiten Teilen ein gutes Angebot“, erklärt Tilicke. „Aber wir wollen, dass auch der Verein Papagei am Beat wieder ein Vereinsheim bekommt. Vereinsarbeit und ein vielfältiges Kulturangebot sind für die Lebensqualität im Mühlenkreis besonders wichtig. Darum schauen wir hier besonders genau hin, wo der Schuh im Einzelnen drückt.“ (ON: Die Kulturstätte “Papagei” musste 2017 der Mindener Gewerkschaftsvilla weichen, siehe unser Bericht).

Auch wollen die Jusos zur nächsten Kommunalwahl wieder mit einem eigenen Jugendprogramm antreten, hebt die Vorsitzende Merdian hervor und erklärt: „Dieses Programm wollen wir in den nächsten zwei Jahren erarbeiten.“

Weitere politische Schwerpunkte der Jusos Minden-Lübbecke seien die Arbeit gegen Rechtsextremismus und -populismus (z.B. Weiterschreibung des Programms „NRWeltoffen“ beim Kreis) sowie für europäische Integration. „Auch Europa ist unser Zuhause“, erklärt Merdian. „Die Europäische Union ist aber so gefährdet wie noch nie. Deshalb werden wir Jusos uns auch im Europawahlkampf im nächsten Jahr engagieren.“

Neben dem Arbeitsprogramm verabschiedeten die Jungsozialisten noch Anträge gegen die Pläne der Deutschen Bahn zur Stilllegung der IC-Halte in Minden und Bad Oeynhausen (zu dem Thema siehe z.B. Bericht Neue Westfälische).

Des Weiteren steht die Bildung einer Arbeitsgruppe in der SPD, die ein Konzept zum „Nullenergiekreis Minden-Lübbecke“ erarbeiten soll, auf dem Parteiprogramm.

„Wir Jusos haben gezeigt, dass wir auch politisches Zuhause für Jugendliche im Kreis Minden-Lübbecke sein können“, freute sich Tilicke zum Abschluss der Konferenz. „Um es mit Willy Brandt zu sagen: Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist sie zu gestalten.“ (ON: Laut Zitate.de lautet der Spruch des ehemaligen SPD-Politikers Willy Brandt (1913-92) wie folgt: “Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.”)

Quelle Text und Foto: Pressemeldung Jannes Tilicke der Jusos Minden-Lübbecke, Umformulierung/Ergänzung: OctoberNews


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