MS Wissenschaft „Zukunftsstadt“ kommt nach Minden

Das Ausstellungsschiff macht vom 1. bis 3. Juni 2015 in Minden Station und zeigt Exponate rund um das Thema "nachhaltige Stadt" - mitmachen erwünscht

MS Wissenschaft Alles an Bord
Auf der MS Wissenschaft „Zukunftsstadt“ gibt es Anfang Juni bei ihrem Halt in Minden eine Menge zu entdecken – Foto: Ilja Hendel / Wissenschaft im Dialog

Das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft macht auf seiner großen Tour durch Deutschland und Österreich vom 1. bis 3. Juni 2015 auch in Minden Station. Die Ausstellung „Zukunftsstadt“ steckt voller Ideen und Erkenntnisse aus der Forschung. Das Schiff wird an der Liegestelle Fuldastraße festmachen und ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Im Wissenschaftsjahr 2015 dreht sich alles um die nachhaltige Stadt: Vor welchen Herausforderungen stehen Städte? Wie machen wir sie zukunftsfähig? Was tun Forscherinnen und Forscher dafür, dass die Stadt von morgen lebenswert ist? Auf der MS Wissenschaft geht es deshalb dieses Jahr um Mobilität und Vernetzung, Energie und Klima, aber auch um Natur in der Stadt, um neue Wohnformen und soziale und wirtschaftliche Entwicklungen.

Mitmachen erwünscht

An vielen Ausstellungsexponaten ist die Kreativität der Besucher gefragt: Sie können an Modellen ihr Haus oder ihre Stadt der Zukunft selbst gestalten. Sie erfahren, wie Technik dabei hilft, einen Verkehrsinfarkt zu vermeiden, oder warum es ökologisch sinnvoll sein kann, mitten in der Stadt neue Hochhäuser zu bauen. Kinder lernen auf spielerische Weise, wie sich Fuchs, Hase und Co. dem Leben in der Stadt anpassen.

An allen drei Tagen kann man zudem jeweils um 17 Uhr an einer kostenlosen Führung teilnehmen. Die Ausstellung soll insbesondere Schulklassen, Jugendliche und Familien für das Thema Zukunftsstadt interessieren – empfohlen ab 12 Jahren. Beim Suchspiel begeben sich die Besucher auf Safari nach wilden Tieren und erfahren, wie sich diese an das Leben in der Stadt anpassen. Außerdem gibt es am Deck des Frachtschiffs Filmabende und Diskussionsveranstaltungen. Für Schulklassen besteht die Möglichkeit, an Workshops teilzunehmen oder Unterrichtsmaterialien zu nutzen.

MS Wissenschaft Stadt der Zukunft bauen
Schüler bauen ihre Stadt der Zukunft auf der MS Wissenschaft – Foto: Ilja Hendel / Wissenschaft im Dialog

Welche Wünsche haben Bewohner an ihre Zukunftsstadt? Wie sollte sich die Art und Weise, wie Menschen in Städten leben, ändern? Zu diesen Fragen können Besucher auch in einer Umfrage des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) ihre Meinung abgeben. Auch die Stadt Minden unterstützt seit 2014 das Difu. Die Online-Umfrage nimmt die Teilnehmenden mit auf einen Trip in ihre ideale Stadt. Wie sieht ein Tag darin aus? Wie leben die Menschen? Wo kaufen sie ein oder wie bewegen sie sich durch die Stadt?

Für Gruppen bzw. Schulklassen ab 10 Personen ist eine Anmeldung erforderlich. Termine für Schulklassen sind bereits ab 9 Uhr buchbar.

Konzipiert und umgesetzt wurde die Ausstellung „Zukunftsstadt“ im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von Wissenschaft im Dialog (WiD). Die Exponate werden von Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft sowie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekten, Hochschulen und weiteren Partnern zur Verfügung gestellt. Die Niederösterreichische Landesregierung ermöglicht den Aufenthalt in Österreich. Siehe auch www.wissenschaftsjahr-zukunftsstadt.de.

MS Jenny alias MS Wissenschaft 2015 Zukunftsstadt
Das 102 Meter lange Ausstellungsschiff MS Jenny tourt zurzeit als „MS Wissenschaft 2015 – Zukunftsstadt“ durch Deutschland und Österreich – Foto: Ilja Hendel / Wissenschaft im Dialog

Der Einsatz des Binnenschiffs als Wissenschaftsschiff geht zurück auf eine Idee der Universität Bremen, die das Schiff 2002 als „Geoschiff“ mit der Ausstellung „Abenteuer Meeresforschung“ auf Reisen schickte. Da die Ausstellung auf dem Binnenschiff bei den Besuchern gut ankam, übernahm die Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) der deutschen Wissenschaft das Konzept und realisiert seit 2003 jährlich eine Ausstellung auf dem Schiff im Rahmen des jeweiligen Wissenschaftsjahres. In den ersten Jahren wurde das Schiff dabei jeweils nach dem Thema des Wissenschaftsjahres benannt, seit 2006 unternimmt die Jenny ihre Ausstellungsreisen unter dem Namen „MS Wissenschaft“. (Quelle: Wikipedia)

Technische Eckdaten zum Frachtschiff:
Baujahr: 1969
als MS „VERA“ Bauwerft Elfring Haren/Ems, seit 1987 als MS „Jenny“
Länge: 102 Meter
Breite: 9,50 Meter
Tiefgang: 3,16 Meter
Länge Laderaum: 77 Meter
Breite Laderaum: 7,70 Meter
Höhe Laderaum: 3,70 Meter
Gesamttonnage: 1.919 Tonnen
Containerladekapazität: 72 TEU
Motor: MWM TBD 484-6 U, 6 Zylinder, 375 U/min.
Stärke: 809 kW / 1.100 PS
Bugstrahl-Ruder: Verhaar Omega-Jet 350 PS
Radar vorne: Furuno RH RS 2002 R
Radar hinten: Elna 3300 Kelvin Hughes
Satellitennavigation: Radarpilot 720 Grad

Weitere Informationen zum „MS Jenny Event- und Ausstellungsschiff“ siehe unter www.ausstellungsschiff.de sowie Homepage der Familie Scheubner.


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