Modernisierte Hohenstaufenschule in Rodenbeck feierte Einweihung

Einweihungsfeier der sanierten und erweiterten offenen Ganztagsgrundschule Hohenstaufenschule in Minden nach drei Jahren Bauzeit mit rund 100 Gästen

Die Leiterin des Offenen Ganztags, Ingrid Kawald, und Rektorin Kathrin Kosiek (v. li.) begrüßten ihre Gäste bei der Einweihungsfeier der Mindener Hohenstaufenschule mit einem Poetry Slam

„Wenn alle ihre Hausaufgaben machen, kommt am Ende etwas richtig Gutes dabei heraus“, lobte der Vorsitzende der Schulpflegschaft, Hartmut Günther, die Umsetzung der erweiterten und modernisierten Ganztagsgrundschule Hohenstaufenschule in MindenRodenbeck bei der offiziellen Einweihungsfeier am 6. April 2017. Rund 100 Gäste waren dabei.

Größer, schöner und auf die Zukunft ausgerichtet soll die „neue“ Hohenstaufenschule im Mindener Stadtteil Rodenbeck sein. Nach insgesamt rund drei Jahren Bauzeit haben die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte endlich ihre Schule an der Kuhlenstraße zurück. Und „diese Grundschule ist eine bunte Schule“, stellte Bürgermeister Michael Jäcke in seinem Grußwort fest, das in mehrerlei Hinsicht zutreffe: sowohl auf die Schülerinnen und Schüler, von denen 75 Prozent eine Einwanderungsgeschichte haben, als auch die Schule selbst, die mit vielen Farben innen fröhlich und bunt gestaltet wurde.

Die „neue“ Schule kocht über vor Freude mit der Theatergruppe DaZ

Entstanden ist ein moderner Neubau, der mit ca. 1300 Quadratmetern Fläche neben Klassen- und Differenzierungsräumen sowie der Schulverwaltung auch die neue Mensa, die mittels einer Schiebetür multifunktional genutzt werden kann, beherbergt. Erstmalig wurde an einer Schule die Küche für den Vollbetrieb im Ganztag ausgebaut. Nach der Fertigstellung des Anbaus Anfang 2016 folgten die Sanierungsarbeiten im Hauptgebäude, die im Januar 2017 abgeschlossen werden konnten.

„Wir haben hier in Rodenbeck nun eine moderne, auf die Zukunft ausgerichtete Grundschule, die mit knapp 440 Schülerinnen und Schülern in 18 Klassen zu den größten in Minden gehört“, so der Mindener Bürgermeister weiter. Erwähnenswert sei auch der Anteil der Mädchen und Jungen, die den Offenen Ganztag (OGT) nutzen: 78 Prozent aller Schülerinnen und Schüler, somit 340 Kinder. Trägerin des OGT, in dem rund 20 pädagogische Kräfte arbeiten, ist die Volkshochschule Minden.

Um die 100 Gäste kamen zur offiziellen Einweihungsfeier und spendeten reichlich Applaus für die Beteiligten: Schulleiterin Kathrin Kosiek und die Leiterin des Offenen Ganztags, Ingrid Kawald, verpackten beispielsweise ihre Worte in einen Poetry Slam, an dem auch das Publikum mitwirkte. Der Vorsitzende der Schulpflegschaft, Hartmut Günther, und des Fördervereins, Michael Meister, traten ebenfalls als Duo auf. Auftritte des Schulchors, Tanzvorführungen, des DaZ-Theaters und eine Bauchtanzdarbietung von Schülerinnen ergänzten das Einweihungsprogramm.

Schülerinnen schwangen ihre Hüften zur Einweihungsfeier bei einem Bauchtanz

Denn „Vielfalt ist eine große Chance“, hob Jäcke hervor. Das sehe auch die Schule so, die die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe dazu nutzt, Verständnis und Toleranz füreinander zu entwickeln und zu stärken. Deshalb gebe es eine intensive sprachliche Förderung (90 Kinder mit geringen deutschen Sprachkenntnissen), den Interkulturellen Treff, ein Elterncafé, die Zusammenarbeit mit außerschulischen Lernpartnern, wie zum Beispiel dem Mutterhaus Salem-Köslin, den benachbarten Kitas, dem Herder-Gymnasium, den Mindener Kulturstrolchen, mit Lesepaten und vielen anderen.

An dieser Schule baute die Stadt Minden nun knapp drei Jahre. Denn schon 2010 wurde das Hauptgebäude mit Mitteln des Konjunkturpaketes II energetisch ertüchtigt. Rund 1,3 Millionen Euro seien hier seinerzeit in die Hohenstaufenschule geflossen. Nun kamen noch 3,86 Millionen Euro für den Neubau und rund 410.000 Euro für die Sanierung des Hauptgebäudes hinzu.

Mit wehenden bunten Tüchern verdeutlichte der Schulchor die Vielfalt an der Rodenbecker Schule

Der gesteckte Kostenrahmen wäre dabei eingehalten worden, was Bürgermeister Jäcke lobend hervorhob: „Dieses ist bestens investiertes Geld. Denn jeder Euro, den wir in Bildung und gute Rahmenbedingungen dafür stecken, zeichnet sich um ein Vielfaches aus.“ Damit werde nicht nur die Chancengerechtigkeit verbessert, sondern auch aktiv Integration betrieben.

Bei anschließenden Rundgängen durch den neuen Anbau, der bereits im März 2016 bezogen wurde, und dem sanierten Hauptgebäude konnten sich die Gäste davon überzeugen, dass die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte jetzt gute Rahmenbedingungen haben.

Einfach zum Knuddeln, die Tanzgruppe der Hohenstaufenschule

„Durch die Entfernung eines innenliegenden Treppenhauses und den gleichzeitigen Einbau eines Aufzugs im Hauptgebäude können nun auch die Unterrichtsräume dort barrierefrei erreicht werden“, berichtete der Bürgermeister weiter. Das pädagogische Konzept aus Klassen- und Gruppenräumen sei jetzt in beiden Gebäudeteilen umgesetzt. Alle Klassenräume sind nun freundlich und farbig eingerichtet und auch die Haustechnik wurde auf den neusten Stand gebracht.

„Hier macht das Lernen Spaß“, fasste eine Besucherin zusammen. Zum Abschluss der Einweihungsfeier gab es einen Imbiss, den der Interkulturelle Treff vorbereitet hatte.

Doch die Bauarbeiten an der Hohenstaufenschule sind noch nicht vorbei: Als letzte Maßnahme wird noch einer der alten Pavillons, der parallel zum alten Schulgebäude steht, hergerichtet. Mit dem Abriss der alten Turnhalle soll Mitte bis Ende Mai 2017 begonnen werden, die Neubaumaßnahme im Sommer starten und die Fertigstellung ist für das Ende der Sommerferien 2018 (28. August 2018) geplant.

Doch jetzt haben die Kinder und Lehrkräfte erst einmal Osterferien.

Weitere Informationen zur Offenen Ganztagsgrundschule Hohenstaufenschule in Minden findet man auf der Website www.hohenstaufenschule.de.

Quelle Text und Fotos: Pressestelle Stadt Minden, Hohenstaufenschule


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