Mit Google Zeitreise durch 64 Jahre Musikgeschichte

Google veröffentlicht Music-Timeline, mit der man seine persönliche Songliste zusammenstellen kann

"Music Timeline" von Google führt durch 64 Jahre Musikgeschichte
„Music Timeline“ von Google führt durch 64 Jahre Musikgeschichte

Google wartet jetzt mit einer grandiosen Musik-Zeitleiste auf, der sog. „Google Music Timeline“, mit der man durch Songs aller Genres aus den vergangenen 64 Jahren Musikgeschichte stöbern, in diese reinhören und einzelne Songs als Download kaufen bzw. sich seine eigene Song-Wunschliste zusammenstellen und erwerben kann.

Dazu ruft man einfach die Homepage Music Timeline auf, gleitet dann mit der Mouse über die farbigen Musikgenre-Wellen, wählt eine dieser Wellen aus, z. B. „Rock“, und es erscheint eine Auswahl an Musikalben mit Abbildung der Original-Cover aus dem Genre Rockmusik. Dabei ist im zweiten Schritt die bunte Welle noch in Subgenres unterteilt wie Classic Rock, Hardrock, Progressive/Art Rock usw., die man ebenfalls anwählen kann.

Durch die Auswahl an Musikalben kann man sich nun in Ruhe durchscrollen oder man klickt einfach mal ein Album an. Wir entscheiden uns für das Album „Crazy World“ von den Skorpions aus dem Genre ’80s Rock, klicken auf das Cover-Bild und gelangen direkt zum ausgewählten Musikalbum der Skorpions bei „Google Play“. Hier kann man nun jeden einzelnen Track des Albums in unglaublich gutem Klang abspielen.

Außerdem werden einem alle notwendigen Informationen zum Musikalbum, wie Interpret, Erscheinungsdatum, Plattenfirma, Label, Song-Originallänge, Original-Gesamtlänge und das entsprechende Dateiformat angezeigt. Die Suche nach bestimmten Musiktiteln ist ebenfalls möglich. Google hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet.

Verfügt man über einen Google-Plus-Account, kann man das ausgewählte Album auf Google+ weiterempfehlen, einen Erfahrungsbericht bzw. kurzen Kommentar schreiben und Sterne vergeben, die einzelnen Song-Hörproben auf Google+ teilen (mit der Mouse über die Songleiste gleiten, es erscheinen drei Punkte, wo man draufklicken muss) und/oder das komplette Musikalbum zur Wunschliste hinzufügen (wobei hier nicht auf Anhieb ersichtlich ist, wo man die eigene Wunschliste dann aufrufen kann).

Nun hat man die Qual der Wahl und kann sich praktisch seine eigene Songlist aus Hunderten von Musikalben zusammenstellen. Dazu wählt man das Preisfeld auf der Song-Leiste an – oder wenn man das ganze Album erwerben möchte, das Preisfeld unter dem Album-Titel.

Einziges Manko: Bevor man über „Google Play“ irgendeinen Song erwerben kann, muss man zuerst entweder seine Kreditkartendaten oder den Code der Google-Play-Geschenkkarte preisgeben und den Nutzungsbedingungen von „Google Wallet“ zustimmen, ein Zahlungsverfahren der Google Payment Limited (GPL), eine Tochtergesellschaft der Google International LLC („Google“) mit Sitz in London, die sog. „E-Geld“ ausgibt, das wie folgt beschrieben wird: „E-Geld“ bezeichnet einen elektronischen Wert, den GPL nach Eingang einer Zahlung von Ihnen ausgibt. E-Geld wird im Computersystem von GPL gespeichert und stellt eine Forderung dar, die Sie gegenüber GPL einlösen können. E-Geld ist nicht gleichbedeutend mit einer elektronischen Überweisung. Hat man also erst einmal seine Kreditkartendaten bei Google gespeichert, kann man davon ein sog. „Google Wallet“-Konto eröffnen, worüber man Geld senden und empfangen kann, auch über „Gmail“. Eine Bezahlung mit z. B. PayPal ist hier anscheinend nicht möglich, auch nicht per Überweisung o. a. Zahlmethoden. Sehr bedauerlich.

Wer damit kein Problem hat, den erwartet auf jeden Fall ein Hochgenuss an Musikauswahl und eine spannende Musikreise durch die 50er, 60er, 70er, 80er Jahre bis heute.

Zuguterletzt existiert noch der Button „Meine Musik“, wohinter sich wahrscheinlich die o. g. Wunschliste offenbart. Aber auch hier muss erst einmal den Nutzungsbedingungen, dieses Mal von „Google Play Music“, zugestimmt werden. Mit „Google Play Music“ kann man lt. Pop-up-Fenster Millionen von Songs entdecken, die eigene Musiksammlung hinzufügen und die Lieblingsmusik in Android und über das Web hören. Klar, bei der „Google Music Timeline“ handelt es sich schließlich um ein Web-App. Denn „Google Play“ vermarktet nicht nur Musiksongs, sondern auch Filme, E-Bücher, Geräte (wie das Nexus und Chromebook), Apps und vieles mehr.

Alles in allem ist die Music Timeline eine beeindruckende Sammlung an Musikwerken, die nicht nur Musikstudenten begeistert, sondern an alle gerichtet ist, die einfach mal wieder gute Musik hören möchten.

Na dann, rock on … oder sanfte Töne zur Nacht.

++ UPDATE ++

Google hat die „Music Timeline“ im Oktober 2020 eingestellt.


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