Minden-Lübbecke und Lippe begrüßen Zuschlag zur REGIONALE

OWL wird „Das neue UrbanLand“ und die Kreise Minden-Lübbecke und Lippe bekommen Förderzuschlag des Landes NRW für die REGIONALE 2022 oder 2025

„Urban Land“ und Zukunftskonzept 2025: Lippes Landrat Dr. Axel Lehmann freut sich, genau wie Minden-Lübbeckes Landrat Dr. Ralf Niermann, darüber, dass sein Kreis von der REGIONALE profitieren wird – Foto: Kreis Lippe

Ostwestfalen-Lippe (OWL) steht vor der Aufgabe, die Herausforderungen der ländlichen Räume zu meistern. Da kommt die gute Nachricht aus Düsseldorf gerade recht. Die Region hat einen Förderzuschlag des Landes Nordrhein-Westfalen für die REGIONALE bekommen. Unter dem Titel „Das neue UrbanLand“ können die Kreise Minden-Lübbecke, Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe und Paderborn sowie die kreisfreie Stadt Bielefeld nun die Region stärken und das Lebensumfeld der Menschen verbessern.

„Für uns als Kreis und die gesamte Region wird die REGIONALE ein großer Gewinn sein“, sagt Dr. Ralf Niermann, Landrat des Kreises Minden-Lübbecke. „Wir freuen uns, dass unser Engagement für diese Bewerbung am Ende den erhofften Erfolg hatte.“ Dr. Niermann hatte sich gemeinsam mit Bürgermeistern aus dem Mühlenkreis sowie dem Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung, Oliver Gubela, für die Bewerbung stark gemacht. „Mit der REGIONALE stärken wir weiter unsere Region und verbessern damit das Lebensumfeld der Menschen hier bei uns.“

„Die Ziele des Projektes sind abgestimmt mit den Entwicklungsstrategien, die wir ohnehin vor Ort verfolgen“, ergänzt Wirtschaftsförderer Gubela. „Sie passen zu unserem Konzept ‚Mobiler Mühlenkreis‘ und zu ‚Vital NRW‘ – beides wird von der REGIONALE profitieren und umgekehrt.“ Für den Kreis Minden-Lübbecke ist dieser Zuschlag gleich die zweite gute Nachricht innerhalb einer Woche: Am 10. März 2017 erhielt der Kreis die Förderzusage des Bundes für den Breitbandausbau.

OWL wurde als eine von drei Regionen aus insgesamt sieben Bewerbungen ausgewählt. Das Projektvolumen wird zusammengenommen auf einen dreistelligen Millionenbetrag beziffert. Ob OWL den Zuschlag zur REGIONALE 2022 oder 2025 bekommen wird, entscheidet sich in Kürze.

Auch Lippes Landrat Dr. Axel Lehmann freut sich über die Zusage. „Ein Riesenerfolg und eine große Chance, auch für Lippe.“ Die Fördergelder des Landes NRW werden den sechs OWL-Kreisen und der kreisfreien Stadt Bielefeld für Projekte zur Verfügung stehen. „Bei der REGIONALE spielen viele Themen eine Rolle, die uns auch in unserem Zukunftskonzept Lippe 2025 beschäftigen. Mit den Fördergeldern werden wir sicher einige unserer Ideen zur Zukunft Lippes besser und schneller umsetzen können.“

„Da die Fördergelder zweckgebunden an einzelne Projekte vergeben werden, ist es jetzt an uns, konkrete Maßnahmen und Ideen zu entwickeln, sodass sich auch der Kreis Lippe bei der REGIONALE wiederfinden wird. Wir werden nun die nächsten Schritte angehen, um diese hervorragende Gelegenheit zu nutzen“, so der Landrat des Kreises Lippe weiter.

Mit den REGIONALEN macht die Landesregierung ein bundesweit einmaliges Angebot für interkommunale Kooperation, mit der die Regionen, deren Wirtschaft, der Tourismus und die Mobilität der Menschen vor Ort gestärkt werden sollen. Mit dem nun eingereichten Konzept „Urban Land“ steht vor allem eine bessere Beziehung zwischen Stadt und Land sowie die zukunftsfähige Entwicklung ländlicher Regionen im Vordergrund des OWL-Antrags.

Das Konzept für die Bewerbung hatte die OWL GmbH auch mit Unterstützung aus Lippe erarbeitet, dabei stand die Vielseitigkeit der Region als „Urban Land“ im Vordergrund: Großstädtische Ballungsräume gibt es in der Region nämlich genauso wie lebenswerte Mittelzentren und idyllische Dörfer, industrielle Hochburgen sind genauso vertreten wie kleine und mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe. Eine Mischung, die aufgeht, meint der Kreis Lippe, denn OWL gehöre zu den führenden Wirtschaftsregionen Europas und zu den innovativsten Regionen Deutschlands.

Trotzdem stehe OWL vor der Aufgabe, die Herausforderungen der ländlichen Räume zu meistern und effektiv in die „Marke OWL“ einzubinden. Mit der Idee des „Urban Land“ sei deshalb verbunden, die Kreise und Kommunen gemeinsam mit Hochschulen, Unternehmen, Institutionen, Politik und Verwaltungen in ihren Herausforderungen anzugehen und die Region zu einem bundesweiten Vorzeigemodell für ein „Urban Land“ mit einer facettenreichen wie effektiven Struktur zu entwickeln.

„Die REGIONALEN in NRW haben sich zu echten Rennern entwickelt und sind bundesweit einzigartig. Sie eröffnen der jeweiligen Region vielfältige Möglichkeiten, das Lebensumfeld der Menschen attraktiver zu gestalten. Mit Hilfe der REGIONALEN verbessert sich fast automatisch die Schlagkraft der Regionen. Das große Interesse und die bemerkenswerte Qualität der Bewerbungen zeigen einmal mehr, wie wichtig dieses Format für die Entwicklung der Regionen des Landes ist“, erklärte NRW-Stadtentwicklungsminister Michael Groschek nach der Kabinettsentscheidung.

Die Region OWL hatte sich im Sommer 2016 dazu entschieden, eine Bewerbung für die REGIONALE 2022 oder 2025 abzugeben. In einem kurzen und konzentrierten Prozess, den die OWL GmbH geführt hat, wurde die Bewerbung unter dem Titel „Wir gestalten das neue URBAN LAND“ erarbeitet. Aus dem Kreis Minden-Lübbecke sind vor allem Impulse zum Thema Mobilität mit eingeflossen.

OWL will mit der REGIONALE einen integrativen Prozess in Gang setzen und ungleiche Entwicklungen in OWL ausgleichen, Entwicklungskerne der Region stärken und optimieren und insbesondere auch die Herausforderungen der ländlichen Räume der Region in den Blick nehmen. Es geht um die konstruktive Gestaltung der Stadt-/Umlandbeziehungen zum wechselseitigen Nutzen. Ziel ist es, die positiven Entwicklungsdynamiken der aktuellen Regionalentwicklung – etwa auch des „Spitzenclusters it’s OWL“ – für die Gesamtentwicklung der Region Ostwestfalen-Lippe zu nutzen und gleichzeitig den städtischen Bereichen Impulse aus den ländlichen Räumen zu geben.

Quelle: Pressestellen Kreis Lippe und Kreis Minden-Lübbecke, Land NRW


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