„Minden ist im kulturellen Bereich gut aufgestellt“

Ministerin Ute Schäfer besuchte lokale Kunst- und Kulturszene in Minden und stellte das neue Kulturfördergesetz NRW vor

Kulturministerin Ute Schäfer und Michael Buhre
Kulturministerin Ute Schäfer stellt Mindens Bürgermeister Michael Buhre das neue Kulturfördergesetz NRW vor

Kulturministerin Ute Schäfer besuchte in dieser Woche die Stadt Minden. In den Ateliers des „Fach-Werks“ bekam die Lipper Sozialdemokratin aus Detmold einen Einblick in die vielfältige lokale Kunst- und Kulturlandschaft. Einige Künstler öffneten ihre Türen und zeigten ihre Arbeiten.

Gesprochen wurde nicht nur über Bilder und Skulpturen, das neue Kulturfördergesetz (KFG), das im Dezember 2014 in Kraft getreten ist, wurde ebenfalls diskutiert. Nordrhein-Westfalen ist das erste Bundesland, das eine allgemeine gesetzliche Regelung für die Kulturförderung festschreibt. Inhaltlich geht es bei dem Gesetz darum, Ziele, Schwerpunkte und Grundsätze der Kulturförderung zu definieren. Dabei wird auf drei Kernpunkte gesetzt: Förderung von Kunst, kulturelle Bildung und kulturelles Erbe.

Das Land NRW will die Zusammenarbeit mit den Kommunen stärken, so Ute Schäfer – Amtsleiterin des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Eine Säule dafür wird die kommunen-übergreifende Kulturentwicklungsplanung sein. Damit Kulturinstitute sicher planen können und konstant unterstützt werden, sind gemeinsame Fördervereinbarungen wichtig.

„Kultureinrichtungen müssen Rückenwind bekommen und sollen nicht ausgebremst werden“, fasst die 61-jährige zusammen. Auch als Stärkungspaktkommune wird bei der freiwilligen Leistung Kultur nicht der Rotstift angesetzt, betont Bürgermeister Michael Buhre.

Das Kulturkonzept der Stadt Minden beschreibt zwei wesentliche Förderschwerpunkte. Auf der einen Seite steht die Unterstützung der Kulturarbeit, auf der anderen soll allen Menschen die Teilhabe an Kultur ermöglicht werden. Kulturelle Bildung, Integration und die Gestaltung des demografischen Wandels prägen Mindens kulturelles Profil. Im Mittelpunkt stehen Kinder und Jugendliche. Durch Kooperationen zwischen Kultur und Schule sind in den vergangenen Jahren alle Kinder erreicht worden. Beispielhaft für die passgenaue Zusammenarbeit sind das Projekt „Community Dance“ oder die Kulturstrolche.

Atelier Fach-Werk
Ministerin Schäfer in Gespräch mit Mitgliedern und Künstlern des Ateliers „Fach-Werk“ in Minden

Theaterpädagogik spielt bei der kulturellen Bildung auch eine wichtige Rolle. Das Mindener Stadttheater bietet drei Abos für Kinder und Jugendliche an. Dadurch werden alle Jahrgangsstufen erreicht. „Bei den Kinderabos haben wir eine Platznutzung von 98 bis 99 Prozent“, unterstreicht Andrea Krauledat, Intendantin am Stadttheater. Auch schon im Kindergartenalter werden die Kleinen an das Theater herangeführt, denn in Minden soll jedes Kind einmal damit in Berührung kommen.

Geklappt hat das bei dem Projekt „Kooperationsschule„. In Zusammenarbeit mit der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule ist das Stück „Romeo und Julia – Out with love“ entstanden. Abiturstoff modern vermittelt und von Jugendlichen erzählt, bekam es viel Lob und wird auch beim kommenden Integrations-Festival auf der Bühne inszeniert.

Zum Abschluss des Besuches stellt die Kulturministerin fest: „Minden ist im kulturellen Bereich gut aufgestellt.“

Quelle Text und Fotos: Pressestelle Minden


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