Minchen platzte aus allen Nähten – René Noçon sang vor seinen Heimatfans

TVOG-Sänger René Noçon aus Hamburg sorgte für eine rappelvolle Szenekneipe in der Fürstenstadt Bückeburg

Rene Nocon Titelbild
Sänger Renè Nocon überzeugte seine Heimatfans mit deutsch und englischem Rock und Pop – Fotos: onm

Das Bückeburger „Minchen“ im Ausnahmezustand: Sänger René Noçon aus Hamburg, bekannt für seine Auftritte bei The Voice of Germany (TVOG) vergangenen Jahres, sorgte gestern Abend in seiner Heimatregion Schaumburg für einen rappelvollen Laden und sang sich in die Herzen seiner Freunde, Familie und Fans.

„Wir waren schon immer davon überzeugt, dass René internationales Format hat“, meinen seine ehemaligen Bandmitglieder Christoph und Alex, beide Gitarristen der 1991 bis 1995 bestehenden Band „Simon Faints“ (frei übersetzt: Simon in Ohnmacht). Damals tourten sie mit René durch fast hundert regionale Kneipen, bis hin nach Norddeutschland wie Bremen und Kassel. „Wenn man den Fokus in der Musikindustrie aufs Alter legen würde, wäre René der Mensch, der ganz viele ansprechen würde.“

Der Lidl-Parkplatz und alle Nebenstraßen sind zugeparkt, die Szenekneipe „Minchen“ in der Fürstenstadt Bückeburg bis in die kleinste Ecke ausgebucht, und es wollen gegen 21 Uhr noch mehr Leute rein, um ihren Schaumburger Jung‘ zu sehen und zu hören. Man hört ihn schon von draußen, den René Noçon, gebürtigen Bad Eilsener, wie er mit seiner Stimme, Akustikgitarre und der E-Gitarre seines Hamburger Kiez-Freundes Dennis die Menge zum Jubeln bringt.

Dennis aus Hamburg
Kiez-Freund Dennis aus Hamburg begleitete René auf seiner E-Gitarre

Denn sie sind alle gekommen, die Bückeburger, die Stadthägener, die Hamburger, die Bad Eilsener Fans, Freunde und Familie. Alle haben sie seine Gesangsauftritte in der Castingshow „The Voice of Germany“ im Fernsehen verfolgt, wo René mit seinen speziellen „Ding Dongs“, wie sein Coach „Samu“ sich ausdrückte, es bis ins Halbfinale schaffte. Er wurde zwar von der Jury und dem Publikum nicht zur Stimme Deutschlands gekürt, nahm den kurzzeitig öffentlichen Erfolg jedoch zum Anlass, seine Musikerkarriere weiter auszubauen. So zierten auch Samstagabend zwei Plakate von TVOG die Bühnenwände.

Seinen gestrigen Auftritt gemeinsam mit Gitarrist Dennis aus Hamburg hatte er Minchen-Betreiber Fabian Hahn zu verdanken – einer seiner ehemaligen Arbeitgeber in Bückeburg, als René noch am Zapfhahn stand, um seine Brötchen zu verdienen. Sein Glanz in den Augen verriet, dass er sehr glücklich und stolz war, ihn in seiner Szenekneipe so erfolgreich zu sehen.

Mit seinem E-Gitarristen Dennis verbindet René eine lange Freundschaft, verrät er während seines Auftritts. „Dennis muss die Sachen machen, die ich nicht kann, zum Beispiel Gitarre spielen“, sagte er mit einem Schmunzeln.

Und sein treues Publikum war begeistert, sang fast jeden seiner Songs mit, wie „Schweigen ist Silber“, „Kartenhaus“ und „Das Gold von Morgen“, und brachte ihre Smartphones und Digicams zum Glühen. Vor allem Anke aus Hamburg, die bei TVOG immer wieder eingeblendet wurde, und Johanna, die Renés Auftritte nicht nur im Hamburger Kiez begleiten, waren aus dem Häuschen.

Publikum von Rene Nocon
Das Heimspiel von René ließ das Minchen in Bückeburg aus allen Nähten platzen

„Wer kennt den Hamburger Kiez?“, fragte René ins Publikum und etliche meldeten sich. „Und welcher Mann war schon mal da?“, fragte er weiter, zwei Männer rissen die Arme hoch, und René lachte. Ein Insider-Witz.

Auch Simone und Nils aus Stadthagen kennen René von früher, verrieten sie am Bartisch. Überhaupt, egal, wen man sprach an dem Abend, irgendwie kennt jeder diesen „smarten Burschen“ aus Bad Eilsen. Da verwundert es schon, dass er erst durch TVOG seinen großen Durchbruch erlang.

Nach einer Pause, die seine Fans nutzten, um Autogramme zu horten, zogen René und Dennis dann andere Seiten auf: „Under the Bridge“ von Red Hot Chili Peppers, „Nothing else matters“ von Metallica und andere Softrock-Songs hallten durch den Raum. Mit rauer Stimme – hier weiß man nicht, ob es an den Bierchen vom Gastgeber lag oder seine Stimmbänder langsam versagten – gab René sein Bestes.

Doch zogen jetzt viele Gäste vondannen, das Minchen leerte sich langsam. Dabei standen ihm englische Songs viel besser als der deutsche „Nuschelkram“, fiel uns und der 80er Generation auf, die jetzt erst in Stimmung kam. So war halt für jedes Alter was dabei.

Irgendwann musste dann aber doch Schluss sein. René schüttelte seinen letzten Heimatjoker aus dem Ärmel und rief laut: „(R)Aus Ihr Säcke.“ Und das Publikum erwiderte in gleicher Lautstärke: „Raus du Sack.“ „Zickezacke, Zickezacke, hoi, hoi, hoi.“ Nach einem ausgiebigen Applaus folgte ein Abschluss-Song.

Verschwitzt und glücklich machten René und Dennis die Bühne frei und packten ihre Instrumente zusammen. Heute ziehen sie schließlich weiter. Denn der nächste Auftritt in Köln wartet schon.

Und die Familie Noçon wollte auch langsam nach Hause. Sie haben ja den ganzen Abend über mitgefeiert. Die Eltern Leni und Bernd, sein Bruder Frank und dessen Sohn Luk sowie René konnten wir schlussendlich noch zu einem Familienfoto überreden. Denn wer weiß, wann wir sie wieder alle auf einmal in unserer Region zu Gesicht bekommen.

Familie Nocon
Familie Noçon stand ihrem „Schützling“ bis zur letzten Minute des Auftritts zur Seite – von links: Vater Bernhard, Frank’s Sohn Luk, Mutter Leni, René, Bruder Frank

René und seinen Musiker- und Kiezfreunden wünschen wir auf jeden Fall weiterhin viel Glück, Spaß und Erfolg auf all ihren Wegen, wo auch immer es sie hinführen wird. Aber jetzt zu unserer Bildergalerie:

Alle unsere Berichte über René Noçon, wie auch über seinen Bruder Frank Noçon, der René auf seinen Konzerten begleitet und die PR steuert, finden Sie hier übersichtlich.
Informationen zur Musik von René Noçon finden Sie auf der Homepage.
Zum Internetauftritt der Szenekneipe Minchen geht es hier entlang.


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