MerQury – You’ve rocked us

Queen Tribute Band "MerQury" auf der Gourmetmeile 2015 in Minden holte Ikone Freddy Mercury einen Liveauftritt lang auf die Erde zurück

MerQury Titelbild
Frontmann Johnny Zatylny gab Ikone Freddy Mercury stimmlich wie in seinen Gesten und Verkleidungen würdig wieder – das Zusammenspiel als Queen Tribute Band “MerQury” riss aus den Socken – Fotos: onm

Der Liveauftritt der Musikband “MerQury” übertraf alle Erwartungen der Besucher auf der Mindener Gourmetmeile 2015. Frontmann Johnny Zatylny in Zusammenspiel mit der Band aus Dresden vermittelte einen gesunden Hauch von dem, wie die Kultband “Queen” in ihrer Besetzung in den 70er Jahren auf der Bühne gerockt haben muss.

Sein exzentrisches Auftreten mit den verschiedensten Gesten und Verkleidungen erinnert schon stark an die 1991 verstorbene Ikone Freddy Mercury, was man so aus TV-Mitschnitten kennt. Der kanadisch-stämmige Sänger Zatylny kam auch stimmlich seinem Vorbild sehr nahe. Insbesondere beim Song Who Wants to Live Forever, der durch die Highlander-Filme bekannt wurde, kam Gänsehaut auf.

MerQury
MerQury rockte Samstagnacht die Gourmetmeilen-Bühne in “Queen-Manier”

Echte Queen-Fans – vor allem die, die die Kultband mit Mercury an der Seite damals live erlebten – lassen sich natürlich durch falsche abstehende Zähne, die Freddy prägten, sowie Lockenperücke des “Brian May-Doubles” nicht täuschen. Letztgenannte Besetzung war zudem nicht der Original-Gitarrist von MerQury, sondern eine Berliner Vertretung von Thomas Engelmann, der wegen eines Herzinfarkts nicht mitspielen konnte. Dennoch schafften es die fünf Musiker, Jung, Mittel und Alt mit ihren Interpretationen der bekanntesten Queen-Songs vergangenen Samstag auf der Gourmetmeile in Minden zu überzeugen, die unter dem Motto “Minden Royale” schon ziemlich königlich zuging (siehe Vorbericht).

Auch wenn anscheinend defekte Boxenkabel für ein Dauerrauschen sorgten, ließ sich MerQury nicht beirren, rockte unermüdlich die Bühne und riss die Besucher mit einer perfekten Bühnenshow bei absolut sauber gespielten Klängen mit. Auch (oder eben gerade) nach 25 Jahren Bühnenerfahrung gingen die Jungs ab wie Zunder.

Kinder bei MerQury
Bei “Radio Gaga” heizten die drei reizenden Mädels auf der Bühne mit Klatschern das Publikum an

Das weiß auch Christel. Die über 60-Jährige ist seit den 70er Jahren Queen-Fan, konnte aber aufgrund der Familienplanung (Mutter von zwei Kindern) nie in den Genuss kommen, die “echte” Kultband live zu erleben. Wie ernst es ihr ist, zeigen ihr Tattoo auf dem Arm und ihr “goldener Freddy” an der Halskette. Sie freute sich sehr über den Auftritt von MerQury: “So bekomme ich wenigstens einen Eindruck davon, wie Freddy damals abgegangen sein muss.”

Queen-Fan Christel Tattoo
Christel zeigt mit ihrem Tattoo, wie sehr ihr Freddy Mercury und die Musik von Queen am Herzen liegt
Frontmann MerQury
Sänger Johnny stellte bei “I want to break free” ganz in Freddys Sinne die Frau in ihm zur Schau

Nicht nur beim Song “Radio Gaga” zeigten die Bandmitglieder, wie wichtig ihnen ihr Publikum ist, die sie das ganze Konzert über mit einbezogen. Kurzerhand holten sie Kinder auf die Bühne, die ordentlich im Takt mitklatschten. Bei “We will rock you” blieb gar nichts anderes übrig, als die Arme hochzureißen.

Den Lacher der Männer hatte Frontmann Johnny bei “I want to break free” auf seiner Seite – denn wer kennt es nicht, das Musikvideo, wo Freddy Mercury in Frauenkleidung mit Mini-Lederrock den Staubsauger schwingt. Johnny coverte das Outfit perfekt und ließ es sich nicht nehmen, an den falschen Brüsten herumzufummeln und durch die schwarzen Kunsthaare zu streichen.

We are the Champions, The Show must go on und Soloparts jedes Bandmitglieds rundeten das Konzert ab. Bassmann Volker Kaminski wirbelte mit seinem Bass wie ein durchgeknallter Holländer auf der Bühne. Und Norbert Munser machte nicht nur hinter dem Keyboard eine gute Figur, sondern bespielte auch sein Schweißtuch wie eine Luftgitarre.

Vor allem Schlagzeuger Falk Möckel ließ mit seinen getriggerten Drums die Erde beben:

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Was die Gourmetmeile betrifft, die aufgrund der Dauerbaustelle in der Innenstadt auf den Simeonsplatz vor dem Preußen-Museum verlegt wurde, hörte man von vielen Seiten, dass der kreisrunde Gesamtaufbau “viel gemütlicher als in der Innenstadt” war und damit “familiärer” wirkte – das könne man jedes Jahr so machen. Hier haben die Veranstalter (Minden Marketing GmbH) in Zusammenarbeit mit der Stadt und den Gastronomiebetrieben großartige Arbeit geleistet.

Tatsächlich haben auch wir bis 1 Uhr nachts bei netten Gesprächen unterm runden Zeltdach in der Mitte verbracht – die laue Sommernacht trug ja ebenfalls ihren Teil dazu bei. Die royalen Köstlichkeiten der Mindener Gastronomie haben wir zwar nicht probiert, dafür genossen wir die teils romantischen Standdekorationen und bewunderten die großen Kronleuchter.

Für ein unvergessliches Erlebnis sorgte aber nun mal der Headliner am Samstagabend: MerQury – du hast uns gerockt! Kannst ruhig öfters in Minden oder Umgebung vorbeischauen. ;o)

Nun aber zu unserer Bilderstrecke:


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