M.I.T. Innovationszentrum für Jungunternehmer kommt in Minden

Ehemaliges Gewerkschaftshaus wird 2018 zum Mindener Innovations- und Technologiezentrum - auch "WFS inter@ktiv" will jungen Menschen Einstieg in die Selbstständigkeit erleichtern

Ein Ort, an dem Jungunternehmer ihre berufliche Zukunft in modernem Umfeld planen und sich austauschen können – in 2018 soll das Mindener Innovations- und Technologiezentrum eröffnet werden

Jungen Existenzgründern neue Impulse geben – das möchte die Weserstadt Minden ab 2018 mit ihrem geplanten Mindener Innovations- und Technologiezentrum. Entstehen soll das Zentrum für innovative Jungunternehmer aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft im ehemaligen IG Metall-Gewerkschaftsgebäude bzw. am aktuellen Sitz der Mindener Hafen GmbH.

Zukünftig will die Stadt Minden bei der Gründung junger Unternehmen helfen. Sie orientiert sich dabei an das Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, einer bekannten Hochschule in den USA. Diese stehe für modernste Forschung und Entwicklung in unterschiedlichen Bereichen. Außerdem hätten sich dort viele Hightech-Firmen angesiedelt, bei denen Universitätsabsolventen arbeiten wollen. Denn Gründergeist und kreative Ideen seien dort greifbar und stünden an oberer Stelle.

Da Existenzgründung und zukunftsweisende Entwicklungen auch in Minden hoch im Kurs stünden bei überwiegend Studenten/Absolventen der Fachhochschule Bielefeld „Campus Minden“, werde dies voraussichtlich im kommenden Jahr durch das Mindener Innovations- und Technologiezentrum, kurz: M.I.T., möglich gemacht.

Was wird das M.I.T. anbieten?

Das M.I.T. wird Jungunternehmern einen Ort bieten, an dem sie ihre Ideen in die Tat umsetzen können. Sobald fertiggestellt, gilt es hier, Netzwerke zu knüpfen, Wissen zu teilen und Synergien zu nutzen. „Gründer und Start-ups würden über die Geburtsphase ihrer Unternehmensgründung hinaus durch Beratungs- und Coaching-Angebote unterstützt“, betont Sigrun Lohmeier, Wirtschaftsförderin bei der Stadt Minden und kommende Geschäftsführerin des Fördervereins M.I.T. e.V.

Das Innovationszentrum soll als Impulsgeber für eine innovative und nachhaltige Entwicklung in der Stadt Minden und der Region wirken sowie Existenzgründungen vorantreiben und beleben. Als Netzwerkknoten bündele es Angebote, Potenziale und Kompetenzen rund um die Themen Gründung und Innovationsförderung. Hier sollen Akteure aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft zusammengebracht werden und sich austauschen können.

Mobile Trennwände sollen vermutlich angemessenen Abstand zum Nachbar-Start-up wahren

Damit der Einstieg in die Selbstständigkeit so leicht wie möglich falle, würde das M.I.T. eine „Unternehmer*innen-Schule“ anbieten. Sie gebe umfassende Einblicke in Themen wie Strategie, Management, Marketing oder Personal. Feste Sprechzeiten von Kreditinstituten, Steuerberatungsbüros und anderen Institutionen sowie individuelle Coaching-Angebote durch die sogenannten „Business-Angels“ stünden als Service- und Dienstleistungen ebenfalls zur Verfügung.

Auch eine passende Arbeitsatmosphäre soll im M.I.T. hergerichtet werden: ein ansprechender Empfangsbereich mit Lounges und Meeting-Points sowie Coworking-Areas zum Netzwerken. Dieser soll eine besonders flexible und mobile Einrichtung bekommen und dadurch an unterschiedliche Bedürfnisse angepasst werden. An Rückzugsbereiche werde auch gedacht: In kleinen, schallisolierten „Think Tanks“ (den sogenannten „Besprechungs-Eiern“) werde es möglich sein, konzentriert zu arbeiten. Ort der Begegnung und Treffpunkt für den gemeinsamen Austausch wäre die Kaffee-Bar. Günstige Mietoptionen würden es zudem möglich machen, Büroraum, einzelne Arbeitsplätze und Besprechungsräume zeitlich flexibel zu mieten.

Wo entsteht das M.I.T.?

Seinen Platz soll das M.I.T. im Gebäude der Mindener Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (MEW) im Simeonscarré 2 finden, dem ehemaligen Sitz der IG Metall Minden, die in die weiße Villa am Brückenkopf umzog (siehe unser Bericht), und aktuellem Sitz der Mindener Hafen GmbH (Baugesellschaft RegioPort Weser).

„Hier gibt es für die Jungunternehmer und -unternehmerinnen eine sehr gute Verkehrsanbindung und die Innenstadt ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar“, unterstreicht Bürgermeister Michael Jäcke.

Kosten / Förderwege für das M.I.T.

Das Mindener Innovations- und Technologiezentrum sei – wie die meisten Gründerzentren – grundsätzlich nicht auf Gewinn angelegt, so die Stadt Minden. Das bedeute, dass für die Anlaufphase bei Auslastung um die 30 bis 50 Prozent mit einem jährlichen Verlust von rund 240.000 bis 270.000 Euro gerechnet werde. Im Vollbetrieb bei einer 90-prozentigen Auslastung könne sich der Verlust auf 185.000 Euro jährlich belaufen, erklärt Mindens Bürgermeister.

Andersherum könne sich das M.I.T. aber positiv auf die Steuereinnahmen, beispielsweise die Gewerbe- oder Einkommenssteuer, auswirken. Außerdem lasse sich der Imagegewinn für die Stadt Minden und die Region nicht in Euro bemessen, sei aber dennoch ein „sehr wichtiger Faktor für die Entscheidung, das M.I.T. zu realisieren“, hebt Jäcke hervor.

Ein moderner Konferenzraum, wie es sich das Hessische Planungsbüro EHS aus Lohfelden vorstellt

Der Haupt- und Finanzausschuss habe jedenfalls in seiner Sitzung am 25. September 2017 die Zustimmung gegeben, dass die Stadt Minden als Gründungsmitglied zum „Förderverein Mindener Innovations- und Technologieinitiative e.V.“ beitreten kann. Dieser werde gegründet, um weitere Unterstützer für das Projekt zu gewinnen und Drittmittel anzuwerben.

Der Förderverein werde das Ziel verfolgen, Wissenschaft und Forschung zu fördern und die Berufsbildung von Existenzgründern und Start-ups zu unterstützen. Eine Aufgabe wäre der Abschluss von Forschungskooperationen mit der FH Bielefeld. „Die Vereinsmitglieder sollen den Ideenaustausch ankurbeln und sich nach innen und außen vernetzen“, so Lohmeier.

Geschichte zum M.I.T.

Der Weg zum M.I.T. begann 2013 mit einem Runden Tisch, erklärt die Stadt Minden. Daran saßen die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostwestfalen zu Bielefeld, die Kreishandwerkerschaft Wittekindsland, der Handelsverband Ostwestfalen-Lippe, der Kreis Minden-Lübbecke, die Volksbank Mindener Land und die Sparkasse Minden-Lübbecke, das Amt pro Arbeit (Arbeitsvermittlung des Jobcenters Minden), die Agentur für Arbeit Minden, die MEW als hundertprozentiges Tochterunternehmen der Stadt Minden, die FH Bielefeld Campus Minden sowie die Wirtschaftsförderung der Stadt Minden.

Eine Bestandsaufnahme machte damals deutlich, dass die Nachbetreuung von Gründerinnen und Gründern ausgebaut werden sollte. Probleme machen unter anderem fehlende kaufmännischen Qualifikationen, insbesondere die steuerlichen Aspekte und die Liquiditätsplanung. Außerdem fehle ein Ort, an dem alle Angebote gebündelt zu Verfügung stehen.

Der Empfangsbereich des M.I.T. soll mit Lounges und Meeting-Points sowie Coworking-Areas zum Netzwerken ausgestattet werden

Vor diesem Hintergrund entstand 2014 ein Projektteam, bestehend aus angehenden Wirtschaftsingenieuren am „Campus Minden“, auf deren Initiative die Idee des M.I.T. entstand. Ein Semester lang haben sie an Konzepten gearbeitet, um die Idee anzukurbeln. Beeindruckt von den Abschlusspräsentationen der Studierenden erklärte sich Ex-Bürgermeister Michael Buhre zum damaligen Zeitpunkt dazu bereit, sich „Gedanken um die Realisierung eines solchen Zentrums in Minden zu machen“ (siehe Bericht FH Bielefeld).

Der amtierende Mindener Bürgermeister Jäcke hat die Idee quasi übernommen und wird sie – zusammen mit allen Beteiligten – voraussichtlich im nächsten Jahr durch Eröffnung des M.I.T. realisieren.

Quelle Text und Fotos: Pressestelle Stadt Minden, Planungsbüro EHS, Umformulierung/Ergänzung: OctoberNews

Genau das Richtige für „WFS inter@ktiv“!

In eigener Sache: Da hatte ich, Namira McLeod, als Redakteurin von OctoberNews, Wahl-Mindenerin und Selbstständige, die in Minden vergeblich Unterstützung sucht seit 2013, wohl eine Eingebung. Denn Mitte August 2017 fragte ich bei der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg an, ob diese Förderungen für Existenzgründer anbiete für die Erstellung einer Website (zum Beispiel in Zusammenhang mit einem genehmigten Businessplan für die beabsichtigte Selbstständigkeit).

Denn ohne eine ordentliche, moderne, auf allen Endgeräten funktionierende (responsive) Website geht heutzutage gar nichts im „Selbst-und-ständig-Geschäft“.

Als ich auf offene Ohren stieß, begann ich, meine Website „SCHREIBBÜRO inter@ktiv“ in „WFS inter@ktiv“ umzutaufen und ihr ein modernes Design zu verpassen – wobei „WFS“ ab sofort für Webdesign, Fotografie und Schreibbüro steht. Meine Dienstleistungen habe ich also erweitert, weil ich finde, dass diese prima zusammenpassen und ich eh über 14 Jahre Erfahrung auf den Gebieten habe (genau genommen: über 14 Jahre Schreibservice für Rechtsanwälte, Patentanwälte und Unternehmer, rund fünf Jahre digitale Fotografie, über 25 Jahre Webdesign).

Das „WFS inter@ktiv“ in Minden steht für Responsive Webdesign, Fotografie aus der Region und einen bundesweiten Schreibservice – Logo: onm

Ab sofort spezialisiere ich mich also auf die Erstellung von Responsive Webdesign mit WordPress für Existenzgründer, das ich schon ab 350 Euro anbiete. Passende Fotos aus Minden und Umgebung können den Internetauftritt ergänzen, gelieferte Texte auf Herz und Nieren und vor allem Rechtschreibfehler geprüft und korrigiert werden. So können sich Jungunternehmer*innen auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren. Alle Informationen findet man unter www.schreibbuero-web.eu.

Davon abgesehen bin ich total begeisterungsfähig, was neue Technologien angeht – unterstütze daher das Projekt „M.I.T.“ von ganzem Herzen. Und wer weiß, vielleicht tauge ich auch als „Business-Angel“. 🙂


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