LWL-Preußenmuseum Minden lädt zu Bürgerveranstaltung ein

LWL präsentiert am 29. Januar 2018 in einer öffentlichen Bürgerveranstaltung neues Konzept für das Mindener Preußenmuseum - Neueröffnung in 2018 geplant

Das neue Ausstellungskonzept und Veranstaltungsprogramm des LWL-Preußenmuseums Minden lässt darauf hoffen, dass das Museum noch dieses Jahr für Besucher freigegeben wird – Archivfotos: onm

Nach über vier Jahren Umstrukturierungspause präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe am 29. Januar 2018 ab 18.30 Uhr in einer öffentlichen Bürgerveranstaltung das neue Konzept für das LWL-Preußenmuseum Minden und gibt das Veranstaltungsprogramm 2018 als Einstimmung auf die bevorstehende Neueröffnung des Museums bekannt. Interessierte sind eingeladen, vor Ort mehr über die neue Gestaltung des Museums zu erfahren.

Seit 1. Januar 2014 stehen interessierte Museumsbesucher vor verschlossenen Türen. Letztmalig durften sie Mitte Mai 2015 im Rahmen des Internationalen Museumstages einen Blick in das ehemals lautende „Preußen-Museum Minden“ wagen vor dem Umbau (siehe unser Bericht). Denn im Januar 2016 übernahm der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) von der Gesellschaft zur Förderung des Preußen-Museums NRW in Minden e.V. die Führung. Seitdem änderte sich nicht nur der Name auf „LWL-Preußenmuseum Minden“, sondern das Museum gehört nun dem Verbund der LWL-Museen an und befindet sich in Neukonzeption. Geplant war die Neueröffnung der Museumsausstellung für 2017, die jedoch auf 2018 verschoben wurde.

Nun ist es fast soweit: Erstmals erhalten die Mindener Bürgerinnen und Bürger sowie interessierte Museumsliebhaber in einer kostenfreien Informationsveranstaltung Einblick über den aktuellen Stand des neuen Ausstellungskonzepts.

Ziel der Neukonzeption sei es, „ein differenziertes Preußenbild zu vermitteln und die heutige Relevanz des Themas durch unerwartete Gegenwartsbezüge sichtbar zu machen“, so der LWL. Was auch immer die Organisatoren damit meinen, werden sie dies vermutlich in der Info-Veranstaltung erklären. Auf jeden Fall soll das Thema Preußen am authentischen Ort, also in der historischen Defensions-Kaserne von 1829 auf dem Simeonsplatz in Minden, in der sich das Preußenmuseum und Veranstaltungsräume befinden, auf „innovative Art“ präsentiert werden.

Karl Dittmar, Stellvertretender Vorsitzender des LWL-Kulturausschusses und Mitglied der LWL-Landschaftsversammlung, wird die Gäste am Montagnachmittag zunächst begrüßen. Nach Einführungsworten von LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger werden die Entwürfe vorgestellt von Johann Jörg, Dozent und Szenograf, Studiengang Bühnenbild Szenischer Raum der TU Berlin und Studierende.

Genauer wurde das Konzept erarbeitet durch Prof. Gerhard Kilger, ehemaliger Direktor der DASA (Arbeitswelt-Ausstellung in Dortmund, freier Künstler und Berater für Museen, Ausstellungen, Szenografie, Kunst, Kreativität und PUSH – Public Understanding of Science) zusammen mit Dozenten und Studierenden des Fachbereichs Bühnenbild Szenischer Raum der Technischen Universität Berlin. In gemeinsamen Workshops haben sie Entwürfe für die neue Dauerausstellung erstellt.

Diese Entwürfe und die daraus hervorgegangene Grundlage der Neupräsentation können im Rahmen der Veranstaltung angeschaut und von Studierenden erläutert werden.

Anschließend geht es in die Podiums-Talkrunde. Zahlreiche Teilnehmer stellen ihre Ideen zum neuen Konzept des Hauses vor und blicken gemeinsam in das Jahr 2018, und zwar: Dr. Rüschoff-Parzinger, Carsten Reuß (Leiter des LWL-Preußenmuseums Minden), Ingrid Fisch (Leiterin der Kunstvermittlung im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster), von der Melitta-Gruppe Markus Zeyen (Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung des LWL-Preußenmuseums Minden e.V.) und Katharina Roehrig (Mitglied des Vorstands).

Als weitere Gesprächspartner werden auf der neuen Website des Mindener Preußenmuseums genannt: Regina-Dolores Stieler-Hinz (Beigeordnete für Bildung, Kultur, Sport und Freizeit der Stadt Minden), Jörg Stasche (Vorstandsmitglied der Fördergesellschaft Preußenmuseum), Dr. Hermann Arnhold (Direktor LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster) sowie Prof. Dr. Kilger.

Im Anschluss können auch Fragen aus dem Publikum gestellt werden.

Dann wird es noch mal spannend: Die LWL-Kulturdezernentin wird das neue Veranstaltungsprogramm 2018 vorstellen, das im Zusammenwirken mit der Gesellschaft zur Förderung des LWL-Preußenmuseums Minden e.V. entstanden ist. Das Programm soll auf die im Verlauf dieses Jahres geplante Neueröffnung des Museums einstimmen.

Moderiert wird die Veranstaltung im Übrigen von Heike Herold, Referentin der LWL-Kulturabteilung.

Veranstaltungsort:
LWL-Preußenmuseum Minden
Simeonsplatz 12, 32427 Minden (Google Maps)

Bis zur Neueröffnung des Museums bleibt der Ausstellungsbereich des Mindener Preußenmuseums geschlossen, aber es finden weiterhin Sonderveranstaltungen und Konzerte in dem Gebäude statt.


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