Liberale Fraktion Minden begrüßt SBM-Maßnahme gegen wilden Müll

Kampagne der SBM gegen Müll in der Stadt Minden geht in die zweite Runde - verstärkt gegen Hundekot - Bastau ist immer noch vermüllt

„Hundernis“, „Absatzfalle“ und „Reststätte“ sind nur drei von zahlreichen Motiven, die Betriebsleiter Peters Wansing (li.) und sein Team von den Städtischen Betrieben Minden in den letzten Monaten plakatierte gegen wilden Müll und Dreck auf Wegen, Straßen und in der Natur – Archivfoto: Stadt Minden

Im April dieses Jahres starteten die Städtischen Betriebe Minden (SBM) unter dem Motto „Du bist deine Stadt. Bleib sauber!“ eine Plakat-Kampagne gegen wilden Müll. Die Liberale Fraktion im Rat der Stadt Minden (FDP Stadtverband Minden und Piratenpartei) begrüßt die Maßnahmen der SBM und sieht ein Umdenken unter den Bürgerinnen und Bürgern.

„Die Bürgerschaft nimmt durch die Plakat-Aktionen die Müllablagerungen, Zigarettenkippen und den Hundekot deutlicher wahr – dadurch entsteht ein anderes Bewusstsein für die Sauberkeit in unserer Stadt“, meint FDP-Fraktionsvorsitzender Jörgen Happel.

Auch Frank Tomaschewski, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Liberalen Fraktion Minden, sieht eine positive Entwicklung: „Die Plakate in der Stadt Minden haben in den letzten Monaten erheblich auf die ‚Sauberkeitsprobleme’ aufmerksam gemacht. Nun wird auch in der Öffentlichkeit die Arbeit der Mitarbeiter/innen der Müllabfuhr und der Stadtreinigung verstärkt wertgeschätzt.“

Wobei sich beide Fraktionsvorsitzenden wahrscheinlich auf die Pressemeldung der Stadt Minden vom 15. Oktober 2018 beziehen:

SBM-Kampagne geht in die zweite Runde

Das SBM-Plakat „Tütenwunder“ soll Frauchen und Herrchen daran erinnern, den Kot ihrer Lieblinge zu entsorgen

In Minden seien die größten ‚Sauberkeitsprobleme‘ wilde Müllablagerungen am Straßenrand, Verpackungsabfälle, Zigarettenkippen, Hundekot und Kaugummis, heißt es vonseiten der Stadtverwaltung.

Der erste Kampagnenanlauf habe aber schon eine positive Wirkung gezeigt. Peter Wansing (SBM-Betriebsleiter und Beigeordneter im Verwaltungsvorstand der Stadt Minden) zieht Bilanz: „Die Plakate wurden gut angenommen und den einen oder anderen haben wir zum Nachdenken und Umdenken anregen können.“ Zu den humorvoll gestalteten Motiven habe es viele Rückmeldungen gegeben (die Plakate der SBM sind ungefähr so groß wie Wahlplakate an Laternenmasten).

Und ab sofort zieht ein weiteres Plakatmotiv die Blicke auf sich: „Tütenwunder – Haufen sucht Halter.“ Um Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer dafür zu sensibilisieren, dass die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner entsorgt werden sollten – insbesondere auf Grünflächen. Auf humorvolle Weise soll deutlich werden, dass jede und jeder einen Beitrag für ein gepflegtes städtisches Erscheinungsbild leisten könne.

Allerdings könne das Problem Hundehaufen (wohlgemerkt ist nur von der Innenstadt die Rede seitens der Mindener Stadtverwaltung) auch anders gelöst werden:

Liberale Fraktion plädiert für Hundeauslaufwiesen

„Bei den Problemen mit Hundekot im Glacis, auf Grünflächen oder in Parks könnte durch die Einrichtung von Hundeauslaufwiesen in den Stadtteilen ein Rückgang der Verschmutzung passieren. Dieser Vorschlag wurde auch schon vor Jahren mehrfach angedacht. Leider war die Einrichtung aus Platzgründen bislang nicht möglich“, so die Lokalpolitiker der Liberalen und FDP und erklären:

„Die Liberale Fraktion wird im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2019 in den entsprechenden Fachausschüssen die Thematik noch einmal zur Sprache bringen und bei zukünftigen Planungen in den Stadtteilen dies versuchen, zu berücksichtigen. Die Mitglieder der Fraktion, Thorsten Vogt (Mitglied im Ausschuss für Bürgerdienste, Sicherheit und Feuerschutz) und Josef Schulte (Mitglied im Bau- und Verkehrsausschuss) werden dementsprechend die Beratungen vorbereiten und entsprechende Diskussionen um die Sauberkeit in der Stadt anstoßen.“

Kommentar der Redaktion – wilder Müll in Bastau noch nicht beseitigt

Anfang August machten auch wir auf den wilden Müll (Sperrmüll, Plastik u.a.) aufmerksam, der sich – bis heute (!) – in der Bastau im Mindener Stadtteil Rodenbeck stapelt. Sichtbar wurde der Müll, seitdem das Wasser in der Bastau wegen der Hitzewelle schwand (siehe unser Bericht).

Appell an die Stadt Minden: Noch ist Niedrigwasser – die beste Gelegenheit, um den wilden Müll endlich zu beseitigen.

Zum Vergleich: Die Große Aue in Fiestel an der Ruine Ellerburg (siehe unser Bericht) ist vorbildlich sauber, in ihr fließt glasklares Wasser und wilder Müll ist nicht ansatzweise zu erkennen.

Quelle: Pressemeldung Frank Tomaschewski, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Liberale Fraktion Minden, Umformulierung/Ergänzung: OctoberNews


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