Lebensmittel besser mit dem Fahrrad transportieren

Einkaufsfahrten mit dem Fahrrad halten fit, bauen Stress ab und schützen die Umwelt - Verbraucherzentrale Minden gibt Tipps zur Nachhaltigkeit und Fitness

Fahrradkorb
Was alles in einen Fahrradkorb passen kann, zeigen die Umweltberaterinnen Cornelia Franke-Röthemeyer und Anke Schiermeyer (v. li.) der Verbraucherzentrale NRW in Minden

“Fahrradfahren verbrennt Kalorien, baut Stress ab und Muskeln auf – und Spaß macht es auch”, meinen Umweltberaterinnen der Verbraucherzentrale NRW in Minden. Gute Gründe, das Rad auch vermehrt für Einkaufsfahrten oder andere Transporte zu nutzen. Worauf dabei geachtet werden sollte, haben sie in praktischen Tipps zusammengefasst.

Parkplatzsuche und Nachhaltigkeit

Bei Einkaufsfahrten mit dem – richtig ausgestatteten – Fahrrad kann man auf Parkplatzsuche und Parkgebühren pfeifen. Einfach aufsatteln und die Geschäfte und Stationen direkt anfahren. Das geht in der Innenstadt oft schneller als mit dem Auto. Transportieren mit dem Rad liegt voll im Trend. Zudem schützt es die Umwelt.

Fit mit dem Fahrrad

Bewegung im Alltag ist der einfachste Weg, gesund zu bleiben. “Wer häufig seine alltäglichen Wege mit dem Rad statt dem Auto fährt, hält sich nicht nur fit, sondern spart auch Zeit und Geld”, erklären Cornelia Franke-Röthemeyer und Anke Schiermeyer. Eine gewisse Grundausstattung passend zu Typ und Größe der Person ist jedoch unumgänglich:

Technik und Belastbarkeit

Sattel- und Lenkerhöhe sollten optimal eingestellt sein. Mit einem gewarteten Fahrrad fährt man auch bei höherer Beladung gut und sicher. Schaltung, Bremsen, Lichtanlage, Klingel und Ständer müssen voll funktionsfähig sein. Mit ausreichendem Reifendruck kommt man auch mit Gepäck besser voran.

Elektrofahrräder (sogenannte “Pedelecs”) sind gegenüber herkömmlichen Rädern bei schweren Anhängerlasten oder längeren Fahrten hilfreich. Man kommt weniger ins Schwitzen und belastet nicht so sehr die Gelenke, was insbesondere für Senioren von Vorteil ist.

Helfer für kleinere Einkäufe

Für alltägliche Lebensmitteleinkäufe mit dem Rad genügt oft schon ein Rucksack oder Fahrradkorb, angebracht auf dem Gepäckträger oder vor dem Lenker. Auch gibt es seitlich am Gepäckträger montierbare Klappkörbe und abschließbare Gepäckboxen. Zum einfachen und schnellen Anhängen an den Gepäckträger eignen sich Fahrradtaschen.

Anhänger für größere Transporte und Kinder

Für Lastentransporte bietet sich ein Fahrradanhänger an. Es werden viele Modelle in verschiedenen Größen, Gewichten und Preisklassen für ganz unterschiedliche Einsatzgebiete angeboten. Möchte man seine Kinder oder Haustiere mitnehmen, bieten sich spezielle Kinderfahrradanhänger an – von der Standardausführung bis zum sportlichen Luxusmodell. Diese sind meist überdacht, um die “wertvolle Fracht” vor Regen und anderen Unwettern zu schützen.

Weitere Ideen und Tipps zu Transportmöglichkeiten mit dem Fahrrad bietet die Umweltberatung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Außenstelle Minden vor Ort an in der Portastr. 9, 32423 Minden, oder unter der Telefonnummer 0571 / 38 63 79 05. Zusätzliche Hinweise, welche Ausrüstung für große oder kleine Transporte sinnvoll sein kann, sind auch unter www.vz-nrw.de/fahrrad zu finden.

Quelle Text und Foto: Verbraucherzentrale NRW in Minden / Ergänzungen: OctoberNews


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