Lange Spargelernte in NRW dank sommerlicher Temperaturen

Jetzt noch schnell frischen Spargel abgreifen - für Erntehelfer auf Spargelfeldern endet die ungewöhnlich lange Saison am 24. Juni 2017

Nach ungewöhnlich langer Erntezeit dank sommerlicher Temperaturen wird am Johannistag der letzte Spargel aus dem Boden geholt – Symbolfoto: Beeki/pixabay CC0 Public Domain

Nur noch dieses Wochenende sieht man die vielen Erntehelfer auf den Spargelfeldern. Am Johannistag, 24. Juni 2017, ist Spargelsilvester. An diesem Tag beenden die Spargelanbauer traditionell ihre Ernte, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (NRW) mit. Die letzten zwei Erntetage sollten Verbraucher nutzen, um sich einen Vorrat anzulegen.

Die Spargelsaison läuft auf vielen Betrieben bereits seit drei Monaten auf Hochtouren. So lange wurde in NRW bisher noch nie Spargel gestochen. Die vielen warmen Tage im März haben dafür gesorgt, dass der Spargel so früh wie nie zuvor geerntet werden konnte. Für die Spargelbauern war es daher eine ungewöhnliche Saison: erst der sehr frühe Start Ende März, danach eine lange Kältephase mit wenig Spargel und zum Schluss wieder sommerliche Temperaturen.

Nach der Ernte wächst der Spargel bis zu zwei Meter hoch aus der Erde und bildet Inhaltsstoffe für die nächste Saison – Foto: Stefan Bohres / LWK NRW

Was über die gesamte Saison jedoch fehlte, war der Regen. Hin und wieder fielen ein paar Millimeter. Diese reichten aber nicht immer für eine ausreichende Versorgung der Pflanzen mit Wasser. Da eine Spargelpflanze aber bis zu einem Meter tief wurzelt, haben die Spargelkulturen keinen bleibenden Schaden erlitten. Nur die frisch gepflanzten Spargelfelder hätten mehr Wasser gebrauchen können. Wenn es weiterhin so wenig regnet, könnten diese Spargelkulturen im nächsten Jahr nicht geerntet werden.

Im Übrigen ist es so, dass der Spargel nach der Ernte bis in den Herbst hinein bis zu zwei Meter hoch wächst und mithilfe des Sonnenlichts Reservestoffe bildet, die ab September in den Speicherwurzeln eingelagert werden. Dieser Vorrat sichert die Ernte für die Spargelsaison im nächsten Jahr. Da das diesjährige Saisonende mit warmen Temperaturen beginnt, dürften die Wachstumsbedingungen für die Spargelpflanzen sehr günstig sein.

Wer auch nach dem 24. Juni nicht auf Spargel verzichten möchte, kann ihn zum Beispiel geschält und portionsweise abgepackt einfrieren.

Zum anschließenden Verzehr sollte man den gefrorenen Spargel entweder in heißem Wasser kochen oder – damit nicht alle wertvollen Inhaltsstoffe im Kochwasser verbleiben – mit Dampf garen. Letztgenanntes geht am besten mit einem speziellen Spargeltopf oder hohen Kochtopf. Zu Bündeln geschnürt werden die Stangen hochkant (mit dem Kopf nach oben) in den Topf mit wenig Wasser gestellt. Etwas Salz und Zucker ins Kochwasser gegeben, sorgt für ein natürliches Aroma.

Na denn, schnell den letzten frischen Spargel abgreifen – wenn weg, dann weg.

Textquelle: Landwirtschaftskammer NRW, OctoberNews


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