Landesgartenschau zeigt Potenzial für Nationalpark Senne auf

DIE GRÜNEN OWL am Nationalparktag zu Besuch bei der Landesgartenschau Bad Lippspringe - "wandelnder Baum" Zeichen für Umsetzung des Nationalparks Senne

Mit ihrem „wandelnden Baum“ setzten DIE GRÜNEN bei der Landesgartenschau in Bad Lippspringe ein Zeichen zur Einrichtung eines „Nationalpark Senne“: (v. li.) Norika Creuzmann, Mehrdad Mostofizadeh, Inga Kretschmar, Ute Koczy, Maik Babenhauserheide, Uwe Rottermund und Katrin Kaster – Foto: Die Grünen OWL

Anlässlich ihres jährlichen Nationalparktages besuchten DIE GRÜNEN aus Ostwestfalen-Lippe (OWL) die Landesgartenschau Bad Lippspringe und setzten mit ihrem „wandelndem Baum“ ein Zeichen für den Erhalt natürlicher Wälder und die Umsetzung eines „Nationalpark Senne“.

„Das Thema Wald in eine Landesgartenschau zu integrieren, setzt wichtige Zeichen für die Zukunft“, zeigte sich Wibke Brems, Mitglied des Landtags NRW und Bezirksvorsitzende der GRÜNEN, am 23. April beeindruckt. Die Landesgartenschau in Bad Lippspringe wurde am 12. April 2017 von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Bad Lippspringes Bürgermeister Andreas Bee offiziell eröffnet (siehe Bericht LGS).

Seit über 10 Jahren veranstalten die GRÜNEN in OWL jährlich einen Nationalparktag. Wechselnde Themen und Formate sprechen jedes Jahr mehr Menschen an und die positive Resonanz auch in diesem Jahr bestärkt die GRÜNEN in ihrem Engagement.

„Unser Ziel ist es, auf einigen Flächen in OWL der Natur in Wald und auf der Heide ihren Raum zu lassen“, erklärt Brems weiter. „So können auch die Generationen nach uns erfahren, dass Natur nicht nur aus kurz geschnittenem Rasen und Kirschlorbeer besteht, sondern ein vielfältiges und spannendes Miteinander vieler verschiedener Organismen ist.“

Um das zu verdeutlichen, brachten sie am Sonntag einen „wandelnden Baum“ als kleine Attraktion mit, der unter anderem auf „Der Herr der Ringe“ anspielen soll. „Baumbart“ beispielsweise gilt in dem berühmten Kinofilm als das älteste Wesen „Mittelerdes“.

Wichtig sei jedoch, dass DIE GRÜNEN aus OWL (wie auch die NABU NRW) sich seit vielen Jahren für einen zweiten Nationalpark in Nordrhein-Westfalen (NRW) einsetzen, und zwar den „Nationalpark Senne-Egge / Teutoburger Wald“. Damit wollen sie unter Federführung des Landes die natürliche Entwicklung des Nationalparks Eifel konsequent vorantreiben.

Genauer gesagt soll sich der „Nationalpark Senne“ aus dem früheren militärischen Truppenübungsplatz Senne, Teutoburger Wald sowie das Eggegebirge bilden. Die Senne ist eine Landschaft in der Region OWL und weist eine in Deutschland einmalig hohe Arten- und Lebensraumvielfalt auf. Über 5000 Tier- und Pflanzenarten, darunter 950 auf der Roten Liste bedrohter Arten, sind in der schützenswerten Region beheimatet, heißt es auf der Webseite der GRÜNEN NRW, und weiter:

Der erste und bisher einzige Nationalpark in NRW liegt in der Eifel inmitten des Naturparks Hohes Venn-Eifel. Die Errichtung sei ein großer Erfolg. Seit 2007 habe sich die Zahl der Besucher fast verdoppelt und der Bruttoumsatz sei durch den Nationalpark-Tourismus von 8 auf inzwischen 30 Millionen Euro angestiegen. Entsprechend habe auch die Zahl der Arbeitsplätze zugenommen.

Davon abgesehen ist der Nationalpark Eifel eine von Wald, Wasser und Wildnis geprägte Landschaft. Zur Bewahrung der biologischen Vielfalt sei es deshalb notwendig, naturnahe Landschaften ebenso wie gewachsene Kulturlandschaften in einem integrierten, ganzheitlichen Ansatz zu erhalten. Bienen und andere Insekten seien zudem unverzichtbar für die Sicherung der Ernährungsgrundlage einer wachsenden Weltbevölkerung.

Ein zweiter Nationalpark in der Naturlandschaft Senne stärke daher die Region und schaffe neue Perspektiven.

„Die Menschen in OWL haben sehr wohl verstanden, dass ein Nationalpark eine große Chance für die Region ist. Die Senne und angrenzende Wälder bieten in ihrem Artenreichtum und mit ihrer Einzigartigkeit die besten Voraussetzungen“, meint Brems. „Alle Regionen, in denen Nationalparks entstanden sind, haben auch wirtschaftlich profitiert: Die Menschen besuchen bevorzugt diese Regionen, um zu wandern und die Natur zu genießen – da bleibt einiges an Geld hängen.“

Textquelle: Bündnis 90/Die Grünen Bezirksverband OWL, Wikipedia, OctoberNews


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