Kreis Lippe lud zum Auftakt der REGIONALE 2022 ein

Unter dem Motto „Wir gestalten das neue UrbanLand“ will Lippe die Region OWL nach vorne bringen - auch Minden-Lübbecke, Gütersloh, Herford, Höxter, Paderborn und Bielefeld

Sie wollen gemeinsam mit Nachbarkreisen und -städten die Wirtschaft stärken in OWL: (v. li.) Lippes Landrat Dr. Axel Lehmann, Prof. Jürgen Krahl (Hochschule Ostwestfalen-Lippe), Heiner Brockhagen (Bezirksregierung Detmold), Herbert Weber (OstWestfalenLippe GmbH), Axel Martens (IHK Lippe zu Detmold) und Annette Nothnagel (OstWestfalenLippe GmbH)

„Wir gestalten das neue UrbanLand“, so lautet das Motto der REGIONALE 2022 in Ostwestfalen-Lippe (OWL). Zur Auftaktveranstaltung luden der Kreis Lippe, die Hochschule OWL, die Hochschule für Musik und die IHK Lippe zu Detmold eine große Zahl an Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Verbänden ins Kreishaus Detmold ein. Ziel war es, über Fördermöglichkeiten zu informieren, zu diskutieren und erste Ideen zu sammeln, welche Projekte für Lippe initiiert werden könnten – aber auch für die Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Minden-Lübbecke, Paderborn und die Stadt Bielefeld.

Dabei geht es um Geld, viel Geld, das das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) im Rahmen des Strukturentwicklungsprogramms „REGIONALE“ vergeben möchte: OWL bekommt die Chance, Fördersummen in dreistelliger Millionenhöhe zu erhalten. Demnach hat sich die Bezirksregierung Detmold dazu entschlossen, die Fördermittelkoordination zu übernehmen.

„Wir haben die einmalige Möglichkeit, uns in den kommenden fünf Jahren als Region zu organisieren und regionale Entwicklungsstrategien gemeinsam zu erarbeiten“, eröffnete Lippes Landrat Dr. Axel Lehmann das Wort bei der Auftaktveranstaltung. „Das bedeutet auch, dass sich Akteure gegenseitig Erfolge gönnen sollten“, betonte Prof. Jürgen Krahl von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

Und dabei sollen Urbanität und Landleben keinen Widerspruch darstellen. Herbert Weber von der OstWestfalenLippe GmbH, der den REGIONALE-Prozess koordiniert, erklärt das Credo der REGIONALE 2022: „Wir wollen versuchen, die städtischen Möglichkeiten und damit ein Stück urbanes Lebensgefühl auch in ländlichen Räumen möglich zu machen. Gleichzeitig soll der Charme der ländlichen Regionen in die Städte gebracht werden.“ Kurzum: Im Zentrum der Veranstaltung standen die vier REGIONALE-Themenbereiche „Mittelstand“, „Mobilität“, „Kommunen ohne Grenzen“ und „Stadt-Land-Quartier“.

So diskutierten die Teilnehmer etwa Themen wie Fachkräftemangel, die Zusammenarbeit von kommunalen Verwaltungen, die Daseinsvorsorge für die lippischen Dörfer und multimodale Verkehrskonzepte. Schnell wurde dabei deutlich, dass viele dieser Aspekte nicht getrennt voneinander betrachtet werden könnten, so der Kreis Lippe: „Wer Fachkräfte in die Region holen möchte, muss diesen auch gute Verkehrsanbindungen bieten.“

Aber auch Auszubildende werden bei dem Thema Mobilität in den Blick genommen: „Schnellbus-Achsen, etwa für die Verbindung Lemgo und Lügde/Bad Pyrmont, bieten sich auch deshalb an, damit die Auszubildenden schnell sowohl zum Betrieb als auch zum Berufskolleg gelangen“, erklärte Dr. Lehmann.

Zudem möchte man die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft ausbauen im Zuge von REGIONALE-Projekten. Neben „Innovation Campus Lemgo“ gehöre dazu auch das KreativQuartier, das Anfang 2019 in Detmold gemeinsam mit der Hochschule für Musik entstehen soll.

Auch IHK-Hauptgeschäftsführer Axel Martens sieht in neuen Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft eine sehr gute Möglichkeit, die Region langfristig zu stärken: „Wir stehen in Lippe vor der Herausforderung, unsere Wirtschaft zukunftsfähig zu machen. Das bedeutet, wir müssen Innovationen fördern, das vorhandene Wissen stärken und dem Fachkräftemangel entgegenwirken.“

Annette Nothnagel, seit Anfang des Jahres REGIONALE-Managerin bei der OstWestfalenLippe GmbH, bringt es auf den Punkt: „Die Fragestellung der REGIONALE ist weit über die Region hinaus relevant: Wie können wir den Menschen Lebensqualität anbieten, die ganz individuell leben wollen?“

Alles in allem sollen die Ideen, die die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung gesammelt haben, nun schnellstmöglich umgesetzt werden. Daher plant der Kreis Lippe bereits Folgeveranstaltungen zu den einzelnen Themenbereichen.

Weitere Informationen findet man auf der Website der OstWestfalenLippe GmbH aus Bielefeld unter www.ostwestfalen-lippe.de.

Quelle Text und Foto: Pressestelle Kreis Lippe, Überarbeitung: OctoberNews


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