„KNUT-Tag“ fällt in Minden und Petershagen auf den 10. Januar

Am 10. Januar 2015 können in Minden und Petershagen Weihnachtsbäume entsorgt werden

Fotos: onm

Achtung, am Samstag ist in unserer Region „KNUT“-Tag! Fotos: onm

„Achtung, Baum fällt!“, könnte es am 10. Januar 2015 von Balkonen oder Fenstern auf die Straße hallen. Der Tag, an dem traditionell in Minden und Petershagen Weihnachtsbäume entsorgt werden. Drei Tage vor dem bekannten St.-Knut-Tag.

Obwohl viele den „KNUT“-Tag vorrangig mit dem bekannten schwedischen Möbelhaus assoziieren, so entsprang dieser „Feiertag“ doch der katholischen Liturgie, in der die Weihnachtszeit mit „Darstellung des Herrn“ am 2. Februar endete. Benannt nach Knut IV. dem Heiligen, König von Dänemark, erwuchs die Tradition in Schweden, Norwegen und Finnland, dass das Weihnachtsfest zwanzig Tage andauert, beginnend mit dem 1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember), somit am 13. Januar endet. Im Christentum hingegen endet die Weihnachtszeit bereits am 6. Januar mit dem Tag „Heilige Drei Könige“.

Am „Sankt-Knut-Tag“ wird auf jeden Fall traditionell der Weihnachtsbaum von Schmuck und Kerzen befreit und muss aus der Wohnung befördert werden – ob im feierlichen Rahmen zusammen mit den Kindern, wie es in den nordischen Ländern gepflegt wird, oder auf andere Art und Weise. Der nadelnde Baum muss raus.

Da bietet sich der Samstag an diesem Wochenende doch bestens an, um alles in Ruhe erledigen zu können. Aber Vorsicht, der könnte stürmisch werden, nicht nur, was die Wetterlage angeht. Wir sagen „Bäume, die vom Himmel fallen“ voraus.

nadelnder Weihnachtsbaum

Wenn der Weihnachtsbaum nadelt, wird es höchste Zeit, ihn zu entsorgen

Gut, mal ernsthaft. Diesen Samstag werden in vielen Ortsteilen von Minden und Petershagen Weihnachtsbäume eingesammelt. Diese sollten gut sichtbar und komplett abgeschmückt bis 9 Uhr morgens an den Gehwegen bzw. Straßen vor den Häusern zur Abholung bereitgestellt werden.

Man könnte sich aber auch im Weihnachtsbaum-Weitwurf versuchen, zum Beispiel wenn so ein Lkw von der Jugendfeuerwehr vorbeikommt, aus dem Fenster oder Balkon direkt auf die Ladefläche schmeißen. So ein Weihnachtsbaum aus dem 18. Stockwerk fliegen zu sehen, ist auch sicher ein lustiger Anblick. (Menno, irgendwie kriegen wir dieses Bild von dem schwedischen Möbelhaus doch nicht aus dem Kopf)

Fakt ist jedenfalls, dass in Lahde, Frille, Quetzen, Buchholz, Großenheerse, Hävern, Ovenstädt, Heisterholz, Raderhorst, Friedewalde, Meßlingen, Maaslingen, Gorspen-Vahlsen, Eldagsen, Ilse – also in so ziemlich allen Ortsteilen von Petershagen – sowie in Minden-Aminghausen, Minden-Dützen, Minden-Leteln, Hille-Nordhemmern und wahrscheinlich auch anderen Teilen Mindens und Umgebung Weihnachtsbäume – gern gegen eine kleine Spende – abgeholt werden.

In Minden-Rodenbeck beispielsweise wurden letztes Jahr keine Weihnachtsbäume von irgendjemandem abgeholt. Man sollte sich also nicht darauf verlassen. Dafür gibt es immer noch die Möglichkeit, die Bäume zu zerlegen und in Biotonnen zu entsorgen oder beim Wertstoffhof in Minderheide (Große Heide 50, 32425 Minden) abzugeben.

Vor Verbrennung in Kohleöfen bzw. Kaminen raten wir persönlich ab, da Tannennadeln rasend schnell entflammen und eine starke Überhitzung entstehen kann. Knistert zwar in dem Moment schön, es können aber auch Tannennadeln auf den Bodenbelag fliegen, was unschöne Brandlöcher gibt. Die plötzliche Überhitzung im Ofen oder Kamin kann sogar die Glasscheibe sprengen. Unser Tipp: Sägen Sie alle Nadeläste ab, entsorgen diese in der Biotonne, und verbrennen nur den Stamm des Weihnachtsbaums, der restlos von den Nadeln befreit wurde.

Nu aber ran an die Tanne – und „Gut KNUT„!

Weihnachtsbaum gelandet


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