Karl Meise ist verstorben

Ehemaliger Präsident der Landwirtschaftskammer NRW verstarb im Alter von 77 Jahren - Trauerfeier am 22. Dezember 2016

Karl Meise, ehemaliger Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, Bundesverdienstkreuzträger und CDU-Mitglied im Stadtrat von Rheda-Wiedenbrück ist am 16. Dezember 2016 im Alter von 77 Jahren verstorben – Archivfoto: Landwirtschaftskammer NRW / openclipart

Der ehemalige Präsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (NRW), Karl Meise aus Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh, ist am 16. Dezember 2016 im Alter von 77 Jahren verstorben.

Der am 5. Oktober 1939 im Ortsteil Rheda geborene Karl Meise war von 1990 bis 2003 Präsident der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe, bevor er im Januar 2004 zum ersten Präsidenten der Landwirtschaftskammer NRWs gewählt wurde. Doch schon vorher bekleidete Meise mehr als 30 Jahre lang zahlreiche Ämter, bewirtschaftete seinen eigenen Betrieb und engagierte sich als CDU-Mitglied, währenddessen er große Verdienste erwarb und sich aktiv für die Landwirtschaft und den Berufsstand einsetzte.

Seit 1961 bewirtschaftete Meise einen landwirtschaftlichen Betrieb mit den Schwerpunkten Legehennenhaltung, Schweinemast und Direktvermarktung. Seine nebenberufliche, ehrenamtliche Laufbahn begann 1975 mit der Wahl zum Ortslandwirt von Rheda. 1987 folgte die Wahl zum Kreislandwirt von Gütersloh. Seitdem war Meise auch Mitglied der Landwirtschaftskammer.

Als Vorsitzender im Verein zur Förderung der Landeskultur – einem Zusammenschluss bäuerlich geführter Außenstellen für den Justizvollzug – zeigte er über drei Jahrzehnte großes soziales Engagement. Außerdem bekleidete er im landwirtschaftlichen Ortsverein das Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden. Zudem war Meise Vorstandsmitglied im Landwirtschaftlichen Kreisverband und von 1985 bis 1988 Stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender des Kreises Gütersloh sowie Mitglied des Landesverbandsausschusses des Westfälisch-Lippischen Land­wirtschaftsverbandes (WLV), dem er seit 1990 als Vorstand angehörte.

Im Dezember 2005 endete sein ehrenamtlicher Dienst als Präsident der Landwirtschaftskammer NRW. Zuvor erhielt er im gleichen Jahr mit der Goldenen Kammerplakette die höchste Auszeichnung, die die Landwirtschaftskammer zu vergeben hat. Außerdem zeichnete ihn der WLV mit der Schorlemer-Plakette in Gold aus.

Bis zu seinem Aus­scheiden engagierte sich Karl Meise auf Bundesebene in zahlreichen weiteren landwirtschaftlichen Organisationen mit großer Fachkompetenz und Zielstrebigkeit zum Wohl seiner Berufskollegen. Unter anderem wirkte er als Präsidiumsmitglied beim Deutschen Bauernverband, als Sprecher des Aufsichtsrates der AgriZert (Zertifizierungsunternehmen, spezialisiert auf die Agrar- und Lebensmittelwirtschaft), im Vorstand des Geflügelwirtschaftsverbandes Westfalen-Lippe sowie im Vorstand der Verbindungsstelle Landwirtschafts-Industrie in Essen.

Des Weiteren war er Mitglied im Aufsichtsrat der ehemaligen Centralen Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA), im Zentralausschuss der Deutschen Landwirtschaft und im Verwaltungsrat der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Frankfurt. Ferner wurde er in den damaligen Verwaltungsrat des Absatzförderungsfonds der Deutschen Land- und Ernährungswirtschaft und zum stellvertretenden Mit­glied der Landeszentralbank NRW berufen. Meise wurde auch auf Vorschlag der Landesregierung Nordrhein-Westfalens zum Mitglied des Beirates bei der Hauptverwaltung Düsseldorf der Deutschen Bundesbank berufen.

Neben vielen weiteren Ämtern und Funktionen war Karl Meise auch auf politischer Ebene aktiv, nämlich rund 20 Jahre lang als CDU-Mitglied im Stadtrat von Rheda-Wie­denbrück und circa 15 Jahre lang als Mitglied des Kreistages von Gütersloh.

Für seine herausragenden Verdienste und seinen jahrzehntelangen selbstlosen Einsatz wurde ihm im Jahr 2001 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Nach NW-Information starb er an den Folgen eines länger zurückliegenden Unfalls. Die Trauerfeier für Karl Meise findet am Donnerstag, 22. Dezember 2016, um 14 Uhr in der Pfarrkirche Sankt Johannes in der Nonenstr. 98 in 33378 Rheda-Wiedenbrück statt. Anschließend folgt die Beisetzung auf dem Friedhof.

Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pressemeldungen aus 2014 und 2016, nw.de


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