Sollte Jürgen Schnake Bürgermeister von Minden werden, würde er …

... die Kultur mittwochs kostenlos machen - Teil 4 unserer Beitragsreihe

Mindener Museum - Foto: J. Schnake
Ein Eintritt ins historische Mindener Museum in der Oberen Altstadt könnte mittwochs für alle Bürger kostenfrei sein – Foto: J. Schnake

Die westfälische Stadt Minden, ein Ort des Friedens, der Versöhnung und Wiederherstellung der Ordnung. Der “min-und-din”-Legende nach soll Sachsenführer Widukind mit den Worten “Disse Borch schall nun myn unde dyn seyn” seine Festung am Weserufer um 798 den Franken und später Karl dem Großen übergeben haben. “Legenden bemühen sich nicht um historische Fakten, sie schaffen Tradition und Identifikation”, weiß Dr. Marion Tüting, stellvertretende Museumsleiterin des Mindener Museums, in ihrer Zusammenfassung der Gründungslegende.

Genau das beschäftigt auch Bürgermeisterkandidat Jürgen Schnake. Auch er möchte mit seinen Ideen die Identifikation der Mindener Bürger zu ihrer Stadt (wieder-) herstellen sowie zur Verbesserung der Stadt Minden beitragen – und mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, darüber diskutieren.

Nachdem die Themen LeerstandssteuerGroßkonzert auf Kanzlers Weide und vor allem seine Idee “Stamm-Baum” unter Ihnen bereits regen Anklang fanden, wie auch mehrere Angehörige der Stadtverwaltung “aufrüttelte”, widmet er sich seinem nächsten Gedankengut unter dem Motto: “Mittwoch ist Freitag” – Teil 4 unserer exklusiven Beitragsreihe “Sollte Jürgen Schnake Bürgermeister von Minden werden, würde er …”. Dieses Mal geht es um das Thema Kultur und die Teilhabe für alle daran.

Wer meint, Museen sind langweilig oder nicht das nötige Kleingeld für Mindener Kulturveranstaltungen in der Tasche hat, dem kann geholfen werden, wenn es nach dem parteilosen Kandidaten für das Bürgermeisteramt der Stadt Minden geht, der sich  – einen Tag nach der “Langen Nacht der Kultur” – am 13. September 2015 zur Wahl stellt. Lange Rede, kurzer Sinn, fangen wir an:


Jürgen Schnake
Jürgen Schnake stellt seine nächste Idee “Mittwoch ist Freitag” vor und führt durch die Kultur Mindens – Foto: onm

ON: Guten Tag Herr Schnake und herzlichen Dank, dass Sie auch Ihre nächste Idee über OctoberNews vorstellen möchten. Diese lautet ja „Mittwoch ist Freitag“ (bzw. „3=5“). Im Vorhinein hatten Sie uns bereits darüber aufgeklärt, dass Kern der Aussage der freie Eintritt zum Beispiel in Museen an einem Mittwoch ist. Der Mittwoch soll Leute für Kultur interessieren, die sonst vielleicht kein Interesse oder einfach kein Geld dafür übrig haben.

Jürgen Schnake: Richtig. Nur wer überhaupt mal im Museum war, kann es auch empfehlen – und kommt als zahlender Kunde später vielleicht auch häufiger wieder.

ON: Interessant. Uns ist allerdings aufgefallen, dass Sie den Begriff „Kultur“ verwenden, der neben Museen und Ausstellungen auch Musik einschließt. Sollen Musikveranstaltungen mit in die Idee einfließen?

Jürgen Schnake: Das weiß ich jetzt noch nicht, ganz offen gesagt. Beginnen kann ich ja nur mit dem, als Bürgermeister, wo ich quasi die Hand drauf habe. Das heißt erste Anlaufstelle Mindener Museum, da kann man das ohne großartige Umstände machen.

ON: Es geht also hauptsächlich um staatliche Einrichtungen.

Jürgen Schnake: Genau. Am kommenden Dienstag findet im BÜZ übrigens eine Veranstaltung statt mit der schönen Frage als Überschrift „Was braucht Kultur?“. Und meine Antwort ist: Kultur braucht zwei Sachen – einmal Menschen, die Kultur machen, und zum zweiten Menschen als Publikum. Keine Kultur ohne jemand, der sie auch wahrnimmt. Deswegen halte ich es doch für sinnvoller und es ist mir lieber, es kommen Leute ins Museum und zahlen nichts, als es kommen gar keine Leute und zahlen auch nichts. Denn die Leute, die mal da waren, kommen ja vielleicht auch mal an einem anderen Tag wieder.

Mindener Museum - Fotos: J. Schnake
Der Eingang zum Mindener Museum könnte jeden Mittwoch für alle Besucher offenstehen, wenn es nach dem Bürgermeisterkandidaten geht – Fotos: J. Schnake

ON: Museen müssen jedoch auch etwas verdienen, um sich am Leben erhalten zu können.

Jürgen Schnake: Selbstverständlich. Aber dafür haben sie ja sechs weitere Tage in der Woche. Und wenn jemandem eine Ausstellung so gut gefällt, dass er sagt, am Wochenende komme ich mal mit meiner ganzen Familie und bringt vielleicht noch Freunde von außerhalb mit, dann wird Geld verdient. Und am Mittwoch hindert uns ja niemand daran, eine Spendenbox aufzustellen.

ON: Das hatten Sie schon vor unserem Interview angemerkt, dass Verluste (am Mittwoch) gegebenenfalls durch Spenden wieder aufgefangen werden könnten.

Jürgen Schnake: Wenn es überhaupt Verluste sind. Wenn keiner kommt, bezeichnet man das auch nicht als Verlust.

ON: Als Erstes fallen uns dazu Stände im Haupteingang eines Museums ein, dort hängen Postkarten und kann man Accessoires erwerben.

Jürgen Schnake: Die sind ja eh da, klar.

ON: Sie meinen also, dadurch, dass die Besucher keinen Eintritt zahlen müssen, kaufen sie vielleicht doch mal das eine oder andere Mitbringsel.

Jürgen Schnake: Richtig, das kommt noch dazu. Wer nicht kommt, kauft auch nicht. Wer da ist, kauft eventuell.

ON: Das Phänomen kennt man ja von kostenlosen Festivals beispielsweise. Zahlt der Mensch keinen Eintritt, kauft er sich was an den Ständen. Sie bauen hier also auf einen psychologischen Effekt auf?

Jürgen Schnake: Diesen Gedanken kann man sich ja ausbauen, auch wie man sein Angebot eben aufstockt. Es müssen ja nicht nur Postkarten sein, sondern vielleicht auch hochpreisigere Dinge.

ON: Je nachdem, wer hinkommt. Der Leitgedanke an sich klingt sehr schön, dass auch Menschen die Geschichte Mindens erleben können, die nur wenig Geld zur Verfügung haben.

Kulturzentrum BÜZ in der Johanniskirche
Das Kulturzentrum BÜZ in der Johanniskirche ist ein beliebtes Veranstaltungsgebäude in Minden – Foto: J. Schnake

Jürgen Schnake: Richtig. Das ist aber nur der erste Schritt. Da, wo es sofort von der Verwaltung her geht, kann man das auch fast sofort umsetzen. Die andere Frage ist, inwieweit man die Politik einbinden muss. Ich würde mich auch bemühen, nicht-städtische Vereine und Veranstalter zu gewinnen, wie zum Beispiel das Kulturzentrum BÜZ in Minden. Ich würde versuchen, mit denen zu reden und sagen, „Leute, wir versuchen, diese Idee zu etablieren, macht doch mit, bietet doch mittwochs das an“. Das BÜZ hat eine tolle Theke, da können die Leute was trinken. Genau wie das Stadttheater, was ebenfalls eine tolle Theke hat, nämlich das Theatercafé. Das kann man alles kombinieren und bündeln unter dem Motto „Mittwoch ist Freitag“ – je öfters ich’s sage, desto besser gefällt’s mir.

ON: So langsam klingelt es in den Ohren – und hoffentlich bald in den Kassen der Institutionen.

Jürgen Schnake: Wenn Leute das erst mal begreifen. „Wir gehen aus dem Haus und gucken, wo wir heute hingehen; wir kommen ja überall rein, das kostet ja nichts.“ Wenn sie dann da sind, können sie ja immer noch was trinken oder kaufen. Und da werde ich sukzessive versuchen, mehr und mehr mit an Bord zu holen, auch wenn sie nicht komplett zur Stadt gehören. Je mehr, desto besser. Je flächendeckender, desto schöner.

ON: Tatsächlich könnte dieser „Virus“ um sich greifen und auch auf Nachbarorte übergreifen.

Jürgen Schnake: Gerne kann man diesen Slogan auch kreisweit etablieren.

ON: Gut, nichtsdestotrotz sollte man sich erst mal auf Minden konzentrieren.

Jürgen Schnake: <lach> Ja, das tue ich ja eh.

Domschatzkammer Minden - Foto: J. Schnake
Wie wäre es, wenn jeden Mittwoch die Domschatzkammer Minden für alle Besucher kostenfrei geöffnet hätte? – Foto: J. Schnake

ON: Es gibt ja die Domschatzkammer, das Stadttheater Minden und seine Theateraufführungen, wofür relativ viel Eintritt verlangt wird, das Mindener Museum, das Preußen-Museum NRW und viele mehr. Wobei das Preußen-Museum im Haus Minden zurzeit für Einzelbesucher geschlossen ist, wie man der Homepage entnehmen kann.

Jürgen Schnake: Das Preußen-Museum in Minden hat seit Jahren Probleme, weil – Obacht – keine Leute kommen. Warum kommen keine Leute? Weil es Eintritt kostet. Hätte man vor Jahren mit „Mittwoch ist Freitag“ angefangen, hätte man sich vielleicht auch ein Publikum ranziehen können. Wer mal in dem Gebäude war, weiß, wie toll das ist, und geht durchaus auch häufiger hin. Ich will nicht sagen, dass diese Idee das Preußen-Museum retten würde bei sechs Millionen Miese im Jahr. Aber es wäre ein Anfang, und vielleicht ist es rechtzeitig für andere Institutionen.

ON: Waren Sie selbst öfters im Mindener Preußen-Museum?

Jürgen Schnake: Ich war häufiger im Preußen-Museum, das letzte Mal bei einem Konzert von Sabine Bulthaup und Frizz Feick. Ich war natürlich bei diversen ECE-Veranstaltungen, die hier abgehalten wurden.

ON: ECE steht für was?

Jürgen Schnake: ECE war der Planer für die Wesertorgalerie, der dann nach drei bis vier Jahren gesagt hat, nein, wir lassen es doch. Und die haben da sündhaft teure Sachen „abgefackelt“, um ihre Ideen den Leuten zu verkaufen.

ON: Mal abgesehen von den zahlreichen Veranstaltungen im Preußen-Museum befindet sich doch auch eine Ausstellung über die Geschichte der Preußen im Museum.

Jürgen Schnake: Unten im Preußen-Museum befindet sich auch eine Dauerausstellung. Die lockt natürlich als solche auch nicht so viele Menschen, dass man die sechs Millionen Miese im Jahr rausholen könnte.

ON: Das würde man aber als Außenstehender verbinden mit dem Namen. Obwohl, das letzte Mal waren wir am 26. April 2014 bei der ADAC Westfalen-Lippe-Fahrt Klassik vertreten und haben die wunderschönen Oldtimer auf dem Vorplatz bewundert, auf dem am 27. September 2014 auch das Mindener Oktoberfest stattfand.

Preußen-Museum Minden - Foto: onm
Das Preußen-Museum in Minden bietet in seinem riesigen Gebäude nicht nur Platz für die geschichtliche Dauerausstellung – Foto: onm

Jürgen Schnake: Ja natürlich verbindet man das mit dem Namen, das soll ja auch so sein, politisch ist das so gewollt, und kunsthistorisch und geschichtlich. Aber es funktioniert einfach nicht. Zurück zu meiner Idee: Das ist ja das große Problem von Kunst – auch die Kunst muss sich irgendwo dem Markt stellen. Man kann nicht ewig alles entweder teuer verkaufen, was keiner will, oder stadtseitig subventionieren, wenn es keiner will. Man muss die Leute dazu bringen, die Sachen wieder wertzuschätzen. In diesem Fall geht das glaube ich am einfachsten mit „Mittwoch ist Freitag“. Mittwochs umsonst rein – guckst jetzt frei und kommst eventuell später als zahlender Gast wieder.

ON: Vielen Dank für Ihre Erklärung. Weiter hatten Sie uns mitgeteilt, dass die Idee nicht von Ihnen, sondern aus Frankfurt stamme.

Jürgen Schnake: Genau. Ich habe mir diese Idee nicht selbst ausgedacht, sondern die kommt aus Frankfurt am Main. Da wohnt ein sehr guter Freund von mir, dem ich vor zwei, drei Jahren von diesem Problem in Minden erzählt habe. Er hat mich darauf hingewiesen, dass Frankfurt das so machen würde – für mich einleuchtend grandios. Seitdem habe ich die Idee in der Schublade, wie so viele andere, die noch kommen in dieser Artikelserie.

ON: Da freuen wir uns schon drauf. Doch wie kommt Ihr Freund darauf, dass man es in Frankfurt am Main so, wie Sie es beschrieben haben, machen würde?

Jürgen Schnake: Er wohnt dort seit vielen Jahren und dieses Programm gab es dort schon. Das heißt zwar nicht „Mittwoch ist Freitag“ – der Slogan stammt wirklich von mir – aber es gab dort einen freien Mittwoch. Ich würde mich freuen, wenn es das Programm dort unten immer noch gibt.

ON: Vielleicht hat es sich in Frankfurt am Main ja nicht rentiert.

Jürgen Schnake: Das kann natürlich passieren, aber das Risiko würde ich jetzt in Minden noch mal eingehen, selbst wenn es da nach hinten gegangen sein sollte. Aber ein zweiter Punkt, der das Programm vielleicht auch interessant macht: Es gab vor ein, zwei Jahren im Mindener Rat bereits ein ähnliches Problem. Es gab die Idee „Sozialticket Kultur“. Das ist daran gescheitert, dass – wie so oft – alles unglaublich verwaltungstechnisch verquastet wurde. Erst hieß es, „ja, wir machen ein Sozialticket mit einer gewissen Ermäßigung, wer stellt das denn aus, wie soll das aussehen, wer kann das kriegen“. Und am Ende ist es gescheitert an der Frage: „Diskriminieren wir nicht Menschen, die ein Sozialticket vorzeigen müssen?“ Hier war plötzlich die Diskussion zu Ende, weil sich da keiner mehr rangetraut hat. All dieser Irrsinn wird mit „Mittwoch ist Freitag“ hinfällig. Man hat keinen Verwaltungsaufwand und schon gar keine Diskriminierung. Da wird den Leuten was vorenthalten, weil die zu doof sind, auf die naheliegendste Idee zu kommen. Das regt mich bis heute auf.

ON: Diskriminierung ist tatsächlich zu einem sehr sensiblen Thema geworden. Sodann zeichnet sich seit Jahren die Tendenz ab, dass an Menschen, die weniger Geld zur Verfügung haben, zum Beispiel Empfänger von Arbeitslosengeld II, überhaupt nicht mehr gedacht wird.

Jürgen Schnake: Man denkt schon dran, aber man kommt nicht auf eine richtig gute Lösung, und dann lässt man es sein. Aber das ist der falsche Weg. Das darf nicht sein. Und das in einer öffentlichen Ratssitzung, wo jeder Bürger dran teilnehmen kann. Ich empfehle das ja schon immer allen Leuten.

ON: Seit wann besuchen Sie Ratssitzungen bzw. Einwohnerfragestunden der Stadt Minden?

Jürgen Schnake: Seit Anfang 2011.

ON: Nun müssen wir an dieser Stelle noch klarstellen, dass die meisten Museen-, Ausstellungs- und Veranstaltungsbesucher an einem Freitag – überhaupt an einem Wochenende – zu verzeichnen sind, was Ihren Slogan „Mittwoch ist Freitag“ erklärt.

Museumscafé geschlossen - Foto: J. Schnake
Das Schild ist noch vorhanden, doch das Museumscafé am Mindener Museum bietet zurzeit Gästen nur den Blick durchs Fenster in geschlossene Räume – Foto: J. Schnake

Jürgen Schnake: Richtig. Übrigens am Mindener Museum ist das Museumscafé, das war viele Jahre ein echter Treffpunkt, weil klein, verwinkelt, gemütlich. Das hat jedoch seit Jahren geschlossen. Eine Marke, die eigentlich jeder Mindener kennt. Das Café betreibt nur niemand. Wenn mein Konzept „Mittwoch ist Freitag“ aufgeht, kann man zumindest das Wagnis angehen, das Museumscafé wieder zu öffnen. Dann hätte man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe am Standort Obere Altstadt geschlagen.

ON: Ein schönes Schlusswort, Herr Schnake, oder haben Sie dem noch etwas hinzuzufügen?

Jürgen Schnake: Also mir geht es jetzt nicht darum, dass jedes Museum freudestrahlend auch noch ein Café aufmacht, sondern die teilhabenden Institutionen mal überlegen, was man speziell an Angeboten auf dieses Programm „Mittwoch ist Freitag“ zuschneiden könnte. Meines Erachtens kann das Stadttheater nicht kostenlos eine komplette Aufführung anbieten. Aber sie haben tolle Räume, tolle Mitarbeiter, vielleicht kann man mal überlegen, was man damit macht, wenn Leute kommen.

ON: Beispielsweise könnte das Preußen-Museum Minden die Dauerausstellung mittwochs kostenlos anbieten.

Jürgen Schnake: Oder das Kulturzentrum BÜZ könnte die Schlagzahl bei den Poetry Slams vielleicht erhöhen. Das Stadttheater kann sich da durchaus anschließen. Oder Mindener Künstlern eine Chance geben – es gibt unendlich viele Möglichkeiten.

ON: Uns fällt noch die Schachtschleuse Minden ein, eine Art Technik-Museum, wofür man am Automaten eine Eintrittskarte ziehen muss.

Jürgen Schnake: Kommt mit auf die Liste, ganz klar.

Sommerbad Minden - Foto: onm
Das Sommerbad Minden könnte bei “Mittwoch ist Freitag” mitmachen, um so auch Menschen, die nur wenig Geld zur Verfügung haben, im Sommer einen Sprung ins kühle Nass zu gewähren – Foto: onm

ON: Außerdem hatten Sie im Vorgespräch noch das Sommerbad in Minden erwähnt.

Jürgen Schnake: Das Sommerbad ist, nachdem es irgendwann pleite war, in einen privaten Trägerverein übergegangen. Aber den würde ich sehr gerne mit an Bord holen. Um gerade in den Sommerferien zu sagen, „hey Leute, mittwochs ist Sommerbad kostenlos“, Spendenbox an die Kasse, und wer möchte, kann etwas geben. Vielleicht lernt dieser Besucher auf diese Art sogar zum ersten Mal das Sommerbad kennen, übrigens ein tolles Bad, die haben sich richtig Mühe gegeben, das auszubauen und am Leben zu erhalten. Auch die könnten von dem Programm profitieren, wenn sie mitmachen.

ON: Das würde natürlich super bei den Leuten im Sommer ankommen, ein Mal die Woche kostenlos schwimmen gehen.

Jürgen Schnake: Und das Sommerbad hat ja auch einen Kiosk, ist also nicht so, dass die nichts verdienen würden an den Leuten. Ob man nun ein Becken beheizt für zwei Leute, die zahlen, oder für zweihundert, die zwar keinen Eintritt zahlen, aber vielleicht was essen, weil sie sich leergeschwommen haben. Die Heizkosten bleiben dieselben.

ON: Schlussendlich nehmen wir an, dass sich der eintrittsfreie Tag nicht auf einen Mittwoch beschränken muss, sondern man erst mal schaut, welcher Tag in der Woche wirklich der einkommensschwächste ist.

Jürgen Schnake: Das kann man natürlich noch machen. Dann heißt es eben „Montag ist Freitag“ oder so ähnlich.

ON: Gut zu wissen.

An dieser Stelle schließen wir das Interview mit Herrn Schnake, bedanken uns für die Offenlegung seiner Einfälle über unsere OctoberNews und wünsche ihm weiterhin viel Glück und Erfolg auf seinem Lebensweg. Den öffentlichen Antrag zum Bürgermeisteramt hat er jetzt übrigens in der Tasche und übt schon fleißig seine Antrittsrede. Er erhielt zwar nicht so viele Anträge für Infostände auf dem Innenstadt-Marktplatz, wie erhofft, aber auch hierfür hat er schon eine Lösung gefunden.

Also bleiben Sie dran – allein die nächste Idee des Bürgermeisterkandidaten für Minden verspricht, spannend zu werden.

Hier geht es zu Teil 5 der Beitragsreihe >>>


Alle Beiträge über die Ideen von Jürgen Schnake – Bürgermeister(kandidat) mit Rückgaberecht – finden Sie übersichtlich unter der Kategorie “Schnake für Minden“. Informationen über Jürgen Schnake finden Sie auf seiner Webseite www.juergen-schnake.de “Minden?! Reparier’ ich Ihnen.”

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