Sollte Jürgen Schnake Bürgermeister von Minden werden, würde er …

... jedes Jahr an Silvester ein Großfeuerwerk über Kanzlers Weide veranstalten - Teil 6 unserer Beitragsreihe

Feuerwerk über Glacisbrücke Minden - Foto: onm
Ein Silvesterfeuerwerk über der Glacisbrücke – das fehlt noch in Minden, merkt Bürgermeisterkandidat Jürgen Schnake an – Fotos: onm

Die Romantik eines Feuerwerks ist fast nicht zu überbieten. Mit oder ohne musikalische Untermalung faszinieren insbesondere Höhenfeuerwerke alle Generationen – ob als krönender Abschluss einer Veranstaltung, zur Einweihung eines neuen Gebäudes oder als Liebeserklärung an die Partnerin oder den Partner.

Insbesondere Silvesterfeuerwerke haben sich als Tradition in Deutschland etabliert – als großes Event und im privaten Rahmen. Auch die westfälische Stadt Minden lässt zur Frühjahrs- und Herbstmesse die bunten Gebilde gen Himmel steigen. Nur an Silvester bleiben die Lichter aus.

Die Mindener wissen sich zwar selbst zu helfen und feiern den Neujahrsmorgen ordentlich mit erworbenen Feuerwerksraketen (z. B. in Rodenbeck, siehe unser YouTube-Video). Doch der Gemeinsinn unter allen Bürgern der Stadt bleibt auf der Strecke.

Das möchte Kandidat Jürgen Schnake ändern. Sollte er am 13. September 2015 zum Bürgermeister der Stadt Minden gewählt werden, würde er jedes Jahr an Silvester ein Großfeuerwerk über Kanzlers Weide veranstalten wollen. Eine weitere Idee, mit der er zur Verbesserung der Stadt Minden beitragen möchte – und mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wieder darüber diskutieren.

Eigentlich gibt es zu diesem sechsten Thema unserer Beitragsreihe „Sollte Jürgen Schnake Bürgermeister von Minden werden …“ nicht viel zu sagen. Und doch ist ein Interview daraus geworden:


Portrait Jürgen Schnake Kanzlers Weide
Jürgen Schnake präsentiert seine sechste Idee – dieses Mal zum Thema Feuerwerk in Minden

Wir treffen uns mit Bürgermeisterkandidat Jürgen Schnake auf Kanzlers Weide, ein Veranstaltungsgelände und Großraumparkplatz mit anliegendem Wiesengelände an der Weser in Minden. An diesem Ort, zwischen Glacisbrücke (Hängebrücke für Fußgänger zur Innenstadt) und Weserbrücke (Stadtbrücke für Fahrzeuge und Fußgänger) möchte er jedes Jahr an Silvester ein Großfeuerwerk veranstalten.

Herr Schnake kommt uns – als aktiver Fußgänger, er besitzt kein Fahrzeug – über der Glacisbrücke entgegen.

ON: Hallo Herr Schnake, wie geht es Ihnen?

Jürgen Schnake: Gut, schließlich geht es heute um meine nächste Idee.

ON: Genau. Dieses Mal haben Sie ein Thema gewählt, was vom Grundgedanken her nicht schwer zu beschreiben ist. Sie möchten jedes Jahr ein Großfeuerwerk über Kanzlers Weide veranstalten, wenn Sie zum Bürgermeister der Stadt Minden gewählt würden.

Jürgen Schnake: Richtig. So, wie es jeweils bei der Frühjahrs- und Herbstmesse in Minden stattfindet und dort immer sehr viele Besucher anlockt. Denn auch diese Idee habe ich mir nicht völlig neu ausgedacht – sie basiert auf Erfahrungen, die ich seit vielen Jahren in Minden mache mit den Feuerwerken bei den Messen. Das wird auch sehr gut angenommen. Auch vergleichbar mit den „Parklichtern“, die in Bad Oeynhausen stattfinden, die haben genau das, was ich mir vorstelle – nur Eintritt frei. Die „Parklichter“ sind ein etablierter Begriff, da kaufen die Leute die Eintrittskarten Monate im Voraus. Wobei, die „Parklichter“ sind dann auch noch mal verknüpft mit relativ großen Namen aus der Musikszene, wo dann noch Konzerte stattfinden.

ON: Wir kennen diese Veranstaltung zwar nicht, aber man findet Informationen darüber auf der Homepage. Die „Parklichter“ finden seit 59 Jahren jeden Sommer in Bad Oeynhausen statt, über drei Tage. Das eigentliche „Parklichter Fest“ am Samstag mit Höhenfeuerwerk verlangt Eintrittspreise von bis zu 14 Euro. Sie möchten sich aber auf Silvester konzentrieren. Und der Eintritt soll frei sein, wie beispielsweise bei den „Kölner Lichtern“.

Jürgen Schnake: So groß wie die „Kölner Lichter“ kann es zwar nicht werden, aber wenn man das Feuerwerk in Minden noch mal eine deutliche Spur größer macht, denke ich, wird das auch von mehr Leuten angenommen. Und ja, ich denke dabei nur an Silvester – und der Eintritt soll auf jeden Fall frei sein für die Bürger.

ON: Ursprünglich gab es ja eigentlich nur Feuerwerke an Silvester hier in Deutschland, um böse Geister zu vertreiben und das Neue Jahr gebührend zu begrüßen. In manchen Ländern sind Feuerwerke sogar gänzlich verboten aufgrund der Umweltverschmutzung, zum Beispiel in Irland.

Jürgen Schnake: Tatsächlich denke ich dabei auch an die Umwelt. Wenn hier Tausende von Leuten stehen, die zu Hause nicht feuerwerken, dann reduzieren sich dadurch vermutlich auch die privaten Feuerwerke vor den Haustüren. Und das ist halt der Nutzen für die Stadt. Es würden sich die Müllmengen reduzieren, die ab dem 1. Januar von den Städtischen Betrieben Minden (SBM) weggeschafft werden müssten – das ist ja nicht unerheblich. Denn a) konzentriert sich die Menschenmenge auf einen Platz und b) kann man auch vorbeugen mit superneuen Mülltonnen, wie zum Beispiel der “BigBelly® Solar”-Tonne.

ON: Was meinen Sie, für wie viele Menschen Kanzlers Weide Platz bietet, um das Silvesterfeuerwerk über der Weser genießen zu können?

Jürgen Schnake: So 20.000 Leute passen hier schon hin, grob geschätzt. Obwohl, beim ersten Event werden es wohl eher 10.000 sein, aber bei den nachmaligen Ereignissen wird es sicher voller, wenn es sich als Tradition etabliert und sich auch herumspricht, dass es wirklich gut war. Das Feuerwerk selbst sollte südlich der Hängebrücke gezündet werden. Die Zuschauer könnten dabei zwischen den beiden Brücken auf Kanzlers Weide stehen.

ON: Hinter der Glacisbrücke gegenüber dem Museumsschiff befindet sich ja teilweise militärisches Übungsgelände, was die Sache schwierig machen dürfte. Zudem würden die Mindener sicherlich auch gern von der gegenüberliegenden Seite, dem Weserglacis, und von den beiden Brücken aus zuschauen wollen. Denn so ein Höhenfeuerwerk ist ja bekanntlich am Himmel zu bestaunen.

Jürgen Schnake: Wie das organisiert wird, an welcher Stelle man stehen darf, hängt letztlich von der Stadt, von der Verwaltung ab, auch ordentlich Werbung dafür zu machen. Denn wenn ich mir angucke, für was die keine Werbung derzeit machen, ist das so natürlich nicht der Gedanke. Wichtig dabei ist, dass sich durch diese Veranstaltung das Gemeinschaftsgefühl der Mindener stärken lässt. Es soll nicht nur ein Showakt, sondern vor allem schön sein. Es soll auch nicht einmalig stattfinden, sondern jedes Jahr zu Silvester, damit sich die Leute schon drauf freuen können.

ON: Denken Sie dabei auch an gastronomische Verpflegung? Wird es beispielsweise Bratwurst- und Bierstände geben?

Jürgen Schnake: Nein. Ich möchte nur ein Feuerwerk veranstalten.

ON: Und wie sieht es aus mit Musik?

Jürgen Schnake: Ja, aber nicht mit Livemusik. Aber ich stelle mir auch vor, dass das Feuerwerk mit Musik untermalt wird. Über Einzelheiten muss man da mit Profis reden – es gibt ja professionelle Feuerwerker. Erst letztes Jahr fanden in Hannovers Herrenhäusergärten die Weltmeisterschaften der Feuerwerker statt. Ich war leider nicht da, muss aber tierisch abgegangen sein.

Vor der Weserbrücke am kleinen Weserstrand
Der Weserstrand vor der Weserbrücke stellt nur ein Teilstück zwischen den beiden Brücken dar, von wo aus Tausende von Mindenern gemeinsam den Neujahrsmorgen mit einem Silvesterfeuerwerk begrüßen könnten

Herr Schnake befragte spontan zwei Passantinnen, die gerade auf der Parkbank die Sonne genießen, wie sie es denn fänden, wenn es auf Kanzlers Weide zu Silvester ein Feuerwerk gäbe:

Passantinnen: „Wir sind nicht von hier.“

Jürgen Schnake: Woher kommen Sie denn, wenn ich fragen darf?

Passantinnen: „Aus Bückeburg.“

ON: Das ist ja nicht ganz so weit entfernt.

Passantinnen: „Wenn Sie einen Shuttlebus einrichten würden …“

Jürgen Schnake: Dann würden Sie nach Minden kommen?

Passantinnen: „Aber hunterprozentig.“

Jürgen Schnake: Das halte ich fest. Zwei Bückeburgerinnen würden zu 100 Prozent zum Silvesterfeuerwerk nach Minden kommen, wenn sie mit Shuttlebussen abgeholt würden. Vielen Dank, Sie haben mir sehr geholfen.

ON: Gute Aussichten. Doch kommen wir noch mal zurück auf den freien Eintritt, Herr Schnake. Wie meinen Sie lässt sich so ein Silvesterfeuerwerk finanzieren?

Jürgen Schnake: Ich stelle mir es so vor, dass ich übers Jahr verteilt – auch das ist wie immer „Chefsache“ – zusehe, dass ich bei den Mindener Unternehmen Sponsoren finde. Es müsste reichen, ein Mal im Monat vier oder fünf Mal das Telefon in die Hand zu nehmen und zu sagen, „Leute, wir sammeln jetzt schon fürs Feuerwerk an Silvester“ – das denke ich muss machbar sein. Die Summen dürften überschaubar sein.

ON: In Ordnung, damit wäre der finanzielle Part geklärt. Haben Sie noch etwas hinzuzufügen, Herr Schnake?

Jürgen Schnake: Lassen Sie mich kurz nachdenken. Wenn ich im Oktober ins Amt eingeführt werden sollte, dann ist es ein bisschen knapp zu sagen, wir machen das gleich dieses Jahr Silvester. Das kann ich noch nicht versprechen. Aber dann ab 2016.

ON: Und so viel Versprechen, wie Sie schon gegeben haben, die muss man erst mal alle umsetzen.

Jürgen Schnake: Die sind bislang alle einhaltbar. Ich geb’ noch viel mehr, wir sind ja noch nicht mal auf der Hälfte der Artikelserie. Ich schließe noch nicht mal aus, dass es Silvester 2015 nicht auch schon ein Feuerwerk gibt. Das wäre schon ein großes Glück, aber unmöglich wäre wahrscheinlich auch das nicht.

ON: Das wäre ja sozusagen eine Feier für Sie selbst, Sie könnten Ihren Einzug ins Bürgermeisteramt feiern.

Jürgen Schnake: Wissen Sie, ich liebe mein Leben derart. Mit und ohne Amt feiere ich eigentlich jeden Tag in mich hinein. Da brauche ich das nicht. Aber ich finde Feuerwerke auch selbst sehr schön, das gebe ich zu, das ist ein Eigennutz. Aber ich glaube, das ist einfach auch ein schönes Event für die ganze Stadt, zu sagen, das ist unser Feuerwerk, wenn das mal drei, vier, fünf Jahre gelaufen ist – „das ist das Mindener Feuerwerk, das ist unser Feuerwerk, da gehen wir hin, Leute“ – mit Familie, mit Verwandten, die Silvester bei uns zu Besuch sind, eventuell von außerhalb, wie beispielsweise die Busladungen Bückeburger, die wir hier noch herholen.

ON: Ja, das war gerade eine interessante Befragung von Ihnen.

Jürgen Schnake: Hey, 100 Prozent der befragten Bückeburger wollen kommen. <lach> Die fanden das nicht nur gut, die würden sogar kommen, wenn wir sie holen. Das möchte ich betonen.

ON: Zuguterletzt. Haben Sie schon einen Namen für das Mindener Silvesterfeuerwerk?

Jürgen Schnake: Da habe ich mir tatsächlich noch keine Gedanken drüber gemacht.

ON: In Ordnung, das könnte man ja vielleicht durch einen Aufruf unter den Mindener Bürgern verwirklichen.

Jürgen Schnake: Das läuft bei mir einfach unter Mindener Silvesterfeuerwerk.

ON: Gut, dann schließen wir das Thema an dieser Stelle. Verraten Sie uns, wie Ihr nächstes Thema lauten wird?

Jürgen Schnake: Ja gern. „Flächendeckendes Netz von Straßenfesten.“

ON: Wunderbar, darauf sind wir schon gespannt.

Sodann bedanken wir uns bei dem Bürgermeisterkandidaten für das wieder einmal interessante Gespräch und bei Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, für Ihre bisher aktive Teilnahme an unserer Beitragsserie.

Schlussendlich verriet uns Herr Schnake, dass in Bezug auf seinen Wahlkampf noch kein Stand in der Innenstadt von ihm beantragt wurde, weil er noch auf eine saftig-süße Lieferung aus Spanien wartet:

Jürgen Schnake macht Appetit auf seinen Wahlkampf mit süßen Früchtchen
Jürgen Schnake macht mit spanischen Orangen Appetit auf seinen öffentlichen Wahlkampf – Foto: J. Schnake

Was es mit den leckeren Früchtchen auf sich hat und wann er „unter die Leute“ gehen wird, werden wir Sie auf dem Laufenden halten. Zwischenzeitlich stellen wir weitere seiner Ideen nach und nach in dieser Beitragsserie vor.

Also bleiben Sie dran. Denn in Teil 7 unserer Beitragsreihe geht es um Ortsvorsteher der Stadt Minden >>>


Alle Beiträge über die Ideen von Jürgen Schnake – Bürgermeister(kandidat) mit Rückgaberecht – finden Sie übersichtlich unter der Kategorie Schnake für Minden. Informationen über Jürgen Schnake finden Sie auf seiner Webseite www.juergen-schnake.de „Minden?! Reparier‘ ich Ihnen.“

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