Johannistag: Zeit zum Hecken schneiden

Landwirtschaftskammer NRW empfiehlt Hobbygärtnern, Hecken mit Johannis-Schnitt jetzt in Form zu bringen

Heckenschnitt
Wenn Hecken in Privatgärten zur Sommersonnenwende auswuchern, wird es Zeit für den Johannis-Schnitt – Foto: onm

Die Hecken in privaten Gärten sollten jetzt in Form gebracht werden, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Damit Laub abwerfende Hecken ihre Form behalten, benötigen sie nun ihren ersten Schnitt, auch Johannis-Schnitt genannt – abgeleitet vom heutigen Johannistag, den 24. Juni.

Vor jedem Heckenschnitt sollten Hobbygärtner sich aber vergewissern, dass keine Vögel mehr in der Hecke nisten. Der zweite Schnitt kann entweder Ende August oder im Winter erfolgen.

Bei Nadelgehölzen genügt ein Schnitt im Juli. Der wichtigste Grundsatz beim Formschnitt lautet: eine breite Basis, die sich langsam nach oben verjüngt, damit das Laub auch im unteren Bereich der Hecken genügend Licht erhält.

Beim starken Zuwachs in diesem Jahr fallen mehr Schnittreste als sonst üblich an. Falls vom Umfang her möglich, sollte das Material nicht in die Mülltonne wandern, sondern als Häckselgut zum Mulchen verwendet oder kompostiert werden, empfiehlt die Landwirtschaftskammer.

Diese Empfehlung gilt nur für Hausgärten und nicht für Hecken, Röhricht und Dickicht in freier Landschaft. Für Letztgenannte besteht in der Zeit vom 1. März bis 30. September ein grundsätzliches Schnittverbot.

Der Johannistag (Johanni) gilt übrigens in Kirchenkreisen als das Hochfest der Geburt Johannes des Täufers. Johanni ist in der Überlieferung für die Landwirtschaft und das Wetter von zentraler Bedeutung. Die Sommersonnenwende leitet meist mit dem Ende der Schafskälte die Erntesaison ein.

Zeigerpflanzen sind daher traditionell nach diesem Tag benannt: das Johanniskraut, die Johannisbeere, Johannisnüsse (grüne, unreife Walnüsse, die um Sommerbeginn zu ernten sind).

Informationen, Tipps und Tricks rund um die Landwirtschaft und für Hobbygärtner findet man übrigens stets auf den Webseiten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Textquelle: Landwirtschaftskammer NRW, Wikipedia


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