Jakobs-Kreuzkraut: schön, aber sehr giftig

CDU Ortsunion aus Hille Holzhausen II warnt vor giftigen Substanzen im Jakobskreuzkraut und setzt sich gegen übermäßige Verbreitung ein

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Leuchtend gelb ziert es Felder, Wiesen und Wegränder: das Jakobs-Kreuzkraut. Doch Vorsicht, es ist für Mensch und Tier giftig, warnt die CDU-Ortsunion aus Hille-Holzhausen II Landwirte und Verbraucher

Die Hauptblütezeit ist im Juli, und Landwirte sowie Pferdehalter sehen es gar nicht gern: das Jakobs-Kreuzkraut (auch „Jakobs-Greiskraut“ genannt). Diese Pflanzenart schmückt zurzeit mit ihren goldgelben Blüten Feld- und Wegränder, Böschungen sowie freie Plätze und wird gern mit „Butterblumen“ bzw. Löwenzahn verwechselt. Doch die CDU Hille-Holzhausen II warnt: Die Inhaltsstoffe der Pflanze sind giftig.

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Mit Handschuhen und Spaten bewaffnet half Holzhausens Ortsvorsteherin Kirsten Südmeyer beim Ausstechen des giftigen Jakobskrauts

Die CDU-Ortsunion Holzhausen II befasste sich bei ihren letzten Treffen mit dem Jakobskreuzkraut und warnt vor dem Gebrauch: „So schön sie auch aussieht, es sollte nicht übersehen werden, dass diese Pflanze sehr giftig ist, besonders für Pferde, Rinder und Schafe.“ Die bitter schmeckende Pflanze, die von Natur aus von Weidetieren gemieden wird, darf nicht verfüttert werden.

Auch das Pflücken für die Blumenvase empfiehlt sich nicht. Und schon gar nicht ist sie zum Verzehr in Salaten oder Ähnlichem geeignet.

Eingeladen war auch Gärtnermeisterin Johanna Gartmann, die einige Erläuterungen gab: „Die Pflanze ist ein Korbblütler, der rund 15 bis 20 Millimeter große goldgelbe Einzelblüten bildet. Die Pflanze kann bis zu einem Meter hoch werden und der kräftige Stängel ist oft rot angefärbt.“ Weiter führte sie aus, dass das Jakobskreuzkraut (lat.: Senecio jacobaea) eine heimische Pflanze sei und sich aufgrund seiner Giftigkeit nicht extrem ausbreiten dürfe.

Denn sowohl in den Stängeln und besonders in den Blüten birgt die Pflanze Leber schädigende Pyrrolizidin-Alkaloide. Zudem ist das Jakobskreuzkraut nicht nur im frischen Zustand giftig (auch bei Hautkontakt), sondern die Giftstoffe bleiben auch noch im Heu und in der Silage (also im durch Milchsäuregärung konservierten Futtermittel für Nutztiere) wirksam. Sprich: Frisst beispielsweise eine Kuh diese Pflanze, kann das Gift in den Milchkreislauf bis zum Menschen gelangen.

Was man der harmlos wirkenden Pflanze ebenfalls nicht ansieht: Auch kleine Dosen können die Leber – insbesondere von Pferden, aber auch Rindern – dauerhaft schädigen, sodass eine schleichende Vergiftung über Jahre möglich sei. Das Kraut kann zu ernsthaften Erkrankungen bis schließlich zum Tod führen.

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Man sollte sich von den goldgelben Blüten des Jakobskreuzkrauts nicht täuschen lassen: sie sind hochgiftig

CDU-Hille-Gemeindeverbandsvorsitzende Hanna Hartmann wies auf die Broschüre Jakobskreuzkraut – eine Giftpflanze auf dem Vormarsch (PDF-Datei) der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hin. Darin wird ausgeführt, dass bei starkem Auftreten der Pflanzen die weitere Verbreitung eingeschränkt werden sollte. Vor allem soll das Aussamen vermieden werden. Dies kann zunächst durch regelmäßiges Mähen der Flächen erreicht werden. Die wirksamste Methode sei jedoch das Ausreißen oder Ausstechen.

So trafen sich die CDUler am Morgen des 2. Juli 2016 auf dem Hof Beermann, ausgestattet mit Handschuhen, Warnwesten und Spaten. In einer gemeinsamen Aktion „grasten“ sie sodann die Minderheider Straße und Lindenstraße in Hille-Holzhausen ab, wo das gemeine Jakobskreuzkraut in diesem Jahr vermehrt auftritt. Unter Anleitung der Fachfrau stachen sie Einzelpflanzen an verschiedenen Stellen aus.

Ortsvorsteherin Kirsten Südmeyer unterstützte die Aktion und bedankte sich bei den Helfern: „Mit dieser Aktion haben wir zur Reduzierung des Jakobskreuzkrautes beigetragen.“ – Nachahmen ausdrücklich erwünscht.

Quelle Text und Fotos: CDU Ortsunion Holzhausen II, Wikipedia


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