GRÜNEN OWL: Überschuss an Nitrat belastet Grundwasser

Zu viel Gülle und Mineraldünger auf den Äckern lassen Nitratwerte steigen - GRÜNEN-Politikerin Koczy kritisiert lasche Haltung der Bundesregierung beim Düngerecht

GRÜNEN-Politikerin Ute Koczy fordert von der Bundesregierung strengere Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers

Dem Nitrat Grenzen setzen. Das fordert Lippes GRÜNEN-Bundestagskandidatin Koczy. Die „lasche Haltung“ der Bundesregierung beim Düngerecht lassen bei ihr die Alarmglocken läuten.

„Experten sind sich einig, dass der überwiegende Anteil der Nitrat-Belastung aus der Landwirtschaft stammt, die mehr Gülle auf die Felder ausbringt, als die Pflanzen verarbeiten können“, so Ute Koczy, Ko-Vorsitzende des Bezirksverbandes OWL und lippische Bundestagskandidatin der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Dabei beruft sie sich auf einen Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 6. August 2017, in dem von einer Gefahr für das Trinkwasser die Rede ist, weil seit Jahrzehnten von der Landwirtschaft zu viel Gülle und Mineraldünger auf den Feldern verteilt und somit die Aufbereitung von Trinkwasser immer schwieriger und teurer werde – insbesondere in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, aber auch in einigen Teilen Bayerns.

Bezug nehmend auf die in den Startlöchern stehende Düngeverordnung (DüV) 2018 und Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen hingegen kritisiert Koczy die „lasche Haltung der Bundesregierung beim Düngerecht“ und meint „es schrillen die Alarmglocken. Sauberes Trinkwasser gibt es nicht ohne Schutz und Gesetze. Der Eintrag von Dünger und Nitrat in den Boden muss begrenzt werden.“

Die EU-Obergrenze von 50 Milligramm Nitrat pro Liter Wasser würde beispielsweise in Gütersloh mit 66 bis 87,9 Milligramm „locker gerissen“, so Koczy weiter. Auch Lippe stecke laut den Daten des Bundesumweltamtes mit Werten von 44 bis 65,9 Milligramm, die reduziert werden müssten, im Risiko – wie die übrigen Kreise in OWL mit Werten zwischen 44 und 64,9 Milligramm.

Außerdem verweist die GRÜNEN-Politikerin darauf, dass die deutschen Wasserversorger bereits bei einem Wert von 37,5 Milligramm Grenzen sehen und Maßnahmen verlangten, die die Qualität des Grundwassers verbessern.

Zudem würden diese Kosten wahrscheinlich auf die Verbraucher umgewälzt.

Aus all diesen Gründen „muss die Bundesregierung endlich strenge Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers ergreifen. Bundeseinheitliche Regelungen sind seit Langem absolut überfällig. Wer beim Nitrat auf Zeit setzt, hat beim Trinkwasser schon verloren“, so Ute Koczy abschließend.

Quelle Text und Foto: Pressemeldung Martina Denkner, Bezirksverband OWL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN


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