Großes Interesse am Entwurf des neuen Kulturkonzeptes für die Stadt Minden

Was braucht Kultur? Minden Kulturstadt – Stadt der Kulturen? Was Kultur braucht - Diskussion im BÜZ fand regen Anklang unter den Mindenern

Rund 120 Gäste folgten dem Aufruf, beim Kulturkonzept der Stadt Minden mitzuwirken - Foto: Kulturbüro/Pressestelle Minden
Rund 120 Gäste folgten dem Aufruf, beim Kulturkonzept der Stadt Minden mitzuwirken – Fotos: Kulturbüro/Pressestelle Minden

„Herzlich willkommen. Dürfen wir Ihnen einen Kulturbeutel überreichen?“ So wurden die über 120 Gäste am vergangenen Dienstag im BÜZ von Ulrike Faber-Hermann und Uschi Bender-Wittmann, Kulturbüro der Stadt Minden, in Empfang genommen. Jeder bekam einen Kulturbeutel, der wichtige Informationen für den Abend enthielt.

Das Team des Kulturbüros hatte am 24. Februar 2015 alle Interessierten eingeladen, um gemeinsam mit dem Beigeordneten für Bildung, Kultur, Schule und Sport, Dr. Joachim Meynert, sowie Vertretern der städtisch geförderten Kulturinstitute, den Entwurf für das überarbeitete Kulturkonzept der Stadt Minden vorzustellen, öffentlich zu diskutieren und anschließend zu ergänzen.

Das erste Kulturkonzept hat der Rat der Stadt Minden 2008 verabschiedet. Es benennt kulturpolitische Ziele der Stadt und legt neben der kulturellen Bildung die Förderung der freien Kulturarbeit als einen Schwerpunkt fest. Für die Überarbeitung wurden gesellschaftliche Entwicklungstrends identifiziert und thematisch eingearbeitet.

„Wir möchten Sie heute Abend ganz herzlich einladen, die Rahmenbedingungen für Kultur mitzugestalten und Ihre Vorschläge einzubringen“, verkündete Petra Brinkmann vom Kulturbüro. Dr. Joachim Meynert betonte: „Es geht um das Setzen von kulturpolitischen Orientierungsmarken – nicht mehr, aber auch nicht weniger.“

Nach einer kurzen Präsentation des Entwurfs waren die Gäste der Veranstaltung aufgefordert, ihre Ideen und Anliegen einzubringen. Diskutiert wurde in zehn Gesprächsrunden zu den beiden neuen Schwerpunkten des Kulturkonzeptes: „Teilhabe an Kultur ermöglichen“ und „Kultur fördern – welche Unterstützung ist notwendig?“

Das Kulturbüro der Stadt Minden ludt am 24. Februar 2015 alle Interessierten ein, am 24. Februar 2015 um 18 Uhr im BÜZ am Johanniskirchhof über die Kultur in Minden ins Gespräch zu kommen.
Das Kulturbüro der Stadt Minden lud am 24. Februar 2015 alle Interessierten ins BÜZ ein, über die Kultur in Minden ins Gespräch zu kommen

Während der Präsentation wurde deutlich, dass das Thema Raum im Sinn von unbebautem Raum aber auch im Sinn von Freiräumen für Gestaltung in eigentlich jeder Gesprächsrunde aufgetaucht war. Neben günstigen Probenräumen wurde der Wunsch an das Kulturbüro herangetragen, die freie Kulturarbeit durch Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen. Ein großes Kulturfest, das von vielen Akteuren gemeinsam gestaltet wird und Minden weit über seine Grenzen hinaus bekannt macht, stand als Vorschlag im Raum. Für die Akquise zusätzlicher Mittel wurde die Einrichtung eines Sponsorenpools angeregt. Und auch zum Thema „Teilhabe ermöglichen“ wurden neue Anregungen, wie eine intensivere Einbeziehung des offenen Ganztags, gegeben.

„Den neuen Titel des Kulturkonzepts ‚Minden: Kulturstadt – Stadt der Kulturen‚ halte ich für sehr ambitioniert“, merkte ein Besucher in der offenen Fragerunde kritisch an. Dr. Joachim Meynert antwortete, dass der Titel bereits Erreichtes wie auch Ziele aufgreife. Minden hätte trotz schwieriger kommunaler Haushaltslage eine Vielzahl von Entwicklungen eingeleitet und auch kulturpolitisch abgesichert. Antje Nöhren, Leiterin des OWL Kulturbüros, ergänzte hierzu, dass das Mindener Kulturkonzept und die daraus resultierenden Aktivitäten überregional sehr wohl wahrgenommen werden. Sie selbst hatte sich eigens für die Veranstaltung von Bielefeld aus nach Minden auf den Weg gemacht.

Mehdi Mazlumsaki vom Kulturzentrum und Karsten Geier vom Jugend- und Kreativzentrum Anne Frank beteiligten sich rege an der Diskussionsrunde
Mehdi Mazlumsaki vom Kulturzentrum und Karsten Geier vom Jugend- und Kreativzentrum Anne Frank beteiligten sich rege an der Diskussionsrunde

„Wir freuen uns sehr, dass es in Minden so viele Menschen gibt, die sich für die Kultur in dieser Stadt engagieren und mitgestalten wollen“, freuten sich Monika Piwowarski und Julia Raphaela Müller vom Kulturbüro nach Abschluss der Veranstaltung. Für die schauspielerische und musikalische Untermalung des Abends sorgten die beiden jungen Finalisten des regionalen CityTalent-Wettbewerbs Janis Jurgelis und Denise Socaciu sowie das Improvisationstheater Spek Spek.

Wer über den weiteren Verlauf der Kulturentwicklungsplanung informiert werden möchte, kann sich gerne unter kulturbuero@minden.de mit seiner E-Mail in den Verteiler eintragen lassen. Für Rückfragen steht das Kulturbüro unter der Telefonnummer 0571 / 89 733 zur Verfügung. Gerlinde Martin vom Kulturbüro weist noch einmal auf das Kulturadressbuch hin, das die Chance bietet, Akteure zu finden sowie gefunden zu werden. Wer sich darüber informieren oder anmelden möchte, kann dies unter g.martin@minden.de tun.


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