Getreideernte in NRW hat zwei Wochen später begonnen

Die Erträge bei Wintergerste schätzen Experten in 2016 nur mittelmäßig ein bei eher schwacher Qualität

_DSC2425 Kopie
Landwirte konnten dieses Jahr erst ca. zwei Wochen später als in den Vorjahren Wintergerste ernten – hier zu sehen in Petershagen am 10. Juli – Fotos: onm (Markenname des Mähdreschers wurde entfernt)

Am Wochenende 9./10. Juli 2016, etwa zwei Wochen später als im Durchschnitt, hat die Getreideernte in Nordrhein-Westfalen (NRW) begonnen, was vermutlich den Unwettern der vergangenen Wochen geschuldet ist. Die Wintergerste konnte bis auf die Höhengebiete bei den nun sommerlichen Temperaturen aber größtenteils schon eingefahren werden, meldet die Landwirtschaftskammer NRW aktuell aus Bonn.

Die Erträge bei Wintergerste schätzen Experten in diesem Jahr nur mittelmäßig ein, bei eher schwacher Qualität. Nach einer „Regenpause“ folgt die Ernte der übrigen Getreidearten Winterweizen, Triticale, Roggen, Hafer und Braugerste. Auch der Raps steht bald zur Ernte an.

_DSC2446 Kopie1000
Geerntete Wintergerste – hier in Petershagen am 10. Juli – wird wohl aufgrund der vergangenen Unwetter in 2016 nur eine mittelmäßige Qualität haben

2015 wurde Brot- und Futtergetreide in Nordrhein-Westfalen auf einer Fläche von insgesamt 521.129 Hektar angebaut. Wichtigste Getreideart ist der Winterweizen mit 270.243 Hektar. An zweiter Stelle kommt die Wintergerste mit 136.707 Hektar, gefolgt von Triticale mit 70.495 Hektar.

Triticale ist eine Kreuzung aus Weizen und Roggen und dient als Viehfutter.

Roggen, in früheren Zeiten das wichtigste Brotgetreide, wurde im vergangenen Jahr auf 16.293 Hektar eingesät und somit um 10 Prozent ausgedehnt.


Diesen Bericht teilen: