Gesundheitsstiftung Lippe schreibt Gesundheitspreis 2017 aus

Fünf Mal 500 Euro für Grund- und weiterführende Schulen im Fördertopf - frühe Aufklärung zum Thema Suchtprävention - Bewerbungen bis zum 5. Januar 2018 möglich

Der Gesundheitspreis Lippe wurde im Jahr 2016 zum Thema „Bewegung“ ausgeschrieben und an fünf Schulen verliehen – dieses Jahr steht er unter dem Motto „Suchtprävention“

Bereits zum vierten Mal schreibt die Gesundheitsstiftung Lippe einen Gesundheitspreis aus – dieses Jahr unter dem Motto „Suchtprävention“. Grundschulen und weiterführende Schulen, die in diesem Bereich besonderes Engagement zeigen, erwartet fünf Mal 500 Euro Fördergeld.

„Jährlich sterben Tausende Menschen vorzeitig an den Folgen schädlichen Tabak- und Alkoholkonsums oder illegalen Drogenmissbrauchs“, erklärt die Gesundheitsstiftung Lippe aus Detmold unter Vorstandsvorsitz von Lippes Landrat Dr. Axel Lehmann und Geschäftsführerin Dr. Angelika Heinrike Heil, die für die Stiftungsverwaltung und Betreuung zuständig ist.

Auch krankhaftes Glücksspiel sowie Handy- und Internetsucht würden sich langfristig negativ auf die Gesundheit auswirken und die Lebensqualität mindern. Kinder und Jugendliche sollten daher frühzeitig über die Risiken aufgeklärt und informiert werden, so die Stiftung. Sie zitiert die Ausführungen des Bundesgesundheitsministeriums vom 26. September 2017:

„Nach repräsentativen Studien (insbesondere Epidemiologischer Suchtsurvey (ESA) 2015) rauchen 14,7 Millionen Menschen, 1,8 Millionen Menschen sind alkoholabhängig und Schätzungen legen nahe, dass 2,3 Millionen Menschen von Medikamenten abhängig sind. Rund 600.000 Menschen weisen einen problematischen Konsum von Cannabis und anderen illegalen Drogen auf und gut 500.000 Menschen zeigen ein problematisches oder sogar pathologisches Glücksspielverhalten. Auch eine exzessive Internetnutzung kann zu abhängigem Verhalten führen: Es ist davon auszugehen, dass in Deutschland etwa 560.000 Menschen onlineabhängig sind.“

Zielpersonen der ESA-Befragung waren deutschsprachige und in Privathaushalten lebende Personen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren. Die Ziehung der Personenstichprobe erfolgte auf Basis der Einwohnermelderegister disproportional zur Verteilung der Geburtsjahrgänge in einem zweistufigen Zufallsverfahren. Insgesamt konnte im ESA 2015 mit n = 9204 Teilnehmern eine Nettoausschöpfung von 52,2 Prozent erreicht werden (Quelle: hogrefe). Wobei mit „n“ die Grundgesamtheit der Menge aller statistischen Einheiten mit übereinstimmenden Identifikationskriterien gemeint ist, die häufig nur unvollständig erfasst und lediglich näherungsweise beschrieben wird, etwa durch eine stichprobenhafte Erhebung (s. Wikipedia).

Auch Dr. med. Ulrich Preuß, diesjähriges Jurymitglied und Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie des Klinikums Lippe, bezieht sich auf die Zahlen der ESA-Studie und betont: „Das sind alarmierende Zahlen, die zeigen, wie wichtig rechtzeitige und umfangreiche Aufklärung bereits im Kindes- und Jugendalter zur Suchtprävention ist.“ Dabei seien seiner Meinung nach die Folgen der Süchte unterschiedlich: „Während sich die sogenannten Suchtstoff übergreifenden und Suchtstoff spezifischen Süchte, wie zum Beispiel Alkohol, Tabak, Medikamente und Drogen, direkt negativ auf die Gesundheit auswirken, beeinflussen stoffungebundene Süchte, wie zum Beispiel pathologisches Glücksspiel oder exzessive Computerspiel- und Internetnutzung, zumeist im ersten Schritt das soziale Leben und führen darüber hinaus zu einer starken Verminderung der Lebensqualität bis hin zu gesundheitlichen Problemen.“

Aus diesem Grund sei es der Gesundheitsstiftung Lippe besonders wichtig, das Thema „Suchtprävention“ in seiner Komplexität zum Thema der Ausschreibung zu machen. „Wir hoffen, dass wir Bewerbungen mit Projekten und Aktivitäten erhalten, die sich der Prävention verschiedener Süchte widmen“, äußert sich Marie-Theres Horowski, Projektleiterin bei der Gesundheitsstiftung. „Die Aufklärung und Information sollte so früh wie möglich beginnen. Natürlich sollte sie auch altersgerecht erfolgen. So sind für die Grundschulen bereits Themen wie Naschen, Arzneimittel, Fernsehen und Nichtrauchen gut geeignet“, informiert sie.

Die Grund- und weiterführenden Schulen könnten sich mit ihren bestehenden Projekten bzw. Aktivitäten bewerben oder mit solchen, die noch initiiert werden sollen. Das Preisgeld von fünf Mal 500 Euro sei als Fördergeld für diese Maßnahmen vorgesehen. In der Bewerbung sollte das Projekt bzw. die Aktivitäten beschrieben und der besondere Förderbedarf dargelegt werden. Die Angaben könnten in Stichworten gemacht werden, möglichst umfassende Ausführungen seien jedoch ebenfalls willkommen.

Die Jury aus Mitgliedern der Stiftungsgremien sowie Fachpersonal des Klinikums Lippe wird die eingegangenen Bewerbungen bewerten und die fünf Gewinner-Institutionen auswählen. Anschließend werden die Preise im Frühjahr 2018 von der Gesundheitsstiftung Lippe im Rahmen einer feierlichen Preisübergabe in Anwesenheit des Vorstands und des Kuratoriums übergeben.

Die Bewerbungen sind bis zum 5. Januar 2018 auf dem Postwege oder in digitaler Form an die Gesundheitsstiftung Lippe, Stichwort: Gesundheitspreis 2017, Felix-Fechenbach-Str. 5, 32756 Detmold bzw. an info@gesundheitsstiftung-lippe.de zu richten. Fragen beantwortet Projektleiterin Horowski unter der Telefonnummer 05231 / 62 59 40.

Quelle Text und Foto: Gesundheitsstiftung Lippe, Umformulierung/Ergänzung: OctoberNews


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