Gartentipp: Jetzt Obstbäume und Beerensträucher pflanzen

Jetzt pflanzen, im nächsten Jahr im eigenen Garten naschen: Der Spätherbst ist die richtige Zeit zum Anpflanzen von Birne, Apfel, Himbeere und Co.

Hochstamm-Birnbäume im eigenen Garten liefern nicht nur frisches unbehandeltes Obst, sondern werden ab einer bestimmten Höhe auch gern als Schattengeber für einen gemütlichen Sitzplatz im Grünen genutzt – Symbolfoto: onm

Wer im nächsten Jahr Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen oder Beeren aus dem eigenen Garten ernten möchte, sollte jetzt ans Pflanzen denken. Der späte Herbst ist genau die richtige Jahreszeit, um Obstbäume oder Beerensträucher anzupflanzen, empfiehlt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Denn bis zum Winteranbruch können Hochstämmchen und Sträucher noch Faserwurzeln bilden, um im nächsten Frühjahr kräftig auszutreiben.

Dabei sollten Obstliebhaber vor dem Einkauf darüber entscheiden, welche Geschmacksrichtung sie bevorzugen, zum Beispiel beim Apfel, ob süß oder eher säuerlich. Baumschulen sind hier eine gute Anlaufstelle und stehen bei allen Fragen rund um den Obstbaum gern beratend zur Seite.

Was Beerensträucher angeht, können Johannisbeeren, Stachelbeeren und Himbeeren jetzt ebenfalls gepflanzt werden. Lediglich die etwas frostempfindlicheren Brombeeren sollten besser erst im Frühjahr in den Boden. Dabei zu beachten ist, dass Beeren es „sommerlich“ lieben. Hier sollte also ein sonniger, warmer und geschützter Platz gewählt werden (ON: wobei man „geschützt“ nicht allzu ernst nehmen braucht, denn erfahrungsgemäß machen sich Beerensträucher auch mitten im Garten ganz gut).

Vor dem Pflanzen der Beerensträucher sollte der Boden auf jeden Fall gründlich gelockert und mit Kompost vermischt werden. Auch organischer Dünger pflanzlichen Ursprungs (ON: von „organischem Dünger“ tierischen Ursprungs raten wir ab) kann beigefügt werden. Organischer Dünger pflanzlichen Ursprungs wird in der Landwirtschaft oft aus Abfallstoffen wie Zuckerrüben-Sirup oder Sojaschrot hergestellt, wobei die Variation tierischen Ursprungs auch Knochenmehl enthalten kann.

Dabei sollte die Pflanzgrube für die Beerensträucher etwa doppelt so breit und tief sein wie der Ballen. Abgebrochene und verletzte Wurzeln werden abgeschnitten.

Direkt nach dem Einpflanzen steht der Rückschnitt an. Bei den Johannisbeeren werden die fünf bis sieben stärksten Triebe auf ein Drittel gekürzt, alle anderen entfernt. Im Pflanzjahr müssen auch Stachelbeeren ähnlich behandelt werden. Etwa 30 Zentimeter Länge ist für die jungen Ruten der Himbeeren und Brombeeren das rechte Maß. Bei den Brombeeren bleiben im ersten Jahr nur ein bis zwei kräftige, junge Ruten stehen.

Also ab in den Garten und pflanzen, was das Zeug hält. Dann gibt’s ab nächstes Jahr auch leckere Belohnung für die getane Arbeit, sofern das Wetter mitspielt.

Textquelle: Pressestelle Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Umformulierung/Ergänzung: OctoberNews


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