Garten neu gestalten und Steuerbonus sichern

Wie Wohnungs- und Hauseigentümer den Fiskus an den Kosten für Gartenpflege und Handwerkerleistungen beteiligen können

Gartenarbeit
Wer fremde Unterstützung für die Gartenarbeit in Anspruch nimmt, kann vom Fiskus dafür „belohnt“ werden – Symbolfoto: onm

Der Frühling ist eingekehrt. Die richtige Zeit, um in den kommenden Wochen die Gärten wieder in Schuss zu bringen. Wer dabei fremde Hilfe in Anspruch nimmt, kann einen Teil der anfallenden Kosten steuerlich geltend machen, weist der Eigentümerverband Haus & Grund Hessen hin.

„Grundsätzlich biete das Steuerrecht Eigenheimern zwei Möglichkeiten“, so Landesverbandsgeschäftsführer Younes Frank Ehrhardt, „zum einen den Steuerbonus für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen, zum anderen den Steuerbonus für Handwerkerleistungen.“

Haushaltsnahe Dienstleistungen sind dabei solche Arbeiten, die normalerweise von den Haushaltsmitgliedern selbst erledigt werden, wie beispielsweise Heckenschneiden, die Beetpflege oder regelmäßiges Rasenmähen. Aufwendungen hierfür können in Höhe von maximal 4.000 Euro (20 Prozent von bis zu 20.000 Euro) pro Jahr von der Steuerschuld abgezogen werden.

Sind im Laufe des Winters beispielsweise einige Gehwegplatten abgesackt, so ist der Arbeitsaufwand meist etwas größer. Für diese Fälle gibt es zusätzlich einen Steuerbonus für Handwerkerleistungen. Eigentümer, die an ihrem selbstgenutzten Haus oder ihrer selbstgenutzten Eigentumswohnung Erhaltungs-, Renovierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen durchführen lassen, können den Staat jährlich mit bis zu 1.200 Euro (20 Prozent von bis zu 6.000 Euro) an den Arbeitskosten beteiligen.

Auch bei einer Neugestaltung des Gartens kann der Steuerbonus in Anspruch genommen werden. Steuerlich nicht abzugsfähig sind dagegen alle Materialkosten wie beispielsweise neue Pflastersteine oder Pflanzen.

Dabei sind diese Aufwendungen im Rahmen der Einkommensteuererklärung geltend zu machen. Die Kosten müssen zwar gegenüber dem Finanzamt nur auf Nachfrage nachgewiesen werden. Dennoch sollten Haus- und Wohnungseigentümer alle Rechnungen und Zahlungsnachweise (Überweisungsbelege, Kontoauszüge) über ausgeführte Arbeiten aufheben.

„Der Steuerabzug wird zudem nur anerkannt, wenn zugleich die unbare Zahlung der erhaltenen Rechnung auf das Konto des Handwerkers bzw. Dienstleisters nachgewiesen werden kann“, so abschließend Ehrhardt.

Über Haus & Grund Hessen

Haus & Grund Hessen – Landesverband der Hessischen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e.V. ist die Dachorganisation der 82 örtlichen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer-Vereine in Hessen mit insgesamt über 60.000 Mitgliedern. Der Verband nimmt am politischen Geschehen teil und stärkt dadurch die Position des privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentums in Hessen. Sie vertreten die Interessen der hessischen Haus- und Grundeigentümer gegenüber Politik, Behörden und Öffentlichkeit. Weitere Informationen zu dem Verband unter www.hausundgrundhessen.de.


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