Friedliche Weihnachten und frohe Festtage!

Die OctoberNews-Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern sowie Unterstützern eine frohe Weihnachtszeit

Wir wünschen Ihnen eine friedvolle und frohe Weihnachtszeit! – Foto/Grafik: onm (bei Vergrößerung erkennt man auch den Inhalt der Buchstaben)

Einmal durchatmen, liebe Leserinnen und Leser! Lehnen Sie sich zurück, schließen Sie die Augen und denken Sie an Lichterglanz, Tannenduft, gemütliche Geselligkeit, festliche Tafeln und strahlende Kinderaugen. Weihnachten ist gekommen.

Wahrhaftig fällt es der OctoberNews-Redaktion in diesem Jahr nicht leicht, zur Ruhe zu kommen. Im Westteil Berlins geboren kennt sie den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz nur zu gut aus Kinder-, Jugend- und Erwachsenentagen und verbindet damit schöne, sorgenfreie Erinnerungen. So konnte man doch am Heiligabend in aller Ruhe durch die Buden ziehen, um den Abend mit einem Weihnachtsfilm im Kino abzuschließen. Doch wie heißt es in allen Märchen: “Es war einmal …” Am 19. Dezember 2016 ist dieser Frieden durch einen Anschlag empfindlich gestört worden. Zwar wurde ein mutmaßlicher Täter in Italien erschossen, doch Tote und Verletzte bleiben – und damit trauernde Angehörige und Narben in den Köpfen der Menschen.

Aber die West-Berliner sind hart im Nehmen, lassen sich nicht unterkriegen. Geprägt von Trümmerfrauen und Männern, die die Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufbauten; von Gastarbeitern aus fernen Ländern, die sich ein höheres Einkommen versprachen, um ihre Familien ernähren zu können; von Mauern, die wieder eingerissen wurden und einen Strom an DDR-Flüchtlingen nach sich zogen, die im Westen für den Wegfall der Berlinzulage, Einführung des Solidaritätszuschlags, Besetzung von Arbeitsplätzen sowie Wohnungen und Häusern sorgten und für einen Ansturm auf Sparkassen und Autohändler, weil sie Begrüßungsgeld erhielten und ihre wertlose Ostmark eins zu eins in DM (Deutsche Mark) tauschen durften; und schließlich von einem Millionen-Flüchtlingsstrom aus Kriegsländern, den es gilt, aufzunehmen und (finanziell) zu versorgen.

Das kann die “Wessis” schon mal an den Rand der Verzweiflung bringen, wenn man selbst den Arbeitsplatz nach der Weltwirtschaftskrise verloren und nichts mehr zum Leben hat, um die enorm gestiegenen Lebenshaltungskosten aufzufangen, aber ansehen muss, wie zuerst die ehemaligen “Ossis” und dann die Asylbewerber eben all das von heute auf morgen mehr oder minder geschenkt bekommen. In manchen Köpfen bildet sich sogar regelrechter Hass – gepaart mit Neid und Wut – auf all das “Fremde” in Deutschland.

Doch jetzt ist Weihnachten, liebe Leserinnen und Leser, ein christliches Fest der Liebe und Gesinnung. Lassen Sie uns gemeinsam an all das Schöne denken, was wir in unseren Lebensjahren erlebt haben. Lassen Sie uns gemeinsam einmal all die Sorgen vergessen und feiern im Rahmen all derer, die wir lieb gewonnen haben – ob gemeinsam in einem Raum oder virtuell übers World Wide Web. Und lassen Sie uns ernsthaft respektieren, dass nicht jeder zu dieser Zeit Weihnachten feiert – es gibt auch andere Religionen mit anderen Feiertagen – und Atheisten. Niemand – egal welcher Religion oder Herkunft – sollte dazu gezwungen werden, einem (anderen) Glauben beizutreten – schon gar nicht mittels “Kopfwäsche”. Lassen Sie sich nicht beirren, hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, Ihren Verstand, Ihr Herz. Und vor allem: Sprechen Sie mit den “Fremden” und hören Sie zu – sie und Sie haben doch eine Menge zu erzählen.

In diesem Sinne: Lassen Sie es sich gut gehen, liebe Leserinnen und Leser, liebe Unterstützer von OctoberNews. Genießen Sie die freien Tage – wo auch immer Sie herkommen und sich gerade befinden.

Schlussendlich noch ein paar Impressionen vom Mindener Weihnachtsmarkt 2016:


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